Antonio Agliardi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Antonio Agliardi als Apostolischer Nuntius in München
Agliardis Kardinalswappen

Antonio Kardinal Agliardi (* 4. September 1832 in Cologno al Serio, Provinz Bergamo, Italien; † 19. März 1915 in Rom) war ein Diplomat des Heiligen Stuhls und Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Dezember 1855 empfing Agliardi das Sakrament der Priesterweihe. Am 23. September 1884 wurde er zum Titularbischof von Caesarea in Palaestina ernannt und empfing am 12. Oktober desselben Jahres durch Giovanni Kardinal Simeoni die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der spätere Kardinal Erzbischof Domenico Maria Jacobini sowie Erzbischof Camillo Santori. Er wurde als Mitglied der römischen Kurie für die päpstliche Diplomatie tätig. 1884 wurde er zunächst Apostolischer Delegat in Indien, später war Agliardi unter anderem Apostolischer Nuntius in Bayern und Österreich.

Am 22. Juni 1896 nahm ihn Papst Leo XIII. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Nereo ed Achilleo in das Kardinalskollegium auf. Am 15. Dezember 1896 wurde er Kardinalprotektor des Zisterzienserordens. Am 14. Dezember 1899 wurde er zum Kardinalbischof von Albano erhoben. Er nahm am Konklave von 1903 teil, das Pius X. zum Papst wählte, sowie am Konklave von 1914, aus dem Benedikt XV. als Papst hervorging. Seit 1908 war er Kanzler der Päpstlichen Kanzlei.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Isidoro Kardinal Verga Kardinalbischof von Albano
1899–1915
Gennaro Kardinal Granito Pignatelli di Belmonte