Armin van Buuren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Armin van Buuren (2014)

Armin van Buuren (* 25. Dezember 1976 in Leiden) ist ein niederländischer Dance-DJ und -Produzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren wurde 1976 im niederländischen Leiden geboren. Er wuchs in einer Musikerfamilie auf, sein Vater hatte einen Drang zu vielen verschiedenen Musikstilen, und sein Bruder Eller van Buuren ist Gitarrist. Dadurch war Armin seit seiner Kindheit fasziniert von der Musik und gab sein Geld immer wieder für neue Platten aus. Als er zehn Jahre alt war, gewann seine Mutter einen Computer, wodurch sein Interesse für ebenjene Geräte immer größer wurde und er ein Gefühl für das Technische bekam. Seit er seinen Onkel beim Experimentieren mit Sequenzern am Computer beobachtete, wollte auch Armin Musik produzieren. Im Alter von 14 Jahren kaufte er schließlich seinen ersten Sampler, nahm den Synthesizer seines Vaters und begann so, Musik zu machen.

Er ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Tätigkeit als Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert durch die Musik von Jean Michel Jarre und Ben Liebrand produzierte er elektronische Tanzmusik, und seit 1995 wurden zahlreiche Tracks auf unterschiedlichen Labels mit steigendem Erfolg veröffentlicht. Sein erster großer Erfolg war Blue Fear (1997). Es folgten weitere Stücke wie etwa Communication (1999), welches im Jahre 2000 bis auf Platz 18 der britischen Charts stieg. Außerdem produzierte er Remixe von Titeln wie Single Minded People (The Sunclub, 1997) und Gouryella (Gouryella, 1999).

2003 veröffentlichte er sein erstes Studio-Album 76. 2004 veröffentlichte van Buuren die Single Burned With Desire und ein Jahr später, 2005, Shivers sowie Serenity, die Hymne zur Sensation White 2005 in den Niederlanden. Ebenfalls 2005 brachte er sein zweites Studioalbum namens Shivers heraus.

Bereits 1999 gründete van Buuren, zusammen mit United Recordings, das Label Armind. Durch den großen Erfolg gründete er 2003 zusammen mit Maykel Piron und David Lewis das unabhängige Label Armada Music. Heute hat Armada Music mehr als zwanzig Sublabel, von denen eines Armind ist, welches seit 2005 nicht mehr zu United Recordings gehört.

Mit dem 2015 veröffentlichten Album „Embrace“ vollzog van Buuren eine musikalische Weiterentwicklung: Während er mit den vorherigen Alben hauptsächlich Trance veröffentlichte, erschien auf dem neuen Album EDM- und House-Musik. Dem Album vorangegangen waren Kollaborationen mit dem House-DJ Hardwell, die die Genreverschiebung andeuten ließen.[1]

Tätigkeit als DJ[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren 2007 in New York

Armin Van Buuren kam in den frühen 1990er Jahren durch das Radio in Kontakt mit der niederländischen Dance-Szene. Sein erstes Engagement als DJ hatte er in einem örtlichen Club mit dem Namen "Nexus". Insbesondere seine Ferien nutzte der junge Nachwuchs-DJ exzessiv um aufzulegen. Dabei waren Auftritte in der Länge von sechs bis sieben Stunden keine Seltenheit.

Im Jahre 1999 traf er Dave Lewis, der ihn als DJ nach England und in die USA brachte. Zwei Jahre später, 2001, wurde er auf den 27. Platz der DJ-Liste des Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag gewählt. Dies führte zu einer erheblichen Steigerung seiner Popularität. Van Buuren hat seither in über 25 Ländern aufgelegt und war auch auf Musikfestivals wie der renommierten Sensation, dem Trance Energy oder Nature One zu sehen. Regelmäßig ist er in bekannten Clubs wie dem Amnesia (Ibiza, Spanien) oder dem Gatecrasher (Sheffield, England) zu sehen.

Ende 2002 stellte er im Club Eau (Den Haag) mit der Zeit von 12,5 Stunden den nationalen Rekord für das längste Liveset auf.

