Bahnstrecke Neusorg–Fichtelberg

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Neusorg–Fichtelberg
Fichtelberg mit Endbahnhof vor den höchsten Bergen des Fichtelgebirges
Fichtelberg mit Endbahnhof vor den höchsten Bergen des Fichtelgebirges
Streckennummer: 5030
Kursbuchstrecke (DB): zuletzt 846
Streckenlänge: 14,7 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17 
Strecke – geradeaus
von Cheb (Nürnberg–Cheb)
Bahnhof, Station
0,0 Neusorg
   
nach Nürnberg Hbf (Nürnberg–Cheb)
   
3,9 Ebnath (Oberpf) Süd (bis 1939: Ebnath Ort)
   
4,6 Ebnath (Oberpf) (bis 1939: Ebnath Bahnhof)
   
7,5 Brand (Fichtelg)
   
11,0 Unterlind
   
11,7 Mehlmeisel
   
14,7 Fichtelberg

Die Bahnstrecke Neusorg–Fichtelberg verband als südlichste Stichbahn ins Fichtelgebirge die Gemeinde Fichtelberg im oberfränkischen Landkreis Bayreuth mit dem Bahnhof Neusorg im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth an der Hauptbahn Nürnberg–Cheb. Die normalspurige, eingleisige Lokalbahn war 14,7 km lang und wurde am 20. Dezember 1890 durch die Bayerische Staatsbahn eröffnet.

Die Strecke führte in nordwestlicher Richtung im Tal der Fichtelnaab aufwärts ins Fichtelgebirge hinein. Über Ebnath und Brand erreichte sie ihren Endpunkt, den Luftkurort Fichtelberg in 720 m Meereshöhe, in dem jahrhundertelang auch Bergbau betrieben wurde. Es war der höchstgelegene Endpunkt aller Nebenbahnen im Fichtelgebirge.

An Werktagen fuhren in den ersten Jahrzehnten meist drei Zugpaare, im Jahr 1939 vier und 1957 sogar acht. Sonntags steigerte sich die Zugzahl von drei auf sechs im Lauf der Jahre. Als die Deutsche Bundesbahn sich immer mehr aus der Fläche zurückzog, beschränkte sich ab 1975 das Angebot auf einen Zug, der montags bis freitags früh von Fichtelberg nach Kirchenlaibach fuhr und abends von Schirnding her zurückkehrte. Das übrige erledigte ein Bahnbus. Am 30. Mai 1976 hörte der Personenverkehr auf der Schiene ganz auf. Der Güterverkehr hielt sich noch bis zum 30. September 1984, die Bedienung eines Anschlussgleises jenseits von Brand zur ehemaligen Papierfabrik Goetz fand noch bis zum Jahresende statt.

Nach Rückbau der Strecke wurde die ehemalige Bahnlinie zu einem Radweg ausgebaut, der ab der Regierungsbezirksgrenze zur Oberpfalz komplett asphaltiert ist.

Von den ehemaligen Bahnhofsgebäuden stehen nur noch die Bahnhöfe in Neusorg und Fichtelberg, der letzte erhaltene Haltepunkt Unterlind wurde 2015 abgerissen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerald Hoch, Andreas Kuhfahl: Nebenbahnen in der Oberpfalz. Neustadt bei Coburg 2000
  • Dieter Hempel, Harald Enes, Patrick Mindel: Das Fichtelgebirge und die Eisenbahn - Teil 2. Beiträge zur Geschichts- und Landeskunde des Fichtelgebirges, Band 22. Wunsiedel 2000
  • Wolfgang Bleiweis, Ekkehard Martin, Stefan Winkler: Fränkische Nebenbahnen einst und jetzt – Oberfranken. Egglham und München 1986