Amt Schladen

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Das Amt Schladen war ein historisches Verwaltungsgebiet des Fürstentums Hildesheim bzw. des Königreichs Hannover.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Schladen geht auf die gleichnamige stiftshildesheimische Burg nordöstlich von Goslar zurück. Sein Sprengel umfasste außer dem Amtssitz nur fünf Gemeinden. Im 17. und 18. Jahrhundert war es zeitweilig an die Familie Schorlemer verpachtet. Nach der preußischen (ab 1802) und französisch-westphälischen Herrschaft (ab 1807) wurde es 1815 restituiert und um die Gerechtsame der Klöster Dorstadt und Heiningen erweitert, während der Ort Ohlendorf aus dem Amtsbereich ausschied. 1831 wurde das Amt mit dem Amt Vienenburg zum neuen Amt Wöltingerode vereinigt.

Drosten und Amtmänner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1629/34: Gottfried Heister
  • 1636/43: Engelhard Joachim von Rintorff
  • 1689–1709: Franz Wilhelm von Schorlemer
  • 1715–1766: Werner von Schorlemer
  • 1768–1802: Theodor Werner von Bocholtz

Amtmänner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1630–1631: Heinrich Körner
  • 1636/42: Jakob Bucholtz
  • 1642–1643: Gottfried Heister
  • 1643–1644: Ernst Schnur
  • 1644–1667: Christian Kessel
  • 1667–1675: Bernhard Thomas
  • 1676–1711: Johann Suitbert Schöler
  • 1711–1749: Josef Ludwig Busch
  • 1749–1782: Franz Arnold Ludwig Busch
  • 1782–1792: Gottlob Friedrich Klenze
  • 1793–1800: Franz Ferdinand Wippern
  • 1815–1816: Wiesen, 1. Beamter (interimistisch)
  • 1816–1818: Benedix von der Decken, Drost
  • 1819–1820: Joseph Graem, Vertreter des 1. Beamten
  • 1820–1831: Johann Otto Friedrich Wilhelm Meister, Amtsassessor, ab 1828 Amtmann

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981
  • Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 425f.
  • Thomas Klingbiel: Ein Stand für sich? Lokale Amtsträger in der frühen Neuzeit: Untersuchungen zur Staatsbildung und Gesellschaftsentwicklung im Hochstift Hildesheim und im älteren Fürstentum Wolfenbüttel. Hannover 2002, S. 694–697