Ebnath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebnath
Ebnath
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebnath hervorgehoben

Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Neusorg
Höhe: 537 m ü. NHN
Fläche: 11,04 km2
Einwohner: 1260 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95683
Vorwahl: 09234
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 115
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 1
95683 Ebnath
Website: www.ebnath.de
Erster Bürgermeister: Wolfgang Söllner[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Ebnath im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis BayreuthLandkreis Neustadt an der WaldnaabErbendorfPullenreuthKastl (bei Kemnath)WaldershofKemnathWiesauWaldsassenTirschenreuthReuth bei ErbendorfPlößbergPechbrunnNeusorgBad NeualbenreuthMitterteichMähringLeonberg (Oberpfalz)KulmainKrummennaabKonnersreuthFuchsmühlFriedenfelsFalkenberg (Oberpfalz)EbnathBrand (Oberpfalz)BärnauImmenreuthTschechienKarte
Über dieses Bild
Ebnath – Kirche und Pfarrhof

Ebnath ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Fichtelgebirge, im äußersten Norden der Oberpfalz, direkt an der Grenze zum Regierungsbezirk Oberfranken. Unweit des Ortes befinden sich die Kösseine, der Naturpark Steinwald und das Kemnather Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Nagel
Nagel
Wappen von Waldershof
Waldershof
Wappen von Brand
Brand
Nachbargemeinden
Wappen von Kulmain
Kulmain
Wappen von Neusorg
Neusorg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname „Ebenode“ wurde zum ersten Mal 1179 urkundlich erwähnt. Beim Grundwort handelt es sich um einen ursprünglichen Flurnamen, der auf dem mittelhochdeutschen Begriff „oede, ôde“ basiert, was so viel wie „unbebauter und unbewohnter Grund“ bedeutet. Das Bestimmungswort geht auf den Begriff „eben“ zurück und hat die Bedeutung von „eben, glatt“.[4]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, er bildete eine geschlossene Hofmark der Grafen von Hirschberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Ebnath war ein Ort, in dem Eisen verarbeitet wurde. Davon zeugen die Eisenhämmer wie der Dorfhammer Ebnath, der Hammer Selingau, der Schenkelhammer und der Hammer Niederlind, heute Mehlmeisel zugehörig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1497 auf 1266 um 231 bzw. um 15,4 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Kommunalwahlen seit 2014 setzte sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:

Partei/LIste 2020[5] 2014[6]
% Sitze % Sitze
CSU 63,9 8 54,73 6
SPD 26,1 3 30,07 4
Aktive Wähler Ebnath (AWE) 10,1 1 15,20 2
Wahlbeteiligung 82,5 % 79,05 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2020 Wolfgang Söllner (CSU). Sein Vorgänger war Manfred Kratzer (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ebnath
Blasonierung: „Unter rotem Schildhaupt, darin schräg gekreuzt ein langstieliger silberner Eisenhammer und ein silberner Pfeil, in Silber ein springender roter Hirsch.“[7]

Dieses Wappen wird seit 1978 geführt.

Wappenbegründung: Der springende rote Hirsch stammt aus dem Familienwappen der Hirschberger, die die Hofmark Ebnath von 1355 bis ins 19. Jahrhundert innehatten. Der Eisenhammer im Schildhaupt soll an die Bedeutung der Eisenindustrie in Ebnath und Sengelau und an den Bergbau in Mehlmeisel erinnern. Der silberne Pfeil, Attribut des heiligen Aegidius, verweist auf den Patron der Pfarrkirche von Ebnath.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort Ebnath hat die Forst Ebnath AG ihren Geschäftssitz seit 1981. Es handelt sich um eine deutsche Aktiengesellschaft, deren Kerngeschäft die Bewirtschaftung ihres forstlichen Grundbesitzes ist. Deren Anteilsaktien werden an den Wertpapierbörsen in Berlin und Frankfurt am Main notiert (ISIN DE0005773006). Es ist das einzige deutsche Forstunternehmen, dessen Aktien öffentlich gehandelt werden (Stand 2012).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Grund- und Mittelschule

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-55206-9, S. 63.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ebnath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Ebnath, abgerufen am 11. Juni 2020.
  3. Gemeinde Ebnath in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  4. Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. München 2006, ISBN 978-3-406-55206-9, S. 63.
  5. Gemeinderatswahl Ebnath 2020. Abgerufen am 9. November 2020.
  6. Gemeinderatswahl 2014. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 13. Mai 2014; abgerufen am 8. Mai 2014.
  7. Eintrag zum Wappen von Ebnath in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte