AlzChem

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AlzChem Group AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A2YNT30
Gründung 2006
Sitz Trostberg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl 1623 (2019)[2]
Umsatz 376 Mio. Euro (2019)[2]
Branche Chemische Industrie
Website www.alzchem.de
Stand: 31. Dezember 2019

Die AlzChem Group AG (bis September 2011 AlzChem Trostberg GmbH) ist ein Chemieunternehmen mit Sitz im oberbayerischen Trostberg im Landkreis Traunstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AlzChem hat ihren Ursprung in der ehemaligen SKW Trostberg. Sie wurde 2006 gegründet.[3]

Nachdem der ehemalige Mutterkonzern RAG (die spätere Evonik Industries) die Bauchemie aus der SKW Trostberg herausgetrennt und an BASF verkauft hatte, um die Übernahme der Degussa zu finanzieren, und die Naturstoffextraktion in Münchsmünster und die NATEC-Anlage in Trostberg der Evonik-Degussa einverleibt wurde, wurde die restliche AlzChem, die hauptsächlich wie in den Gründungsjahren noch Produkte aus Carbid produzierte, 2009 an den Private-Equity-Investor BluO verkauft.

Im Februar 2017 wollte AlzChem an die Börse gehen. Dieser Versuch scheitert aber, da es sich abzeichnete, dass es nicht genügend Investoren gab.[4] Ab Oktober 2017 wurde das Unternehmen dann an der Frankfurter Börse notiert, mit einem Bruttoemissionserlös von 2,6 Millionen Euro. Der Hauptaktionär war Livia Corporate Development,[5] eine Beteiligungsgesellschaft des Investors Peter Löw. Im Oktober 2018 verkauften die Großaktionäre Livia, HDI Vier und Four Two Na mehr als 20 Millionen Aktien.[6]

Struktur und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AlzChem hat mit mehr als 1400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 295 Millionen Euro[7][8] und betreibt vier Produktionsstandorte in Bayern, einen weiteren in Sundsvall (Schweden) und Vertriebsstandorte in Atlanta (USA) und in Shanghai (China). Ein Schwerpunkt der AlzChem ist die NCN-Chemie, die für Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung steht. Die wichtigsten Anwendungen liegen in der Landwirtschaft als z. B. Pflanzenstärkungsmittel und Pflanzenschutz, Wachstumsregler und Spezial- und Mehrwirkungsdünger, in der Feinchemie z. B. Pigmente, Pharmawirkstoffe und Synthesebausteine, bei Erneuerbaren Energien bei der industriellen Anwendung im Bereich Windenergie und Photovoltaik, im Bereich der Ernährung z. B. Kreatin, sowie im Bereich Metallurgie.

Juni 2012 wurde die neue Siliziumnitrid-Anlage in Trostberg in Betrieb genommen, eine Investition der AlzChem für 13 Millionen Euro. Mit der neuen Siliziumnitrid-Anlage verdreifacht AlzChem ihre Kapazität für Silzot SQ, ein hochreines Siliziumnitrid zur Produktion von Photovoltaikmodulen auf Basis polykristallinen Siliziums.

Aktionärsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind 101,8 Mio. Aktien ausgeben.

Stand: 19.11.2018[9]
Anteil Anteilseigner
37,7 % Livia Corporate Development
20,4 % HDI Vier CE
15,8 % four two na
26,1 % Streubesitz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorstand. Alz Chem, abgerufen am 13. Mai 2020.
  2. a b Geschäftsbericht 2019. (pdf) In: alzchem.com. Abgerufen am 1. Mai 2020.
  3. DIE GESCHICHTE DER SKW TROSTBERG AG. Evonik Industries AG, abgerufen am 19. November 2018.
  4. Alzchem sagt Börsengang ab. Handelsblatt, abgerufen am 19. November 2018.
  5. Ike Nünchert: AlzChem seit heute an Frankfurter Börse gelistet. goingpublic.de, abgerufen am 19. November 2018.
  6. Alzchem-Kurs fällt um ein Viertel. Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 19. November 2018.
  7. ChemDelta Bavaria: AlzChem AG, abgerufen am 16. Juli 2014.
  8. AlzChem: Das Unternehmen, abgerufen am 16. Juli 2014.
  9. Aktionärsstruktur. In: alzchem.com. AlzChem, abgerufen am 19. November 2018.

Koordinaten: 48° 1′ 16,4″ N, 12° 33′ 8,3″ O