Arztassistent

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Arztassistent (englisch Physician Assistant) ist ein akademischer medizinischer Beruf. In einem Bachelorstudiengang, beispielsweise zum Nichtärztlichen Chirurgieassistenten, erwirbt der Arztassistent die formalen Voraussetzungen, um delegierbare Tätigkeiten selbständig auszuüben, die zuvor dem Arzt vorbehalten waren. Aufgabe des Arztassistenten ist es, einfache Behandlungen selbständig durchzuführen und Ärzten unter anderem bei Operationen zu assistieren. Damit soll das ärztliche Personal entlastet werden.[1]

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wird bisher an fünf Fachhochschulen ein Studiengang Physician Assistant angeboten: an der Steinbeis-Hochschule Berlin, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe, der Mathias Hochschule Rheine, der Hochschule Fresenius sowie der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Eine Ausbildung ist auch am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg möglich. Voraussetzung für das Studium ist eine Hochschulzugangsberechtigung; einige Anbieter richten sich zudem nur an Bewerber aus dem Gesundheitswesen, die schon über mehrere Jahre Berufserfahrung im Pflege- oder medizinisch-technischen Bereich verfügen.

Seit 2007 bildet der Klinikbetreiber Sana in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule Berlin Arztassistenten aus.[2]

In den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich ist das Berufsbild des Physician Assistant, der als nicht-ärztlicher Mitarbeiter operative Aufgaben übernimmt, schon länger etabliert. Es diente dem deutschen Modell als Vorbild.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nichtärztliche Chirurgieassistenz: Erfahrungen mit einem neuen Beruf. Abgerufen am 25. März 2014.
  2. Sabine Rieser: „Arztassistent, bitte übernehmen Sie!“ In: Deutsches Ärzteblatt, August 2007, S. 352. Abgerufen am 17. Oktober 2009.
  3. „Neues Berufsbild Arztassistenz“, Mitteilung des DHBW Karlsruhe vom 10. Oktober 2009. Abgerufen am 17. Oktober 2009.