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Audi Typ M

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Audi
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Audi Typ M
Typ M

Verkaufsbezeichnung Audi 18/70 PS
Produktionszeitraum 1924–1928
Klasse Oberklasse
Karosserieversionen Tourenwagen, Limousine, Pullman-Limousine, Cabriolet
Motoren Ottomotoren:
4,7 Liter
(70–80 PS)
Länge 5000 mm
Breite 1835 mm
Höhe 2050 mm
Radstand 3750–3850 mm
Leergewicht 2300–2500 kg

Nachfolgemodell Audi Typ R
„Gemischtbauweise“ der Karosserie: Bleche, die auf ein Skelett aus Holz genagelt sind
Sechszylindermotor mit Steigstrom­vergaser, rechts davon das Lenkgetriebe
Fahrgestell im August Horch Museum
Motor von 1926

Der Audi Typ M ist ein Pkw-Modell der 1920er Jahre. Die Audiwerke boten es unter der Marke Audi an.

Der Typ M war das erste Audi-Modell mit mehr als vier Zylindern. Es hat einen Sechszylinder-Reihenmotor. Jeder Zylinder hat 90 mm Bohrung und 122 mm Hub, was insgesamt 4657 cm³ Hubraum ergibt. Die Ausführungen der ersten Produktionsjahre leisten 70 PS, was auch zur Bezeichnung 18/70 PS führte (18 Steuer-PS und 70 PS Motorleistung). Die ab 1928 hergestellten Motoren leisten 80 PS. Damit erreichen die Fahrzeuge maximal 120 km/h.[1]

Der Motor hat eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle, Zwangsschmierung mit Ölkühler und eine thermostatisch geregelte Wasserkühlung. Er ist vorn im Fahrgestell eingebaut. Über ein Vierganggetriebe mit Schalthebel in der Wagenmitte treibt er die Hinterräder an.

Der Wagen hatte vorn und hinten eine blattgefederte Starrachse. Das Fahrgestell hat bei den ersten Ausführungen 3750 mm Radstand, bei den in 1928 produzierten Fahrzeugen 3850 mm Radstand. Die Spurweite beträgt einheitlich 1450 mm. Das reine Fahrgestell wiegt bei den ersten Ausführungen 1700 kg und 1900 kg ab 1927. Externe Karosseriebauunternehmen stellten die Karosserien her, daher hat jedes Fahrzeug andere Abmessungen. Als Richtwert gelten 5000 mm Länge, 1835 mm Breite und 2050 mm Höhe. Für offene Tourenwagen sind zunächst 2300 kg Leergewicht angegeben, während für Limousinen der Wert 100 kg höher liegt. Fahrzeuge ab 1926 sind 100 kg schwerer.[1] Des Weiteren sind Tourenwagen Einige Besonderheiten: Der aus einer Aluminiumlegierung gefertigte Motorblock ist glattflächig gestaltet; die obenliegende Nockenwelle wird von einer Königswelle angetrieben; erstmals wird die Ansaugluft gefiltert. Ein im Getriebe untergebrachter Kompressor erleichtert das Aufpumpen der Reifen. Als erster Audi hat dieses Modell hydraulisch betätigte Vierradbremsen.

Nachfolger wurde der Typ R.

Produktionszahlen

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1923 entstanden zwei Prototypen. Die Serienfertigung lief von 1924 bis 1928 und umfasste 228 Fahrzeuge.[1]

Heute existieren noch drei Fahrzeuge und ein Fahrgestell. Eine Limousine als Schnittmodell steht im Audi museum mobile in Ingolstadt, ein Fahrgestell im August Horch Museum in Zwickau und ein zum Feuerwehrauto umgebautes Fahrzeug in der Abteilung Feuerwehr- und Technikmuseum des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt.[2]

Technische Daten

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Typ M (18/70 PS)
Baujahre 1924–1928
Aufbauten Tourenwagen, Limousine, Pullman-Limousine, Cabriolet
Motor Reihen-Sechszylinder-Viertakt-Ottomotor
Ventilsteuerung OHC-Ventilsteuerung mit Königswelle
Bohrung × Hub 90 mm × 122 mm
Hubraum 4657 cm³
Nennleistung 70–80 PS bei 2500/min
Verbrauch 20–25 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h, Dauergeschwindigkeit 100 km/h
Leergewicht 2300–2500 kg
Länge 5000 mm
Breite 1835 mm
Höhe 2050 mm
Radstand 3750–3850 mm
Spur 1450 mm
Commons: Audi Typ M – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 223.
  2. Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 95–106.