Badischer Handball-Verband

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Badischer Handball-Verband (BHV)
Logo des Badischen Handball-Verbandes (BHV)
Gründung 17. März 1958
(1. Eintragung im Vereinsregister)[1]
Region BHV Badischer Handball Verband.svg
Präsident/in Holger Nickert
Vereine (ca.) 156 (Stand: 1. Januar 2016)
Mitglieder (ca.) 37.518 (Stand: 1. Januar 2016)
Mannschaften (ca.) 1.140 (Stand: 1. Juli 2015)
Sitz Karlsruhe
Website www.badischer-handball-verband.de

Der Badische Handball-Verband e. V. (BHV) mit Sitz in Karlsruhe ist ein Landesverband innerhalb des Deutschen Handballbundes.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband zählt 37.518 Mitglieder in seinen 156 Vereinen mit insgesamt 1.140 Mannschaften. Er ist somit der viertgrößte Sportfachverband im Badischen Sportbund Nord (Stand: 1. Januar 2016).

Die höchsten Spielklassen des BHV sind die Badenliga Männer und die Badenliga Frauen. Der jeweilige Badische Meister steigt in die Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) auf. Diese wurde zur Saison 2000/2001 neu gegründet und wird von den drei baden-württembergischen Verbänden gemeinsam getragen. Unterhalb der Badenliga wurden 1981/1982 die beiden Landesligen Nord und Süd eingeführt, die auch direkt dem BHV unterstehen. Seit der Saison 2016/2017 ist zwischen der Badenliga und den Landesligen noch die eingleisige Verbandsliga angesiedelt.

Der BHV ist gegliedert in sechs Handballkreise, in deren Zuständigkeit der Spielbetrieb in den Klassen unterhalb der Landesligen fällt.

Eine Besonderheit stellt der Kreis Neckar-Odenwald-Tauber dar, der spieltechnisch teilweise dem Handballverband Württemberg angegliedert ist. Dagegen spielen beispielsweise der TSV Birkenau und der TSV Viernheim in den BHV-Spielklassen mit, obwohl beide zum hessischen Regierungsbezirk Darmstadt gehören.

Engagement des Badischen Handball-Verbandes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderhandball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Handballsport in den Schulen zu fördern steht im Fokus des verbandsübergreifenden Projekts "Handball bewegt Schule"[2].

Personalentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher hat der Verband mehr als 960 Schülermentoren ausgebildet und den Einsatz von Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes in Baden forciert. Dadurch können den Vereinen die benötigten Übungsleiter bereitgestellt und der Nachwuchs an ehrenamtliche Arbeit herangeführt werden.

Ausbildungskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BHV hat das Ziel möglichst jedem Trainer die Absolvierung einer Grundausbildung zu ermöglichen. Mit der Schülermentorenausbildung, den dezentralisierten Lehrgängen und dem renommierten Referentenpool bietet der BHV hierzu seinen Vereinen eine auf alle Zielgruppen abgestimmte Ausbildungsstruktur an.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im BHV sind momentan vier integrative Trainingsgruppen mit Menschen mit Behinderung aktiv. Dem Thema Suchtprävention nimmt sich der BHV in Kooperation mit dem trockenen Alkoholiker Frank Milbich an.[3]

Leistungssport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 haben Teams des badischen Handball-Verbands sechsmal die Deutsche Meisterschaft der Auswahlmannschaften (Länderpokal) gewonnen und sind zweimal Vizemeister geworden. Aus den Reihen des BHV gingen allein seit 2009 21 Spielerinnen und 22 Spieler in die Jugend- und Juniorennationalmannschaften des DHB über. Ebenso durchliefen die aktuellen und ehemaligen Nationalspieler und Topstars Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Christian Zeitz die Auswahlteams des BHV.