Zwischen 2003 und 2005 erreichte er bei der renommierten Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag jeweils Platz 3; 2006 wurde er Zweiter,[2] bevor er 2007 erstmals gewann.[3] Seither hat van Buuren viermal in Folge den ersten Platz in dieser Abstimmung belegt; er ist der erste DJ, der dies geschafft hat. In der Online-Abstimmung 2011 wurde er von David Guetta von Platz 1 verdrängt, aber 2012 schaffte es der renommierte und leidenschaftliche Niederländer, den ersten Platz wieder zurückzuerobern.

Am 19. April 2008 fand nach einjähriger Pause wieder eine „Armin Only“-Party in den Jaarbeurs-Hallen in Utrecht statt, zu der 16.000 Besucher kamen. Im Jahre 2010 wurde van Buuren mit der „Golden Harp“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird Künstlern und Interpreten verliehen, die einen besonderen Beitrag zur niederländischen Musik und Musikszene geliefert haben.[4]

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Inthronisation von König Willem-Alexander der Niederlande am 30. April 2013 gab er im Hafen von Amsterdam ein Konzert zusammen mit dem Königlichen Orchester. Der neue König unterbrach spontan seine Hafenrundfahrt und begrüßte den DJ und das Orchester persönlich auf der Bühne.[5]

2014 wurde er bei den Grammy Awards in der Kategorie „Best Dance Recording“ mit dem Titel „This Is What It Feels Like“ nominiert.[6]

Pseudonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin van Buuren hat unter diversen Pseudonymen gearbeitet, welche nachfolgend aufgelistet sind:

  • Armania
  • Armin
  • Darkstar
  • E=mc²
  • Gimmick
  • Hyperdrive Inc.
  • Misteri A
  • Perpetuous Dreamer
  • Problem Boy
  • Rising Star
  • The Shoeshine Factory

Weiter wirkte van Buuren in verschiedenen Gemeinschaftsprojekten mit:

  • Alibi (zusammen mit Tiësto)
  • Electric Movement (zusammen mit M.I.K.E.)
  • Electrix (zusammen mit Floris Klinkert)
  • Gaia (zusammen mit Benno de Goeij)
  • Lilmotion (zusammen mit Dennis Verheugd und Sjaak Scheffer)
  • Major League (zusammen mit Tiësto)
  • Monsieur Basculant (zusammen mit Johan Cyber)
  • Red & White (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Technology (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Wodka Wasters (zusammen mit Olav Basoski)
  • DJ’s United (zusammen mit Paul Oakenfold und Paul van Dyk in einer Kooperation zugunsten der Opfer der Loveparade 2010)
  • Triple A (zusammen mit Alex M.O.R.P.H. und Ana Criado)

A State Of Trance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A State Of Trance (abgekürzt ASOT, englisch „Trancezustand“) ist der Titel einer wöchentlicher Radioshow, in der van Buuren die neuesten Tracks aus Trance und Progressive Trance in einem zweistündigen Set vorstellt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US NiederlandeNiederlande NL
2003 76
Label: United Recordings
38
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 2006
2005 Shivers
Label: Armada Music
23
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2008 Imagine
Label: Armada Music
157
(1 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2010 Mirage
Label: Armada Music
37*
(4 Wo.)
53
(1 Wo.)
3
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. September 2010
*: Chartplatzierung der German Edition, Standardedition erreichte Position 41 in DE
2013 Intense
Label: Armada Music, Kontor Records
16
(3 Wo.)
20
(2 Wo.)
26
(4 Wo.)
37
(3 Wo.)
65
(… Wo.)
2
(75 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2013
Wiederveröffentlichung: 15. November 2013 (The More Intense Edition)
2015 Embrace
Label: Armada Music
73
(1 Wo.)
82
(1 Wo.)
1
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Is Armin van Buuren still the “King of Trance”? In: youredm.com. Abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).
  2. Top100 DJs 2006, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  3. Top100 DJs 2007, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  4. Armin van Buuren won a Golden Harp Award, Trancetribe.com, abgerufen am 2. April 2010
  5. TV BFN um 21:00 Uhr
  6. Armin van Buuren’s GRAMMY Day: Trance Star Gives a Play-By-Play of His India-to-L.A. Sunday, Trancetribe.com, By Kerri Mason | January 28, 2014 4:50 PM EST
  7. Chartquellen: DE AT CH UK1 UK2 US NL Alben NL Singles

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Armin van Buuren – Sammlung von Bildern