Backhousia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Backhousia
Backhousia citriodora

Backhousia citriodora

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Backhousieae
Gattung: Backhousia
Wissenschaftlicher Name
Backhousia
Hook. & Harv.

Backhousia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die etwa zwölf Arten kommen ursprünglich nur in den australischen Bundesstaaten Queensland, New South Wales und Western Australia vor.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration von Backhousia myrtifolia
Zweig mit Laubblättern und Blütenständen von Backhousia citriodora
Zweig mit gegenständigen Laubblättern und Blütenstand von Backhousia myrtifolia
Stamm mit Brettwurzeln von Backhousia sciadophora

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Backhousia-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume. Sie enthalten ätherische Öle.[1]

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Auf den einfachen Blattspreiten sind die Blattadern deutlich erkennbar. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.[1]

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seiten- oder endständigen Blütenstände sind je nach Art unterschiedlich aufgebaut. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf oder selten vier freien, auffälligen, haltbaren Kelchblätter sind manchmal kronblattartig. Die fünf oder selten vier freien, haltbaren Kronblätter sind meist kleiner als die Kelchblätter. Die vielen fertilen, freien Staubblätter sind in mehreren Kreisen angeordnet. Zwei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In zentralwinkelständiger Plazentation sind wenige Samenanlagen U-förmig angeordnet. Der lange Griffel endet in einer einfachen Narbe.[1]

Früchte und Samen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden meist dünnwandige Schließfrüchte, selten Spaltfrüchte gebildet, die meist nur einen oder zwei Samen enthalten. Kelch- und Kronblätter sind auf den Früchten erkennbar. Die Samen sind abgeflacht eiförmig.[1]

Systematik, Verbreitung und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Backhousia wurde 1845 durch William Jackson Hooker und William Henry Harvey in Botanical Magazine, Tafel 4133 aufgestellt.[2][3] Als Lectotypusart wurde 1956 Backhousia myrtifolia Hook. & Harv. festgelegt.[3]

Die Gattung Backhousia gehört zur Tribus Backhousieae in der Unterfamilie Myrtoideae innerhalb der Familie der Myrtaceae.[4]

Die Gattung Backhousia kommt mit etwa zwölf Arten in Australien in den Bundesstaaten Queensland (elf Arten), New South Wales (vier Arten) und Western Australia (eine Art) vor.[1][3] Keine Art gilt als bedroht.[5]

Seit 2012 gibt es etwa zwölf Backhousia-Arten:[6][3]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die intensiv nach Zitronen duftende Backhousia citriodora (englisch „Lemon Ironwood“) wird als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mark G. Harrington, Betsy R. Jackes, Matthew D. Barrett, Lyn A. Craven, Russell L. Barrett: Phylogenetic revision of Backhousieae (Myrtaceae): Neogene divergence, a revised circumscription of Backhousia and two new species. In: Australian Systematic Botany, Volume 25, Issue 6, Dezember 2012, S. 404–417. doi:10.1071/SB12015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Peter G. Wilson: Eintrag in der New South Wales Flora Online. letzter Zugriff am 22. Januar 2013
  2. Backhousia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 22. Januar 2013.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. letzter Zugriff am 22. Januar 2013
  4. Backhousia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen im 22. Januar 2013.
  5. EPBC Act List of Threatened Flora. letzter Zugriff am 22. Januar 2013
  6. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Backhousia - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. (letzte Änderungen nach R. Govaerts, N. Sobral, P. Ashton, F. Barrie, B. K. Holst, L. L. Landrum, K. Matsumoto, F. Fernanda Mazine, E. Nic Lughadha, C. Proença & al.: World Checklist of Myrtaceae, Kew Publishing, Royal Botanic Gardens, Kew, 2008, S. 1–455.) Zuletzt eingesehen am 28. Januar 2015

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J.J. Brophy, R.J. Goldsack, C.J. Fookes, P.I. Forster: Leaf oils of the genus Backhousia (Myrtaceae). In: Journal of Essential Oil Research, Volume 7, 1995, S. 237–254.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Backhousia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien