Dompropstei (Hildesheim)

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Hochstift Hildesheim
Dompropstei Hildesheim
Hauptort Neustadt (Hildesheim)
Gründung 1182
Auflösung 1802

Als Dompropstei wird das Herrschaftsgebiet des Hildesheimer Dompropstes bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1182 übertrug Bischof Adelog von Hildesheim die Villikationen Itzum, Hasede und Losebeck dauerhaft dem Dompropst zu Hildesheim. Damit wurde gleichsam eine dompröpstliche Hausmacht geschaffen; die Gründung der hildesheimer Neustadt wäre ohne dies nicht möglich gewesen. Später kamen vier weitere Dörfer vor den Toren Hildesheims dazu. Regiert wurde das Gebilde bis zu seiner Auflösung 1802 vom Propsteihof in der Keßlerstraße aus. Der Dompropst galt spätestens ab dem 16. Jahrhundert als Träger der meisten Regalien in diesem Bereich und als vom Bischof weitgehend unabhängig. Bereits seit dem 14. Jahrhundert huldigten seine Untertanen allein ihm und nicht dem Bischof von Hildesheim.

Die Dompropstei war eine der Verwaltungseinheiten im Hochstift Hildesheim. Der Dompropst residierte im Amtshaus. Es wurde zudem Dompropstei genannt, in Verbindung mit dem zugehörigen Wirtschaftsgebäude auch Großvogtei.

1815 wurde die Dompropstei in das Amt Hildesheim umgewandelt.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gebauer, Johannes Heinrich: Geschichte der Neustadt Hildesheim Hildesheim, Leipzig 1937; ISBN 3-8269-6305-9
  • Anton Friedrich Büsching, Benjamin Gottfried Weinart: Magazin für die neue Historie und Geographie. Band 14, 1780, S. 339–340