Bahnstrecke Mandas–Arbatax

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Mandas–Arbatax
Triebwagen bei Seui
Triebwagen bei Seui
Strecke der Bahnstrecke Mandas–Arbatax
Verlauf der Bahnstrecke Mandas–Arbatax
Streckenlänge:159,4 km
Spurweite:950 mm (ital. Meterspur)
Maximale Neigung: 30 
Strecke – geradeaus
Bahnstrecke von Monserrato
Bahnhof, Station
0,0 Mandas 490 m s.l.m.
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
2,0 Bivio Escolca
   
Bahnstrecke nach Isili
Bahnhof, Station
19,4 Orroli 519 m s.l.m.
   
Strintaxolu 527 m s.l.m.
Bahnhof, Station
24,3 Nurri 555 m s.l.m.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Haltepunkt, Haltestelle
34,9 Villanova Tulo 541 m s.l.m.
Brücke über Wasserlauf (groß)
Lago Basso del Flumendosa
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Haltepunkt, Haltestelle
47,4 Betilli 532 m s.l.m.
Bahnhof, Station
54,1 Esterzili 697 m s.l.m.
Bahnhof, Station
58,3 Sadali-Seulo 765 m s.l.m.
Bahnhof, Station
71,6 Seui 794 m s.l.m.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel Arqueri
Haltepunkt, Haltestelle
82,5 Anulu 845 m s.l.m.
Haltepunkt, Haltestelle
86,8 San Girolamo 825 m s.l.m.
Haltepunkt, Haltestelle
88,0 Niala 775 m s.l.m.
Bahnhof, Station
93,9 Ussassai 721 m s.l.m.
Bahnhof, Station
97,6 Gairo Taquisara 805 m s.l.m.
   
ehem. Bahnstrecke nach Jerzu bis 1956
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Bahnhof, Station
109,8 Villagrande Strisaili 813 m s.l.m.
Bahnhof, Station
113,9 Arzana 868 m s.l.m.
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Kreiskehrschleife mit Tunnel Pitzu 'e Cuccu
Bahnhof, Station
125,2 Lanusei 573 m s.l.m.
   
Corosa 521 m s.l.m.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Bahnhof, Station
128,9 Elini-Ilbono 486 m s.l.m.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Bahnhof, Station
140,4 Sella Elecci 88 m s.l.m.
Bahnhof, Station
154,7 Tortolì 16 m s.l.m.
   
Arbatax Cartiera m s.l.m.
Kopfbahnhof – Streckenende
159,4 Arbatax m s.l.m.

Die Bahnstrecke Mandas–Arbatax ist eine Nebenbahn auf Sardinien in der Spurweite von 950 mm. Lediglich in den Sommermonaten von Juni bis September findet dort Personenverkehr unter dem Namen Trenino Verde statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die italienische Bahngesellschaft Società italiana per le Strade Ferrate Secondarie della Sardegna begann 1890 mit den Planungen und drei Jahre später mit dem Bau der Bahnstrecke nach Arbatax. Am 20. April 1894 konnte der Zugverkehr aufgenommen werden. 1921 übernahm die Bahngesellschaft Ferrovie Complementari della Sardegna die Strecke.

1956 wurde der Verkehr auf der Zweigstrecke nach Jerzu eingestellt, und auch für die Bahnstrecke Mandas–Arbatax sah es schlecht aus. Die Bahn ist eine mit hohem technischen Aufwand gebaute und in der Unterhaltung entsprechend aufwändige Eisenbahninfrastruktur. Die Strecke ist durch zahlreiche Kurven relativ lang und die zulässigen Geschwindigkeiten gering. Mehrmals war an eine Einstellung des Gesamtverkehrs gedacht worden. Auch die neuen Dieseltriebwagen konnten die Situation nicht grundlegend verbessern. 1989 übernahm die Ferrovie della Sardegna den Betrieb. Zunächst wurde die Infrastruktur – auch mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft – saniert, dann aber am 16. Juni 1997 der planmäßige Personenverkehr gleichwohl eingestellt. Bis 28. September 2014 wurde die landschaftlich außerordentlich reizvolle Strecke ausschließlich während der Sommermonate durch den Touristen-Zug „Trenino Verde“ befahren. Die Sardische Regierung möchte den Betrieb aus Kostengründen vollständig einstellen.[1]

Im Juni 2016 wurden Belastungsproben der Brücken zwischen Seui und Niala durchgeführt, nach denen die Streckenzulassung Seui–Arbatax entzogen wurde. Die Meinungen über die Gründe der Stilllegung gehen stark auseinander. Es werden von den beteiligten Parteien (Regierung, Bahnbetreiber, Bürgermeister der Bahnhöfe) die jeweils anderen für die Mängel verantwortlich gemacht. Nach der Sachlage ist eine baldige Wiedereröffnung der Strecke nicht absehbar. Informationen sind im Netz nur vereinzelt auf der Homepage zu finden.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Lanusei wurde zur Höhengewinnung eine Kreiskehrschleife angelegt, mit welcher sich die Strecke selbst überquert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elettrio Corda: Le contrastate vaporiere – 1864/1984: 120 anni di vicende delle strade ferrate sarde: dalle reali alle secondarie, dalle complementari alle statali, Verlag Chiarella, 1984
  • Fernando Pilia: Il trenino verde della Sardegna – Un secolo di storia tra pionieri, banditi, letterati e turisti, Silvana, ISBN 88-366-0474-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Mandas–Arbatax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Müller: Einstellung des Trenino Verde droht In: RailBusiness Nr. 35, 2014, S. 6.