Armin van Buuren

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Armin van Buuren (2014)

Armin van Buuren (* 25. Dezember 1976 in Leiden) ist ein niederländischer Dance-DJ und -Produzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren wurde 1976 im niederländischen Leiden geboren. Er wuchs in einer Musikerfamilie auf, sein Vater hatte einen Drang zu vielen verschiedenen Musikstilen, und sein Bruder Eller van Buuren ist Gitarrist. Dadurch war Armin seit seiner Kindheit fasziniert von der Musik und gab sein Geld immer wieder für neue Platten aus. Als er zehn Jahre alt war, gewann seine Mutter einen Computer, wodurch sein Interesse für ebenjene Geräte immer größer wurde und er ein Gefühl für das Technische bekam. Seit er seinen Onkel beim Experimentieren mit Sequenzern am Computer beobachtete, wollte auch Armin Musik produzieren. Im Alter von 14 Jahren kaufte er schließlich seinen ersten Sampler, nahm den Synthesizer seines Vaters und begann so, Musik zu machen.

Er ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Tätigkeit als Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert durch die Musik von Jean Michel Jarre und Ben Liebrand produzierte er elektronische Tanzmusik, und seit 1995 wurden zahlreiche Tracks auf unterschiedlichen Labels mit steigendem Erfolg veröffentlicht. Sein erster großer Erfolg war die Single Blue Fear, die 1997 erschien. Diese konnte ihm eine Chartplatzierung in den britischen Single-Charts verbuchen. Zwei Jahre später übertraf er mit der Single Communication den Erfolg, indem er bis auf Platz 18 der britischen Charts vorrückte. Parallel steigerte er seine Bekanntheit durch die Produktion von Remixe von Titeln wie Single Minded People (The Sunclub, 1997) und Gouryella (Gouryella, 1999).

Im Jahr 2001 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Perpetuous Dreamer mit Vocals von Elles de Graaf den Song The Sound of Goodbye. Dieser ermöglichte ihm einen Eintritt in die deutschen Single-Charts. Weiterhin erreichte er ein erstes Mal eine Platzierung in seiner Heimat.

2003 veröffentlichte er sein erstes Studio-Album 76. Mit der daraus ausgekoppelten Single Yet Another Day erschien ein zweiter Erfolg in seiner Heimat. Als dritte Single-Auskopplung veröffentlichte van Buuren die Single Burned With Desire, die sich in Großbritannien behaupten konnte. Eine Neuauflage von Blue Fear wurde als letzte Single aus seinem Debüt-Album veröffentlicht.

Bereits 1999 gründete van Buuren, zusammen mit „United Recordings“, das Label „Armind“. Durch den großen Erfolg gründete er 2003 zusammen mit Maykel Piron und David Lewis das unabhängige Label „Armada Music“. Heute hat „Armada Music“ mehr als zwanzig Sublabel, von denen eines „Armind“ ist, das seit 2005 nicht mehr zu „United Recordings“ gehört. Durch „Armada Music“ ermöglichte er zahlreichen Trance-Produzenten den Sprung zum kommerziellen Erfolg, darunter sind unter anderem Dash Berlin, W&W und Ørjan Nilsen. Alle drei Projekte gründeten zudem jeweils ein eigenes Imprint von „Armada Music“.

Im Juni 2005 erschienen Shivers sowie Serenity, die Hymne zur Sensation White 2005 in den Niederlanden. Letztere konnte ihm mit Platz 11 in seiner Heimat seinen bis dato größten Erfolg verbuchen. Beide erschienen als Vorab-Singles zu seinem gleichnamigen Studioalbum Shivers, das im August 2005 folgte. In den Folgejahren erschien eine ganze Reihe an Singles, von denen ein Großteil in die Single-Charts seiner Heimat vorrücken konnte. Der Track Rush Hour wurde als Hymne der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2007 verwendet.

Im Jahr 2008 erreichte er mit der Single In and Out of Love vom Album Imagine als erste seiner Singles die Top-10 in seiner Heimat. Imagine konnte bis auf Platz-eins der Album-Charts vorrücken. In den Vereinigten Staaten gelang ihm mit diesem erstmals eine Chartplatzierung. Das zwei Jahre später erschienene Album Mirage, das auch erstmals einen Charteintritt in Deutschland ermöglichte. Auf diesem waren Kollaborationen mit unter anderem Adam Young, Sophie Ellis-Bextor und Nadia Ali enthalten.

