Auderville

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Auderville
Wappen von Auderville
Auderville (Frankreich)
Auderville
Gemeinde La Hague
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg
Koordinaten 49° 43′ N, 1° 56′ WKoordinaten: 49° 43′ N, 1° 56′ W
Postleitzahl 50440
ehemaliger INSEE-Code 50020
Eingemeindung 1. Januar 2017

Die Landspitze von La Hague mit ihrem Leuchtturm

Auderville war eine französische Gemeinde mit zuletzt 254 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehörte zum Kommunalverband Communauté de communes de la Hague. Auderville ist ein Ortsteil der Gemeinde La Hague.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auderville war die normannische Gemeinde, die am westlichsten lag.
Der Ort Auderville liegt an der Nordwestseite des Kaps La Hague am Ärmelkanal, 800 Meter westlich der vormaligen Nachbargemeinde Saint-Germain-des-Vaux und 24 Kilometer nordwestlich von Cherbourg-Octeville.[1] Die Weiler La Roche, La Haye und Goury gehörten zur Gemeinde. Vor der Küste von La Hague verläuft in der Straße von Alderney, einer der stärksten Gezeitenströme Europas.
Die Gemeinde lag auf der Halbinsel Cotentin, im armorikanischen Massiv, nördlich von Jobourg. Cadomische Granite kommen zum Aufschluss [2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1656 bis zur Französischen Revolution (1789−1799) war die Familie Coulon de Couvert im Besitz der Ortschaft Auderville. Ihnen stand auch das Recht zu sämtliche wertvollen Teile aus Schiffbrüchen zu bergen und zu behalten. Schiffbrüche waren aufgrund des Raz Blanchard nicht selten.

Die Gemeinde Auderville wurde am 1. Januar 2017 mit 18 weiteren Gemeinden zur Gemeinde La Hague zusammengeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Phare de la Hague wurde 1834 von Charles-Félix Morice de la Rue (1800−1880) erbaut. Seit 1837 dient er als Leuchtturm. Er ist 52 Meter hoch. Das Leuchtsystem wurde mehrmals geändert. Die erste Lampe wurde mit Pflanzenöl betrieben, ab 1890 wurde eine Naphtha-Lampe mit sechs Dochten eingebaut und ab 1905 wurde Petroleum verwendet. Im gleichen Jahr wurde eine Metalltreppe eingebaut. Seit 1910 kann der Turm akustische Signale aussenden. Seit 1971 wird der Turm elektrisch betrieben. 1989 wurde der Turm automatisiert und die drei letzten Wächter versahen noch bis Mai 1990 ihren Dienst.[3]

Blick aus dem Kirchenschiff in den Chor

Die Kirche von Auderville wurde im 12. Jahrhundert erbaut, aus jener Zeit sind das Kirchenschiff und der Glockengiebel erhalten geblieben. Die Decke des Kirchenschiffs ist mit Lambris (Holzvertäfelung) verkleidet. Der Chor stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auderville ist von Weiden, Äckern und vom Meer umgeben. Wichtige Erwerbszweige der Audervillais sind die Zucht von Hausrindern und Hausschafen. Es gibt einen kleinen Hafen und eine Station der Société Nationale de Sauvetage en Mer (Nationale Seenotrettungsgesellschaft) in Goury. In Auderville gibt es mehrere Chambre d’hôtes (Gästezimmer).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Auderville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auderville auf annuaire-mairie.fr (französisch), abgerufen am 10. Dezember 2009
  2. Cadomische Granite Webseite Lithothèque de Normandie.
  3. Auderville in der Base Mérimée (französisch), abgerufen am 10. November 2009