AlzChem

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AlzChem Group AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0AHT46
Gründung 2006
Sitz Trostberg, Deutschland
Leitung
  • Andreas Niedermaier
  • Klaus Englmaier
Mitarbeiterzahl 1491[2]
Umsatz 354 Mio. Euro (2017)[2]
Branche Chemische Industrie
Website www.alzchem.de

Die AlzChem Group AG (bis September 2011 AlzChem Trostberg GmbH) ist ein Chemieunternehmen mit Sitz im oberbayerischen Trostberg im Landkreis Traunstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AlzChem hat ihren Ursprung in der ehemaligen SKW Trostberg. Sie wurde 2006 gegründet.[3]

Nachdem der ehemalige Mutterkonzern RAG (die spätere Evonik Industries) die Bauchemie aus der SKW Trostberg herausgetrennt und an BASF verkauft hatte, um die Übernahme der Degussa zu finanzieren, und die Naturstoffextraktion in Münchsmünster und die NATEC-Anlage in Trostberg der Evonik-Degussa einverleibt wurde, wurde die restliche AlzChem, die hauptsächlich wie in den Gründungsjahren noch Produkte aus Carbid produzierte, 2009 an den Private-Equity-Investor BluO verkauft.

Im Februar 2017 wollte AlzChem an die Börse gehen. Dieser Versuch scheitert aber, da es sich abzeichnete, dass es nicht genügend Investoren gab.[4] Ab Oktober 2017 wurde das Unternehmen dann an der Frankfurter Börse gelistet, mit einem Bruttoemissionserlös von 2,6 Millionen Euro. Der Hauptaktionär war LIVIA Corporate Development SE.[5] Im Oktober 2018 verkauften die Großaktionäre Livia, HDI Vier CE und Four Two Na mehr als 20 Millionen Aktien und sorgten so dafür, dass der Kurs um 27 % fiel.[6]

Struktur und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AlzChem hat mit mehr als 1400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 295 Millionen Euro[7][8] und betreibt vier Produktionsstandorte in Bayern, einen weiteren in Sundsvall (Schweden) und Vertriebsstandorte in Atlanta (USA) und in Shanghai (China). Ein Schwerpunkt der AlzChem ist die NCN-Chemie, die für Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung steht. Die wichtigsten Anwendungen liegen in der Landwirtschaft als z. B. Pflanzenstärkungsmittel und Pflanzenschutz, Wachstumsregler und Spezial- und Mehrwirkungsdünger, in der Feinchemie z. B. Pigmente, Pharmawirkstoffe und Synthesebausteine, bei Erneuerbaren Energien bei der industriellen Anwendung im Bereich Windenergie und Photovoltaik, im Bereich der Ernährung z. B. Kreatin, sowie im Bereich Metallurgie.

Juni 2012 wurde die neue Siliziumnitrid-Anlage in Trostberg in Betrieb genommen, eine Investition der AlzChem für 13 Millionen Euro. Mit der neuen Siliziumnitrid-Anlage verdreifacht AlzChem ihre Kapazität für Silzot SQ, ein hochreines Siliziumnitrid zur Produktion von Photovoltaikmodulen auf Basis polykristallinen Siliziums.

Aktionärsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind 101.763.355 Aktien ausgeben.

Stand: 19.11.2018[9]
Anteil Anteilseigner
37,7 % LIVIA Corporate Development SE
20,4 % HDI Vier CE GmbH
15,8 % four two na GmbH
26,1 % Streubesitz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorstand. Alz Chem, abgerufen am 19. November 2018.
  2. a b Geschäftsbericht 2017. (pdf) Alz Chem, abgerufen am 19. November 2018.
  3. DIE GESCHICHTE DER SKW TROSTBERG AG. Evonik Industries AG, abgerufen am 19. November 2018.
  4. Alzchem sagt Börsengang ab. Handelsblatt, abgerufen am 19. November 2018.
  5. Ike Nünchert: AlzChem seit heute an Frankfurter Börse gelistet. goingpublic.de, abgerufen am 19. November 2018.
  6. Alzchem-Kurs fällt um ein Viertel. Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 19. November 2018.
  7. ChemDelta Bavaria: AlzChem AG, abgerufen am 16. Juli 2014.
  8. AlzChem: Das Unternehmen, abgerufen am 16. Juli 2014.
  9. Aktionärsstruktur. AlzChem, abgerufen am 19. November 2018.

Koordinaten: 48° 1′ 16,4″ N, 12° 33′ 8,3″ O