Kurzchronik sportlicher Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahlmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997: Team Baden (m80) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2006: Team Baden (m89) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2007: Team Baden (m90) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2009: Team Baden (w93) - 2. Platz Deutscher Jugend-Länderpokal
2010: Team Baden (m93) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2010: Team Baden (w94) - 3. Platz Deutscher Jugend-Länderpokal
2011: Team Baden (m94) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2012: Team Baden (w96) - Deutscher Jugend-Länderpokalsieger
2013: Team Baden (w97) - 2. Platz Deutscher Jugend-Länderpokal
2014: Team Baden (m97) - 3. Platz Deutscher Jugend-Länderpokal
2014: Team Baden (w98) - 3. Platz Deutscher Jugend-Länderpokal

Vereinsmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1933: SV Waldhof Mannheim - Deutscher Meister (Großfeld, Deutsche Sportbehörde)
1939: VfR Mannheim/Frauen - Deutscher Meister (Großfeld)
1941: VfR Mannheim/Frauen - Deutscher Meister (Großfeld)
1947: SV Waldhof Mannheim - Deutscher Vize-Meister (Großfeld)
1948: SV Waldhof Mannheim - Deutscher Vize-Meister (Großfeld)
1949: TSV Rintheim - Süddeutscher Meister (Halle)
1953: TSV 05 Rot - Süddeutscher Meister (Halle)
1956: SG Leutershausen - Deutscher Vize-Meister (Großfeld)
1957: SG Leutershausen - Deutscher Vize-Meister (Großfeld)
1964: SG Leutershausen - Süddeutscher Meister (Halle)
1966: SG Leutershausen - Deutscher Vize-Meister, Süddeutscher Meister (Halle)
1968: SG Leutershausen - Deutscher Meister (Halle) und Deutscher Vize-Meister, Staffel-Meister BL Süd (Großfeld)
1969: SG Leutershausen - Deutscher Vize-Meister, Staffel-Meister Bundesliga Süd (Halle) und Deutscher Meister (Großfeld)
1969: TSV Birkenau - Vize-Meister Bundesliga Süd (Großfeld)
1970: SG Leutershausen - Finalist im Europapokal (Großfeld)
1970: SG Leutershausen - Staffel-Meister Bundesliga Süd (Großfeld)
1972: VfR Mannheim/Frauen - Deutscher Meister (Kleinfeld)
1974: TSV Birkenau - Deutscher Meister (Großfeld)
1992: SG Leutershausen - Deutscher Vizemeister (Halle)
2006: Rhein-Neckar Löwen - Finalist im DHB-Pokal (Halle)
2007: Rhein-Neckar Löwen - Finalist im DHB-Pokal (Halle)
2008: Rhein-Neckar Löwen - Finalist im Europapokal der Pokalsieger (Halle)
2009: Rhein-Neckar Löwen - Halbfinalist im DHB-Pokal (Halle)
2009: Rhein-Neckar Löwen - Halbfinalist in der EHF Champions League (Halle)
2010: Rhein-Neckar Löwen - Finalist im DHB-Pokal (Halle)
2011: Rhein-Neckar Löwen - Halbfinalist in der EHF Champions League (Halle)
2011: Rhein-Neckar Löwen - Halbfinalist im DHB-Pokal (Halle)
2012: Rhein-Neckar Löwen - Halbfinalist in der EHF Champions League (Halle)
2013: Rhein-Neckar Löwen - EHF-Cup-Sieger (Halle)
2014: Rhein-Neckar Löwen - Deutscher Vizemeister (Halle)
2015: Rhein-Neckar Löwen - Deutscher Vizemeister (Halle)
2016: Rhein-Neckar Löwen - Deutscher Meister (Halle)

Aktuelle badische Bundesligisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2016/2017 ist der BHV mit elf Mannschaften in den Bundesligen und der 3. Liga vertreten: Bei den Männern mit den Rhein-Neckar Löwen in der 1. Bundesliga, mit der SG Leutershausen in der 2. Bundesliga, der SG Nußloch, dem TVG Großsachsen, der SG Kronau/Östringen II, der TGS Pforzheim, der SG Pforzheim/Eutingen und der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Südstaffel der zur Saison 2010/2011 neugegründeten 3. Liga, sowie bei den Frauen mit der TSG Ketsch in der 2. Bundesliga und der HSG TB/TG 88 Pforzheim sowie dem TSV Birkenau in der 3. Liga.

