Peter Schulze-Rohr

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Peter Schulze-Rohr (* 25. Mai 1926 in Leipzig; † 22. September 2007 in Lübeck) war ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Schulze-Rohr war das erstgeborene von fünf Kindern des Musikpädagogen und Orgelbauers Herbert Schulze (1895–1985) und der schweizerischen Pfarrerstochter Dorothea Rohr (1897–1990). Er wuchs in Leipzig und seit 1934 im Berliner Johannesstift auf. Mit 18 versah er seinen Wehrdienst bei der Marine am Bord der Admiral Scheer. Er gehörte zu den wenigen Überlebenden, als das Schiff im Kieler Hafen versenkt wurde. Nach dem Studium wurde er am Berliner Ensemble und am Schillertheater Regieassistent. Später arbeitete er als Journalist.

Im Januar 1958 heiratete er Christa Fest (1932–2004), Schwester des Historikers Joachim Fest.

Nach dem Ersten juristischen Staatsexamen ging Schulze-Rohr seiner echten Neigung nach: Er wurde 1960 Chefdramaturg beim Südwestfunk, 1964 bis 1969 Redakteur und Regisseur beim NDR-Fernsehspiel. Von 1970 bis 1978 war er als freier Regisseur und Drehbuchautor tätig und leitete von 1978 bis 1989 die Hauptabteilung Fernsehspiel und Musik des SWF.

Peter Schulze-Rohr wurde als Regisseur von Produktionen der Fernsehreihe Tatort und durch Hörspielinszenierungen bekannt. Er ist der Begründer der Nachwuchsreihe „Debüt im Dritten“.

1964 erhielt er für Der Bussard über uns von Margarete Jehn den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden und unter anderem den Goldenen Bildschirm (Kritikerpreis) (1970), den Jakob-Kaiser-Preis (1978), die Goldene Kamera (1986) und den Silbernen Leoparden beim Internationalen Filmfestival Locarno.

Für Hautnah bekam Schulze-Rohr den 'Preis in Locarno', die Goldene Kamera, den Goldenen Gong und den Adolf-Grimme-Preis.

Grab von Peter Schulze-Rohr mit dem Ehrengrab des Schwiegervaters Johannes Fest

Peter Schulze-Rohr war ein älterer Bruder des Architekten und Stadtplaners Jakob Schulze-Rohr (1930–2008).

Das Grab von Peter Schulze-Rohr befindet sich auf dem St. Matthias-Friedhof in Berlin-Tempelhof.[1]

Sein schriftlicher Nachlass befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Peter Schulze-Rohr
  2. Peter-Schulze-Rohr-Archiv Bestandsübersicht auf den Webseiten der Akademie der Künste in Berlin.