Am 29. Oktober 2013 veröffentlichte er mit dem kanadischen Sänger Trevor Guthrie das Lied This Is What It Feels Like. Dieses stellte eine sehr Pop-lastige Produktion dar und entwickelte sich zu einem weltweiten Charterfolg. Auch weitere Lieder des, kurz darauf veröffentlichten Studioalbums Intense orientierten sich an jenem Stil. Das Album erreichte Platz zwei in den Niederlanden und als erstes Armin-van-Buuren-Album eine Top-20-Platzierung in Deutschland. Mit dem Track D# Fat, der in Zusammenarbeit mit dem auf „Armada“ aktiven DJ-Duo W&W entstand, veröffentlichte er einen Song, der die Schnittstelle zwischen Trance- und der wachsenden Big-Room-Schiene traf.

Im Folgejahr veröffentlichte er mit dem Lied Save My Night, dessen Haupttrack durch einen Remix vom niederländischen DJ-Duo Blasterjaxx dargestellt wird, sowie mit der Single Ping Pong, dessen Titelsong in Form eines Remix’ von Hardwell erschien, zwei Produktionen, die sich deutlich von seinem sonst sehr Trance-lastigen Stil entfernen. Viel mehr orientierten sie sich am zu der Zeit populärem Electro-House beziehungsweise Big-Room. Dieser Stilwechsel wurde durch erste Teaser seines kommenden Studioalbums verstärkt.

2015 wurde Embrace als sein sechstes Studioalbum veröffentlicht. Die musikalische Weiterentwicklung wurde hier. Während er mit den vorherigen Alben hauptsächlich Trance veröffentlichte, erschien auf dem neuen Album EDM- und Electro-House-Musik. Dem Album vorangegangen war eine erste offizielle Kollaborationen mit dem House-DJ Hardwell, die sich deutlich in den Bereich des Big-Room einordnen ließ.[1] Die im Dezember 2015 erschienene Single If It Ain’t Dutch mit W&W führte diesen Stil fort.

2016 veröffentlichte van Buuren die EP Old Skool. Für diese nahm er Techno- und Trance-Klassiker neu auf. Die Remakes ließen sich in unterschiedliche Genres einordnen. Den erfolgreichsten Track stellte die Big-Room-Neuauflage des Liedes Dominator von Human Resources dar. Ende des Jahres 2016 erschien der Track Great Spirit. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit den beiden Psytrance-Projekten Vini Vici und Highlight Tribe und entwickelte sich zu einem Festival-Hit, der zugleich den steigenden Hype um das Genre verstärkte.

Im Juli 2017 veröffentlichte er das, in Zusammenarbeit mit Sunnery James & Ryan Marciano entstandene Lied You Are. Dieses entsprach dem Stil seiner Big-Room-Produktionen aus den vorherigen Jahren.

Tätigkeit als DJ[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren 2007 in New York

Armin Van Buuren kam in den frühen 1990er Jahren durch das Radio in Kontakt mit der niederländischen Dance-Szene. Sein erstes Engagement als DJ hatte er in einem örtlichen Club mit dem Namen "Nexus". Insbesondere seine Ferien nutzte der junge Nachwuchs-DJ exzessiv um aufzulegen. Dabei waren Auftritte in der Länge von sechs bis sieben Stunden keine Seltenheit.

Im Jahre 1999 traf er Dave Lewis, der ihn als DJ nach England und in die USA brachte. Zwei Jahre später, 2001, wurde er auf den 27. Platz der DJ-Liste des Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag gewählt. Dies führte zu einer erheblichen Steigerung seiner Popularität. Van Buuren hat seither in über 25 Ländern aufgelegt und war auch auf Musikfestivals wie der renommierten Sensation, dem Trance Energy oder Nature One zu sehen. Regelmäßig ist er in bekannten Clubs wie dem Amnesia (Ibiza, Spanien) oder dem Gatecrasher (Sheffield, England) zu sehen.

Ende 2002 stellte er im Club Eau (Den Haag) mit der Zeit von 12,5 Stunden den nationalen Rekord für das längste Liveset auf.

