Bahnstrecke Lüneburg–Soltau

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Lüneburg–Soltau
Bahnhof Lüneburg Süd: Lokschuppen und Gleise (2012)
Bahnhof Lüneburg Süd: Lokschuppen und Gleise (2012)
Streckennummer:9111
Kursbuchstrecke (DB):ehem. 162, 109b
Streckenlänge:57,13 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17 
Höchstgeschwindigkeit:50 km/h
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von Buchholz / von Hamburg
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Lüneburg West
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nach Hannover
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nach Dannenberg
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0,0 Lüneburg Süd 12,7 m
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Friedrich-Ebert-Brücke
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Gleisende
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1,1 Lokschuppen
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Anschluss Lüneburger Wachsbleiche und Saline
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1,3 Verbindungsgleis zur DB
   
Anschluss Wälz- und Gelenklager Lüneburg
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Ilmenau
Haltepunkt, Haltestelle
2,4 Lüneburg-Kurpark 23,1 m
   
zur Saline
   
ehemals geplante Strecke nach Salzhausen
Haltepunkt, Haltestelle
3,6 Oedeme 34,3 m
Bahnhof, Station
5,0 Rettmer 33,16 m
Straßenbrücke
B 209
   
Gleisanschluss Norsk Hydro Agrar
Bahnhof, Station
9,4 Melbeck-Embsen 42,7 m
   
Gleisanschluss Raiffeisen
Haltepunkt, Haltestelle
12,8 Heinsen 49,4 m
Bahnhof, Station
15,9 Drögennindorf 90,9 m
Haltepunkt, Haltestelle
19,8 Schafstall 109 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Lopau
Bahnhof, Station
22,4 Amelinghausen-Sottorf 64,67 m
Bahnhof, Station
27,4 Soderstorf 53,57 m
   
Luhe
Haltepunkt, Haltestelle
30,2 Schwindebeck 53,37 m
Haltepunkt, Haltestelle
31,7 Grevenhof 63,8 m
Haltepunkt, Haltestelle
33,8 Steinbeck (Luhe) 69,0 m
   
Kleinbahn von Winsen (Luhe)
Bahnhof, Station
36,2 Hützel (Lüneb) 69,9 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Brunau
Bahnhof, Station
39,5 Bispingen 81,68 m
Haltepunkt, Haltestelle
41,3 Luhegrund
Straßenbrücke
A 7[1]
   
44,2 Timmerloh 101,4 m
   
47,2 Harmelingen 86,0 m
Bahnhof, Station
48,8 Hambostel 82,0 m
Haltepunkt, Haltestelle
53,2 Harber 62,2 m
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von Uelzen
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von Buchholz
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von Celle
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57,1 Soltau Süd
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Verbindungsgleis zur DB
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57,5 Soltau (Han) 61,12 m
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nach Walsrode
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nach Neuenkirchen
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nach Bremen

Die normalspurige Bahnstrecke Lüneburg–Soltau der Osthannoverschen Eisenbahnen befindet sich in Niedersachsen. Es findet Güterverkehr statt, gelegentlich verkehren Museumszüge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Juni 1913 wurde nach längeren Vorplanungen die 57 Kilometer lange Strecke von Lüneburg nach Soltau durch die Kleinbahn Lüneburg–Soltau eröffnet. Diese war am 15. Februar 1911 vom Preußischen Staat, der Provinz Hannover sowie den Kreisen Lüneburg und Soltau gegründet worden.

Sie führte von Lüneburg mitten durch die Lüneburger Heide über Amelinghausen-Sottorf und Hützel. Hier mündet die Bahnstrecke Winsen–Hützel, die von der Kleinbahn Winsen–Evendorf–Hützel gebaut worden war. Schließlich erreichte sie den Knotenpunkt Soltau, wo es einen gemeinsamen Bahnhof mit der Bahnstrecke Celle–Soltau und ab 1920 auch zur Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen gab, daneben auch die Übergangsmöglichkeit zur Staatsbahn. Die Betriebsführung der Bahn lag vom 1. Juni 1923 bis zum Juli 1944 in der Zuständigkeit des Landeskleinbahnamtes der Provinz Hannover. Nachdem es am 1. Januar 1944 zur Fusion der Kleinbahn-Gesellschaft mit der Kleinbahn Soltau-Neuenkirchen GmbH zur Lüneburg-Soltauer Eisenbahn GmbH gekommen war, wurde diese bereits am 11. Juli 1944 ein Teil der Osthannoverschen Eisenbahnen AG.

Die Strecke ist im Höhenprofil die anspruchsvollste der OHE, der Name „Gebirgsbahn“ weist darauf hin. Fast 100 Meter Höhenunterschied werden überwunden.

1973 wurde der Abschnitt Soltau–Hützel in die Fernsteuerstrecke ab Celle eingebunden. Das Stellwerk dafür stand in Soltau Süd. Durch das rückläufige Verkehrsaufkommen ist die Fernsteuerung überflüssig geworden; seit 2001 ist sie auf diesem Abschnitt nicht mehr in Betrieb. Die Signale in Hützel und Lüneburg Süd wurden noch einige Zeit von Celle aus gesteuert. Heute (2012) wird diese Strecke im Zugleitbetrieb nach der FV-NE bedient. Alle Signale sind rückgebaut. Der Bahnhof Melbeck-Embsen verfügte früher über ein eigenes Drucktastenstellwerk.

