Anwalt Abel

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Seriendaten
OriginaltitelAnwalt Abel
ProduktionslandDeutschland
Jahr(e)1988–2001
Produktions-
unternehmen
TV60Filmproduktion
Länge90 Minuten
Episoden20
GenreKriminalfilm
IdeeFred Breinersdorfer (Drehbücher)
ProduktionBernd Burgemeister
Besetzung

Anwalt Abel ist eine Reihe von 20 Fernsehfilmen, die auf den gleichnamigen Kriminalromanen von Fred Breinersdorfer basieren.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean Abel ist Rechtsanwalt nach einer gescheiterten Künstlerkarriere und setzt sich auf höchst unorthodoxe Weise für seine Klienten ein. Er geht dabei niemals den einfachen Weg und lehnt vor Gericht aus seiner Sicht nicht vertretbare Zugeständnisse ab. Es ist beispielsweise niemals sein Ziel, nur die Einstellung eines Verfahrens zu erwirken, sondern er will den Freispruch für den Angeklagten erreichen, wenn er von dessen Unschuld überzeugt ist.

Abel selbst kommt dabei nur selten auf seine Kosten, da er sich nicht scheut, für die konsequente Umsetzung seiner Kompromisslosigkeit große Nachteile in Kauf zu nehmen. Es gelingt ihm jedoch immer wieder, auch besonders schwierige Fälle zu lösen. Hierbei helfen ihm seine von ihm umschwärmte Assistentin Jane Kerschbaum, sowie manchmal auch Kommissar Holz aus dem Sittendezernat, später Kriminalkommissarin Annabelle.

Hintergrund/Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwalt Abel ist eine Fernsehfilmreihe für das ZDF. Sowohl die Romanadaptionen als auch die Originaldrehbücher und die einigen Filmen zugrunde liegenden gleichnamigen Kriminalromane stammen von Fred Breinersdorfer. Nachdem zuerst der Südwestfunk einen der Abel-Romane (Notwehr, 1988, Regie Peter Schulze-Rohr) mit Uwe Ochsenknecht in der Rolle des Anwalts erfolgreich verfilmt hatte, folgte die Verfilmung des zweiten Abel-Romans bei demselben Sender mit Thomas Heinze als Abel und Heinz Hoenig (Frohes Fest Lucie, 1992, die erste Regie von Roland Suso Richter). Für diesen Film allerdings musste Abel schon in „Zygl“ umbenannt werden, denn das ZDF hatte inzwischen die „Abel“-Verfilmungen übernommen.

Der erste Film mit Günther Maria Halmer und Dieter Pfaff als Voyeur und Vergewaltiger („Der Dienstagmann“, 1988, Regie Frank Guthke), war ein großer Publikumserfolg. Daraufhin beschloss die Programmdirektion des ZDF, in loser Reihe Krimis mit Günther Maria Halmer als Anwalt Abel zu senden. Alle 20 Filme wurden von Fred Breinersdorfer geschrieben und von der TV60Filmproduktion GmbH und Bernd Burgemeister produziert. „Anwalt Abel“ gehört neben „Liebling Kreuzberg“ zu den ersten Anwaltsserien im deutschen Fernsehen und ist genauso wie „Kreuzberg“ ein Klassiker des Formats. Die Reihe wurde zunächst am Montagabend ausgestrahlt und begründete mit anderen Formaten den „Samstag-Krimi“ im ZDF. Die Filme wurden von verschiedenen Regisseuren, darunter Frank Guthke, Marc Rothemund, Christian Görlitz und Carlo Rola inszeniert. Es spielten in Gastrollen unter anderen Bruno Ganz, Iris Berben, Gert Voss, Dieter Pfaff, Karoline Eichhorn und Suzanne von Borsody. Die Abel-Krimis wurden 2001 trotz anhaltenden Publikumserfolgs eingestellt. Studio Hamburg veröffentlichte alle 20 Episoden im Original ab Juli 2012 auf drei DVD-Editionen.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rolle
Günther Maria Halmer Jean Abel
Andrea L’Arronge Jane Kerschbaum
Vitus Zeplichal Kommissar Holz
Saskia Vester Kommissarin Annabelle

Episoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Episode Titel Jahr
1 Der Dienstagmann 1988
2 Noch Zweifel, Herr Verteidiger? 1991
3 Reiche Kunden killt man nicht 1991
4 Kaltes Gold 1992
5 Sprecht mir diesen Mörder frei 1993
6 Ihr letzter Wille gilt, Teil 1 1994
7 Ihr letzter Wille gilt, Teil 2 1994
8 Rufmord 1994
9 Ihre Zeugin, Herr Abel! 1996
10 Ein Richter in Angst 1996
11 Erpresserspiel 1997
12 Das schmutzige Dutzend 1997
13 Todesurteil für eine Dirne 1998
14 Die Spur des Mädchenmörders 1998
15 In tödlicher Gefahr 1999
16 Die Mörderfalle 1999
17 Das Geheimnis der Zeugin 2000
18 Der Voyeur und das Mädchen 2000
19 Zuckerbrot und Peitsche 2001
20 Salut, Abel! 2001

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]