Armin Steigenberger

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Armin Steigenberger, 2017

Armin Steigenberger (* 7. Januar 1965 in Nürnberg) ist ein deutscher Autor.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin Steigenberger studierte Architektur an der TU München und arbeitete bis zum Jahr 2000 als Architekt. Seither ist er als freier Schriftsteller tätig, schreibt Rezensionen und organisiert Lesungen und Schreibseminare. Darüber hinaus moderiert er zwei Radiosendungen für LORA München und ist Mitherausgeber der Literaturzeitschrift außer.dem.[2] Er ist Mitglied der Lyrikgruppe Reimfrei[3] und war von 2008 bis 2011 Teilnehmer der Darmstädter Textwerkstatt bei Kurt Drawert. Gemeinsam mit Karin Fellner gilt er als eine der treibenden Kräfte bei der Entwicklung einer zeitgenössischen Münchner Lyrikszene.[4] Armin Steigenberger schreibt überwiegend Lyrik, veröffentlichte jedoch auch einen Roman und verfasst Theaterstücke. Zahlreiche Texte erschienen auch in Literaturzeitschriften (z. B. Das Gedicht, lauter niemand, NDL, Ostragehege) und Anthologien (z. B. Versnetze).

Steigenberger moderierte von 2007 bis 2015, zusammen mit Enrico Strathausen, die einstündige Radiosendung „Schöner Stottern“. Die Sendung bot Informationen zum Stottern, vor allem aber zur gesellschaftlichen Wahrnehmung des Stotterns und der damit verbundenen Ausgrenzung.[5] Die Sendung wurde als erfolgreicher Versuch wahrgenommen, der gesellschaftlichen Diskriminierung von stotternden Menschen entgegenzuwirken. Die Tatsache, dass beide Moderatoren selbst stotterten, stellte dabei eine Besonderheit dar und wurde als Enttabuisierung angesehen, da stotternde Menschen normalerweise keinen Zugang zu den Medien Radio und Fernsehen hätten.[6]

Armin Steigenberger ist verheiratet und lebt in München.

Einzeltitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Sonderpreis bei der Buchmesse im Ried, Stockstadt
  • 2013 2. Preis beim Literaturwettbewerb Stockstadt
  • 2009 1. Preis beim 11. Irseer Pegasus
  • 2006 in der letzten Auswahlrunde zum 3. Dramen-Wettbewerb der S. Onassis Public Benefit Foundation mit dem Theaterstück Planspiel und 3. Preis beim dO!PEN-Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Literaturport-Autorenlexikon: Armin Steigenberger, Vita; abgerufen 1. November 2018.
  2. Werner Theis: Interview mit Armin Steigenberger (zur Literaturzeitschrift außer.dem), in: Asphaltspuren 17, Juni 2012 (Online (Memento vom 8. Februar 2014 im Internet Archive); abgerufen 1. November 2018).
  3. Reimfrei, Autoren: Armin Steigenberger; abgerufen 1. November 2018.
  4. Nadja Schlüter, Tillmann Severin: Zum Rauchen in die Bibliothek, in: Jetzt, Online-Magazin der Süddeutschen Zeitung, 30. Mai 2013; abgerufen 1. November 2018.
  5. Webpräsenz Schöner Stottern; abgerufen 1. November 2018.
  6. Perlentaucher: TV/Radio-, Film- + Musik-News + TV-Kritik, 25. Oktober 2011; abgerufen 1. November 2018.
  7. Dominik Dombrowski: Wilde Musiken – „die fortsetzung des glücks mit anderen mitteln“ – Neue Lyrik von Armin Steigenberger, Rezension, signaturen-magazin.de, 24. März 2014; abgerufen am 1. November 2018.
  8. Astrid Nischkauer: rückwärtsdichten mit Armin Steigenberger, Rezension, fixpoetry.com, 9. Juli 2014; abgerufen am 1. November 2018.