Andy Becht

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Andy Becht (* 1974 in Landau in der Pfalz) ist ein deutscher Jurist und Anwalt sowie seit Mai 2016 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Schulzeit an der Grundschule in Bellheim, wo er noch heute lebt, und dem Eduard-Spanger-Gymnasium in Landau (Pfalz) dauerte von 1980 bis 1994, die er mit dem Abitur beendete. Nach dem Besuch des Guitar Institute of Technology in Los Angeles (USA) im Jahr 1994 absolvierte er ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Mannheim, das er 1998 mit dem 1. juristischen Staatsexamen abschloss. Sein Referendariat leistete er von 1999 bis 2001 beim Amtsgericht Landau in der Pfalz, der Staatsanwaltschaft Landau und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt an der Weinstraße ab. Im Jahr 2001 war Becht Mitarbeiter im Deutschen Bundestag im Büro von Rainer Brüderle und Referendar im Büro des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz unter Staatsminister Hans-Artur Bauckhage. 2002 erhielt er nach seinem erfolgreich bestandenen 2. Staatsexamen die Zulassung als Rechtsanwalt und arbeitete bis 2016 in der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Becker und Luppert in Kandel. Im Jahr 2008 erhielt er die Zulassung als Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht.

Unter Minister Volker Wissing (FDP) wurde Becht 2016 unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Kabinett Dreyer II) zum Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz ernannt, nachdem er mehrmals erfolglos für den Landtag auf der Landesliste (2016: Platz 9[1]) der Liberalen und als Direktkandidat im Wahlkreis Germersheim kandidierte. Das Direktmandat erlangte bei jeder Landtagswahl seit 1947 der Bewerber der CDU (Wahlkreisstimmen: 7,6 % (2006),[2] 4,1 % (2011),[2] 7,3 % (2016);[3] Landesstimmen: 6,7 % (2006),[2] 3,6 % (2011),[2] 6,2 % (2016)[3]).

Von 1999 bis 2009 und seit 2014 ist Becht Mitglied des Ortsbeirates sowie von 2004 bis 2009 und 2014 Mitglied des Verbandsgemeinderates seines Heimatortes Bellheim und in beiden Räten auch Fraktionsvorsitzender. Dem Kreistag des Landkreises Germersheim gehörte er von 1999 bis 2009 und von 2014 bis zum Beginn seiner Tätigkeit als Staatssekretär im Jahr 2016 an. Er war zudem von 2009 bis 2014 Kreisbeigeordneter des Landkreises Germersheim mit dem Geschäftsbereich Gesundheit und Verbraucherschutz. Seit 2001 ist er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Germersheim und Vorsitzender der FDP Bellheim sowie seit 2016 Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Pfalz. Von 2004 bis 2014 war er Vorsitzender des Landesfachausschusses Bauwesen, Raumordnung und Städtebau der FDP Rheinland-Pfalz. Weitere berufliche Tätigkeiten sind als Dozent an der Nardini-Pflegeschule (Rechtslehre) beim Vinzentius-Krankenhaus Landau in der Pfalz (2007 bis 2011), Mitglied der Zweckverbandsversammlung und des Verwaltungsrates der Sparkasse Germersheim-Kandel (2009 bis 2014) und als Vorsitzender des Südpfälzischen Psychiatriebeirates (2011 bis 2014).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Becht ist seit 2005 verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist seit 1988 Musiker in verschiedenen lokalen und regionalen Bands; er ist tätig als Tanz-, Session- und Studiomusiker, wie seit 1992 der Gruppe HOBO, Siegmayer Becht & Band (seit 2007) und Gründer und Co-Owner des Plattenlabels Landhausstil-Records (seit 2014). Er ist zudem Erfinder der Chilisauce „Andy Becht´s Palzpepper“, die er seit 2013 in einem eigenen Vertriebsnetz verkauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesliste der FDP für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016. Abgerufen am 20. August 2016 (PDF; 126 kB).
  2. a b c d Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: LWL RLP – Landtagswahl: Wahlergebnisse: Wahlergebnisse 2011:. In: www.wahlen.rlp.de. Abgerufen am 19. August 2016.
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: LWL RLP – Landtagswahl: Wahlergebnisse: Wahlergebnisse 2016:. In: www.wahlen.rlp.de. Abgerufen am 19. August 2016.