Arthur Maximilian Miller

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Arthur Maximilian Miller (* 16. Juni 1901 in Mindelheim; † 18. Februar 1992 in Ottobeuren) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhaus von A. M. Miller in Kornau

Nachdem er für drei Jahre die Präparandenschule in Mindelheim besucht hatte, ging Miller im Jahr 1918 nach Lauingen an der Donau auf die Lehrerbildungsanstalt. Nach seinem Abschluss absolvierte er Praktika an Volksschulen in Mindelheim, Wiggensbach, Ettringen und Haselbach (bei Ehekirchen). Zu dieser Zeit schrieb Miller auch sein erstes Buch Das Jahr der Reife, das von den schwierigen Lebensumständen eines Lehrers handelt.

Er machte 1924 die Anstellungsprüfung zum Schuldienst und lehrte an der Volksschule in Immenstadt. Im Jahr 1926 wurde Miller zum Lehrer ernannt. 1938 verließ er die Volksschule in Immenstadt und lehrte anschließend in Kornau bei Oberstdorf an einer kleinen Dorfschule.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges durfte Miller zwei Jahre lang seinen Beruf nicht ausüben, weil er sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befand. Im Jahr 1947 wurde er von der amerikanischen Militärregierung wieder als Lehrer eingesetzt und wurde 1955 zum Oberlehrer befördert. Jedoch ging er bereits im Jahr 1959 aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand. Miller wohnte weiterhin in Kornau und widmete sich ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit. 1989 übersiedelte er zusammen mit seiner Frau Magdalena (geb. Kleiner), die er 1930 geheiratet hatte, nach Ottobeuren. Magdalena ging ihm im Tod voraus. Miller fand seine letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof in Oberstdorf.

Nach seinem Tod übernahm der Bezirk Schwaben seinen Nachlass. Das Wohnhaus in Kornau (Hausnummer 51), seine Dichterei, ist weitgehend unverändert und kann besichtigt werden. Es gibt ein Bild von der Lebens- und Arbeitsatmosphäre des Schriftstellers.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abschied von Sirmio. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Besuch auf der Meersburg. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Das Christkind im Glasschrein. Mein Weihnachtsbuch. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Das Dorf ohne Kirchturm. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Der glückliche Hannibal. Brenner Verlag, Donauwörth. (Lebensgeschichte des allzeit fröhlichen Hannibal Biesle, Türmers, Cantors und Chorregenten zu Ilgenstadt)
  • Der Gral. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Der Herr mit den drei Ringen. Brenner Verlag, Donauwörth. (Lebensgeschichte von Abt Rupert Neß von Kloster Ottobeuren)
  • Das Jahr der Reife. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Jösses, dr Herrgott isch g'stohle. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Mein Schattentheater. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Das Ottobeurer Chorgestühl. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Die Poggermühle. Geschichte einer Mädchenfreundschaft. Herder Verlag, Freiburg 1957.
  • Schwäbische Bauernbibel. Predigten des Pfarrers Honorat Würstle von Spitzispui über die Genesis. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Schwäbische Weihnacht. Musikalisch umrahmt von schwäbischen Gruppen. CD, Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Schwätza isch a leichta Sach. A. M. Miller liest eine Auswahl seiner Gedichte mit Volksmusik aus Schwaben, CD, Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Das Vesperbild. Briefe der Not und der Tröstung. Brenner Verlag, Donauwörth.
  • Schwäbische Gedichte. Gesamtausgabe, Verlag M. Dietrich, Memmingen.
  • Briefe der Freundschaft mit Gertrud von Le Fort, Verlag M. Dietrich, Memmingen.
  • Der Sternenbaum, Verlag M. Dietrich, Memmingen.
  • Die Vorausgegangenen: Peter Dörfler und Joseph Bernhart. Verlag M. Dietrich, Memmingen.
  • Die wachen Stunden der Nacht. Ein Kopfkissenbuch für Ellgenie. Verlag M. Dietrich, Memmingen.
  • Als ich meine Hose zum erstenmal offiziell gebrauchte und andere Geschichten. Wißner-Verlag, Augsburg, ISBN 3-89639-255-7.
  • Das Büchlein vom reinen Leben. Verlag Michaels, Peiting.
  • Crescentia von Kaufbeuren. Das Leben einer schwäbischen Mystikerin. Christiana Verlag, Stein am Rhein.
  • Blitze breche ich! Zwei Zeitbücher aus dem Allgäu (enthält die Erzählungen Sankt Mange Hund und Dunkelstern), Bremen 1937
  • Der Affe des Bischofs. Novelle, Rothenburg 1958.
  • Die Kelter Gottes. München, Kempten 1950.
  • Bist du es? Roman eines Pharisäers. 1969.
  • Die Hammerschmiede. Bremen 1938.
  • Das Menschenbild, Braunschweig u.a. 1941.
  • Schwäbische Weihnacht. Weihnachtsgedichte in schwäbischer Mundart mit Illustrationen von Hugo Lange, Memmingen 1960.
  • Der Augsburger Chronist. Sein Leben und Werk. Bildschmuck von Roswitha Bitterlich, Donauwörth 1947.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimat und Frömmigkeit. Festschrift für Arthur Maximilian Miller, Hrsg. von L. Bossle, Würzburg 1981.
  • Textgenese im Detail: Eine Untersuchung am Beispiel von Arthur M. Millers Roman „Das nördliche Gestirn“, Iris Knöpfle, Wißner Verlag, Augsburg 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bundespräsidialamt