Verein Jahre in der Bundesliga Jahre in der 2. Bundesliga Jahre in der 3. Liga gesamt
Rhein-Neckar Löwen 13 (2003/04, seit 2005) 2 (2002/03, 2004/05) 15
SG Leutershausen 17 (1966–1977, 1988/89, 1990–1995) 22 (1981–1988, 1989/90, 1995–2006, 2012–2014, seit 2016) 4 (2010–2012, 2014–2016) 43
HG Oftersheim/Schwetzingen 5 (2004–2009) 1 (seit 2016) 6
TVG Großsachsen 6 (2011/11, seit 2012) 6
SG Kronau/Östringen II 5 (seit 2012) 5
TGS Pforzheim 4 (seit 2013) 4
SG Nußloch 3 (seit 2014) 3
SG Pforzheim/Eutingen 2 (2010/2011, seit 2016) 2
TSG Ketsch (Frauen) 5 (1994/95, 1999/2000, 2005–2008) 15 (1992–1994, 1995–1999, 2000–2005, 2008–2010, 2011/2012, seit 2016) 5 (2010/11, 2012–2016) 25
HSG TB/TG 88 Pforzheim (Frauen) 5 (1994/95, 1999/2000, 2005–2008) 14 (1992–1994, 1995–1999, 2000–2005, 2008–2010, 2011/2012) 6 (2010/11, seit 2012) 25
TSV Birkenau (Frauen) 0 0 1 (seit 2016) 1

Ehemalige badische Bundesligisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Jahre in der Bundesliga Jahre in der 2. Bundesliga gesamt
TSV 1896 Rintheim 9 (1969–1977 und 1978/79) 7 (1988/89 und 1990–1996) 16
TSV Birkenau 4 (1966–1969 und 1979/80) 5 (1981–1986) 9
TSV Oftersheim 8 (1983–1991) 8
TSV Baden Östringen 7 (1995–2002) 7
TSV 05 Rot 7 (1981–1988) 7
TV 1864 Schwetzingen 2 (1994–1996) 2
HSG Kronau/Bad Schönborn 2 (2000–2002) 2

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Jahre in der Bundesliga Jahre in der 2. Bundesliga gesamt
TSV Malsch 6 (1979–1985) 2 (1989–1991) 8
VfR Mannheim 4 (1975–1979) 4
TSG Weinheim 3 (1977–1980) 3
Post SV Karlsruhe 1 (1975/76) 1

Verbandsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt sechs Handballkreise im Badischen Handballverband: Bruchsal, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim und Neckar-Odenwald-Tauber. Der Handballkreis Neckar-Odenwald-Tauber wurde dabei im Jahre 2015 aus den beiden ehemaligen Kreisen Tauberbischofsheim/Buchen und Mosbach gegründet.

Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Präsident: Holger Nickert (Frankfurt)
  • Vizepräsident Finanzen: Hartmut Bode (Pforzheim)
  • Vizepräsident Spieltechnik: Harry Sauer (Eppelheim)
  • Vizepräsident Schule und Breitensport: Sara Schmechel (Holzgerlingen)
  • Vizepräsident Jugend und Leistung: n.n.
  • Vizepräsident Recht: Peter Hartmann (Schriesheim)
  • Vizepräsident Schiedsrichterwesen: Ulrich Schuler (Mannheim)
  • Vorsitzender Kreis Bruchsal: Uwe Grammel (Forst)
  • Vorsitzender Kreis Heidelberg: Jürgen Brachmann (Leimen)
  • Vorsitzender Kreis Karlsruhe: Franz Schneider (Ettlingen)
  • Vorsitzender Kreis Mannheim: Andreas Pfrang (Weinheim)
  • Vorsitzender Kreis Pforzheim: Thomas Dörflinger (Pforzheim)
  • Vorsitzender Kreis Neckar-Odenwald-Tauber: Bernhard Spitznagel (Grünsfeld-Hausen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handballkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bhv-online.de/Verband/Historie/tabid/85/Default.aspx
  2. "Handball bewegt Schule"
  3. Suchtprävention: Die Kiste Bier nach dem Spiel und dann..... Pestalozzi-Schule Liedolsheim, abgerufen am 30. Juni 2013.