Aurealis Award

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Der Aurealis Award for Excellence in Speculative Fiction ist ein jährlich vergebener Literaturpreis für australische Science Fiction-, Fantasy- und Horrorliteratur. Der Preis wird seit 1996 und ausschließlich an Australier verliehen.

Entstehung und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wurde der Aurealis Award vom Verlag des „Aurealis“-Magazines, Chimaera Publications, zum ersten Mal verliehen. Er soll die beiden anderen wichtigen Phantastik-Preise Australiens, den Ditmar Award und den Australian Children's Book Council Award, ergänzen. Anders als bei diesen Literaturpreisen findet beim Aurealis Award eine Unterscheidung nach Genres und Leseralter statt. Zudem werden die Gewinner von einer Gruppe von mindestens drei Juroren ermittelt, die jeweils für eine Kategorie verantwortlich sind.

Seit 2004 hat Fantastic Queensland die Verwaltung der Aurealis Awards übernommen. Fantastic Queensland ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für australische Phantastik einsetzt.

Juroren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine unabhängige Gruppe, mindestens bestehend aus drei Juroren (inklusive eines Vorsitzenden) je Kategorie, wählt die Finalisten und Gewinner des Aurealis Awards. Die Juroren sind Freiwillige aus verschiedenen Berufszweigen, die aber alle mit der Produktion von Phantastik-Literatur verbunden sind, z.B. aus Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken. Schriftsteller, Akademiker und Buchliebhaber können auch als Juroren fungieren.

Sollten die Juroren zu keiner Entscheidung kommen, greift der Koordinator ein.

Entwicklung der Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde jeweils ein Preis für die beste Kurzgeschichte und den besten Roman in den Kategorien Science Fiction, Fantasy, Horror sowie Young Adult vergeben.

2001 wurde eine neue Kategorie für Kinderbücher eingeführt. Während die Kategorie Young Adult auf eine Leserschaft im Alter zwischen 12 und 16 Jahren zielt, werden die Preise in der Children’s-Kategorie an Werke verliehen, die für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren geeignet sind. Anzumerken ist, dass es in diesen beiden Kategorien nicht zwischen den Subgenres der Phantastik unterschieden wird.

2002 wurde der Peter McNamara Conveners' Award for Excellence, benannt nach dem früheren Vorsitzenden Peter McNamera, zum ersten Mal verliehen. Er kann von den Vorsitzenden der einzelnen Jurorengruppen für besondere Leistungen um die Phantastik (oder verwandte Bereiche) vergeben werden, entweder für eine einmalige Leistung oder für das gesamte Lebenswerk eines Autors. Möglich ist die Vergabe beispielsweise für einen Sachtext, eine Sammlung oder Anthologie, eine spezielle Veranstaltung, einen Workshop oder ein Computerspiel, insofern dadurch der Phantastik-Literatur Australiens Ehre und/oder Aufmerksamkeit zuteilwird.

Zudem wird noch der Golden Aurealis, nach Abstimmung aller Vorsitzenden, an einen der Gewinner der anderen Kategorien verliehen.

Aktuelle Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Momentan werden Awards in den Hauptkategorien Science Fiction, Fantasy, Horror, Young Adult und Children's vergeben. Ausgezeichnet wird jeweils eine Kurzgeschichte, bzw. ein kürzeres Werk und ein Roman. Weiterhin gibt es Preise für die beste Anthologie bzw. Sammlung von Werken eines Autors und für das beste illustrierte Buch bzw. die beste Graphic Novel.

Weiterhin werden der Golden Aurealis und der Peter McNamara Convenors' Award for Excellence verliehen.

Gewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garth Nix führt die Reihe der Aurealis-Award-Gewinner mit 8 gewonnenen Auszeichnungen in den Jugend- und Kinder-Kategorien für seine Fantasy-Reihen „Das Alte Königreich“ und „Die Schlüssel zum Königreich“ an. Mit 7 gewonnenen Preisen folgt Sean Williams, der für Werke für Erwachsene in allen Unterkategorien ausgezeichnet wurde. Isobelle Carmody wurden immerhin noch fünf Preise im Bereich der Jugendliteratur verliehen.

Preisträger der Kategorie Science Fiction[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste mit Nominierten und Jury unter Aurealis Award/Science Fiction

1996

  • Greg Egan: Distress (Roman)
  • Greg Egan: Luminous (Kurzgeschichte)

1997

1998

1999

2000

  • Greg Egan: Teranesia (Roman)
  • Chris Lawson: Written in Blood (Kurzgeschichte)

2001

  • Sean McMullen: The Miocene Arrow (Roman)
  • Damien Broderick: Infinite Monkey (Kurzgeschichte)

2002

2003

  • Damien Broderick: Transcension (Roman)
  • Sean McMullen: Walk to the Full Moon (Kurzgeschichte)

2004

2005

  • Maxine McArthur: Less Than Human (Roman)
  • Brendan Duffy: Come to Daddy (Kurzgeschichte)

2006

2007

  • Damien Broderick: K-Machines (Roman)
  • Sean Williams: The Seventh Letter (Kurzgeschichte)

2008

2009

  • K. A. Bedford: Time Machines Repaired While-U-Wait (Roman)
  • Simon Brown: The Empire (Dreaming Again) (Kurzgeschichte)

2010

  • Andrew McGahan: Wonders of a Godless World (Roman)
  • Peter M. Ball: Clockwork, Patchwork and Ravens (Kurzgeschichte)

2011

  • Marianne de Pierres: Transformation Space (Roman)
  • K. J. Bishop: The Heart of a Mouse (Kurzgeschichte)

2012

  • Kim Westwood: The Courier's New Bicycle (Roman)
  • Robert N. Stephenson: Rains of la Strange (Kurzgeschichte)

2013

  • Daniel O'Malley: The Rook (Roman)
  • Margo Lanagan: Significant Dust (Kurzgeschichte)

2014

  • Max Barry: Lexicon (Roman)
  • Kaaron Warren: Air, Water, and the Grove (Kurzgeschichte)

2015

  • Marianne de Pierres: Peacemaker (Roman)
  • Thoraiya Dyer: Wine, Women, and Stars (Kurzgeschichte)

2016

  • Amie Kaufman und Jay Kristoff: Illuminae (Roman)
  • Garth Nix: By Frogsled and Lizardback to Outcast Venusian Lepers (Novelle)
  • Sean Williams: All the Wrong Places (Kurzgeschichte)

Preisträger der Kategorie Children's[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002

2003

2004

  • Garth Nix: The Keys to the Kingdom, Book 1: Mister Monday (Long Fiction)
  • Natalie Jane Prior: Lily Quench and the Lighthouse of Skellig Mor (Short Fiction)

2005

2006

  • Garth Nix: The Keys to the Kingdom, Book 3: Drowned Wednesday (Long Fiction)
  • Stephen Axelsen: Piccolo & Annabel 2: The Disastrous Party (Short Fiction)

2007

  • Mardi McConnochie: Melissa Queen of Evil (Long Fiction)
  • Jane Godwin: The True Story of Mary Who Wanted to Stand on Her Head (Short Fiction)

2008

2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]