Zwischen 2003 und 2005 erreichte er bei der renommierten Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag jeweils Platz 3; 2006 wurde er Zweiter,[2] bevor er 2007 erstmals gewann.[3] Seither hat van Buuren viermal in Folge den ersten Platz in dieser Abstimmung belegt; er ist der erste DJ, der dies geschafft hat. In der Online-Abstimmung 2011 wurde er von David Guetta von Platz 1 verdrängt, aber 2012 schaffte es der renommierte und leidenschaftliche Niederländer, den ersten Platz wieder zurückzuerobern.

Am 19. April 2008 fand nach einjähriger Pause wieder eine „Armin Only“-Party in den Jaarbeurs-Hallen in Utrecht statt, zu der 16.000 Besucher kamen. Im Jahre 2010 wurde van Buuren mit der „Golden Harp“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird Künstlern und Interpreten verliehen, die einen besonderen Beitrag zur niederländischen Musik und Musikszene geliefert haben.[4]

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Inthronisation von König Willem-Alexander der Niederlande am 30. April 2013 gab er im Hafen von Amsterdam ein Konzert zusammen mit dem Königlichen Orchester. Der neue König unterbrach spontan seine Hafenrundfahrt und begrüßte den DJ und das Orchester persönlich auf der Bühne.[5]

2014 wurde er bei den Grammy Awards in der Kategorie „Best Dance Recording“ mit dem Titel „This Is What It Feels Like“ nominiert.[6]

Pseudonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren hat unter diversen Pseudonymen gearbeitet, welche nachfolgend aufgelistet sind:

  • Armania
  • Armin
  • Darkstar
  • E=mc²
  • Gimmick
  • Hyperdrive Inc.
  • Misteri A
  • Perpetuous Dreamer
  • Problem Boy
  • Rising Star
  • The Shoeshine Factory

Weiter wirkte van Buuren in verschiedenen Gemeinschaftsprojekten mit:

  • Alibi (zusammen mit Tiësto)
  • Electric Movement (zusammen mit M.I.K.E.)
  • Electrix (zusammen mit Floris Klinkert)
  • Gaia (zusammen mit Benno de Goeij)
  • Lilmotion (zusammen mit Dennis Verheugd und Sjaak Scheffer)
  • Major League (zusammen mit Tiësto)
  • Monsieur Basculant (zusammen mit Johan Cyber)
  • Red & White (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Technology (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Wodka Wasters (zusammen mit Olav Basoski)
  • DJ’s United (zusammen mit Paul Oakenfold und Paul van Dyk in einer Kooperation zugunsten der Opfer der Loveparade 2010)
  • Triple A (zusammen mit Alex M.O.R.P.H. und Ana Criado)

A State Of Trance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A State Of Trance (abgekürzt ASOT, englisch „Trancezustand“) ist der Titel einer wöchentlicher Radioshow, in der van Buuren die neuesten Tracks aus Trance und Progressive Trance in einem zweistündigen Set vorstellt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US NiederlandeNiederlande NL
2003 76
• United Recordings
38
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 2006
2005 Shivers
• Armada Music
23
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2008 Imagine
• Armada Music
157
(1 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2010 Mirage
• Armada Music
37*
(4 Wo.)
53
(1 Wo.)
3
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. September 2010
*: Chartplatzierung der German Edition, Standardedition erreichte Position 41 in DE
2013 Intense
• Armada Music, Kontor Records
16
(3 Wo.)
20
(2 Wo.)
26
(4 Wo.)
37
(3 Wo.)
65
(… Wo.)
2
(75 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2013
Wiederveröffentlichung: 15. November 2013 (The More Intense Edition)
2015 Embrace
• Armada Music
73
(1 Wo.)
82
(1 Wo.)
1
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Is Armin van Buuren still the “King of Trance”? In: youredm.com. Abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).
  2. Top100 DJs 2006, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  3. Top100 DJs 2007, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  4. Armin van Buuren won a Golden Harp Award, Trancetribe.com, abgerufen am 2. April 2010
  5. TV BFN um 21:00 Uhr
  6. Armin van Buuren’s GRAMMY Day: Trance Star Gives a Play-By-Play of His India-to-L.A. Sunday, Trancetribe.com, By Kerri Mason | January 28, 2014 4:50 PM EST
  7. Chartquellen: DE AT CH UK1 UK2 US NL Alben NL Singles

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Armin van Buuren – Sammlung von Bildern