Wie 2012 bekannt wurde, erwog die OHE langfristig den Abschnitt zwischen Melbeck-Embsen und Hützel stillzulegen.[2]

2018 fanden Sanierungsarbeiten zwischen Lüneburg und Hützel statt, bei denen abgängige Schwellen ausgetauscht wurden.[3]

2020 gab die OHE bekannt, mithilfe von Fördermitteln abschnittsweise eine Vollsanierung der Gesamtstrecke durchführen zu wollen.[4] Im November 2020 wurde bereits der Streckenabschnitt Soltau Süd–Hambostel saniert,[5] für 2021 sind entsprechende Arbeiten auf dem Abschnitt Lüneburg Kurpark–Melbeck-Embsen geplant.[6]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenverkehr war in den Anfangsjahren bescheiden. 1914 verkehrten vier Zugpaare täglich über die ganze Strecke. 1932 bis 1936 wurden drei Wismarer Schienenbusse angeschafft, die den gesamten Personenverkehr abwickelten. Lediglich der Schüler- und Ausflugsverkehr wurde mit lokbespannten Zügen gefahren. Das Angebot war recht mäßig, es gab 1938 täglich drei durchgehende Zugpaare, dazu weitere Zugpaare auf den Teilstrecken Lüneburg–Amelinghausen und Soltau–Hützel. Nach 1950 wurden täglich fünf bis sechs Zugpaare gefahren. Zwischen 1950 und 1967 wurden auch Eiltriebwagen eingesetzt, die von Lüneburg nach Soltau oder bis Celle fuhren. Ab 28. Mai 1961 bedienten die Personenzüge den DB-Bahnhof Soltau. Dies brachte Erleichterungen beim Umsteigen. In Lüneburg kam es zu keiner Einigung mit der DB, so dass zum DB-Bahnhof etwa zehn Minuten Fußweg zurückzulegen waren.

Streckenführung in Lüneburg

Im Sommerfahrplan 1967 führte ein Zugpaar auf dem Streckenabschnitt Soltau–Hützel an Sonn- und Feiertagen Kurswagen mit dem Laufweg Celle–Soltau–Hützel–Winsen mit und diente damit dem Ausflugsverkehr in die Lüneburger Heide. Ab 27. Juni 1975 wurde der Personenverkehr zwischen Soltau und Schwindebeck eingestellt, der restliche Personenverkehr am 21. Mai 1977.

Im März 2011 wurde der Streckenabschnitt zwischen dem Lokschuppen und dem Bahnhof Lüneburg Süd zugunsten eines neuen Wohnviertels abgebaut.

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg bietet an Wochenenden in den Sommermonaten und im Dezember zwischen Lüneburg und Hützel Fahrten mit historischen Zügen unter dem Namen „Heide-Express“ an.

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium ließ seit Mitte 2013 die Reaktivierung von Bahnstrecken in Niedersachsen im Personenverkehr prüfen. Von ursprünglich 74 vorgeschlagenen Strecken wurden noch acht Strecken, darunter auch die Strecke Lüneburg–Soltau, untersucht. Aufgrund des negativen Kosten-Nutzen-Verhältnisses kam die Strecke aber nicht in die engste Auswahl.[7]

2018 stellte der Landkreis Lüneburg 100.000 € an Haushaltsmitteln für ein erneutes Gutachten bereit, das die Reaktivierung des Personenverkehrs auf dieser Strecke sowie der Strecke Lüneburg–Bleckede neu bewerten soll.[8]

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangs wurden überwiegend landwirtschaftliche Güter transportiert. In Lüneburg hatte die Saline eine eigene Anschlussbahn, sie war ein wichtiger Kunde. In Drögennindorf und Hambostel gab es ab den 1960er Jahren Mischwerke für Straßenbaustoffe, sie waren zeitweilig große Kunden der Bahn. Der bedeutendste Verlader war das Volldüngerwerk in Embsen. Dort gab es ein Frachtaufkommen von einer Million Tonnen, in den besten Zeiten um 1980 machte dieses Frachtaufkommen 30 Prozent des gesamten Aufkommens der OHE aus.

1989 wurde die Düngerproduktion in Embsen aufgegeben. Gab es bis dahin drei Nahgüterzüge täglich auf der Strecke, waren es 2006 noch drei in der Woche. Auch der Durchgangsverkehr ging zurück. Waren es 1980 noch bis zu vier Züge täglich, waren es 2012 auf dem Abschnitt Soltau–Hützel–(Winsen) noch drei Züge pro Woche. In Richtung Lüneburg gab es keinen planmäßigen Verkehr mehr.

Seit 2017 befahren wieder Durchgangsgüterzüge die Strecke. Mittels Containerzügen wird das Soltau Logistic Center in Harber im Industriegebiet an der Amerikalinie bedient.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://eisenbahn-tunnelportale.de/lb/inhalt/tunnelportale/9111.html
  2. vgl. "Schienenbus" (Heft 2/2012)
  3. OHE: Sanierung der Strecke Soltau – Lüneburg. In: eurailpress.de. DVV Media Group, 31. Mai 2018, abgerufen am 14. September 2019.
  4. Schub für "Bleckeder Kleinbahn"/Vollsanierung der Strecke Lüneburg-Soltau schon ab Mitte 2020? In: landeszeitung.de. 2. Mai 2020, abgerufen am 3. Januar 2021.
  5. Update: Sperrung von Bahnübergängen. Abgerufen am 3. Januar 2021.
  6. Heidebahn in Lüneburg wird saniert. In: landeszeitung.de. 5. August 2020, abgerufen am 3. Januar 2021.
  7. Reaktivierung von Bahnstrecken Informationen auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
  8. Bahnstrecken-Reaktivierung: 5.000 Euro für die beste Idee zum Schienenverkehr. In: lueneburgheute.de. 3. Mai 2019, abgerufen am 3. Januar 2021.
  9. Audi Soltau. In: bahnbetriebswerk-13.de. Abgerufen am 3. Januar 2021.