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Bayerische Landeszahnärztekammer

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Bayerische Landeszahnärztekammer
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Bundesland BayernBayern Bayern
Organisation Berufsständische Selbstverwaltung
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Gründung 1928
Hauptsitz München, Flößergasse 1
Präsident Christian Berger
Homepage www.blzk.de
Verwaltungsgebäude der Bayerischen Landeszahnärztekammer seit 1. Januar 2018 in der Flößergasse 1

Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) ist mit etwa 16.000 Zahnärztinnen und Zahnärzten die größte zahnärztliche Berufsvertretung auf Länderebene in Deutschland.[1] Das Bayerische Heilberufe-Kammergesetz[2] bildet die Rechtsgrundlage für diese Selbstverwaltungskörperschaft. Zuständige Aufsichtsbehörde ist das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahrnehmung der Aufgaben der BLZK erfolgt durch ehrenamtlich tätige Zahnärzte und durch die Landesgeschäftsstelle der Bayerischen Landeszahnärztekammer.

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe der Kammer sind die Vollversammlung und der Vorstand. Die Vollversammlung wählt unter anderem einen Präsidenten und einen Vizepräsidenten sowie aus ihrer Mitte vier Delegierte zu Mitgliedern des Vorstands. Darüber hinaus besteht der Vorstand aus den ersten Vorsitzenden der Zahnärztlichen Bezirksverbände sowie einem von den medizinischen Fakultäten der Landesuniversitäten zu entsendenden Hochschullehrer der Zahnheilkunde. Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gibt es in Bayern an der LMU München[3], der TU München[4], der Universität Regensburg[5], der Universität Erlangen[6] und der Universität Würzburg.[7] Die Vollversammlung ist vom Vorstand zu einer ordentlichen Sitzung mindestens einmal jährlich einzuberufen. Grundsätzlich sind die Sitzungen der Vollversammlung öffentlich. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte der Bayerischen Landeszahnärztekammer unter dem Vorsitz des Präsidenten (bei Verhinderung des Vizepräsidenten). Der Präsident handelt und vertritt die Kammer gerichtlich und außergerichtlich.[8]

Zahnärztliche Bezirksverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer besteht aus 70 Delegierten der Zahnärztlichen Bezirksverbände (ZBVe) und denjenigen Vorstandsmitgliedern, die nicht aus der Mitte der Delegierten gewählt wurden.[9] In Bayern gibt es acht ZBVe. Die Zahnärztlichen Bezirksverbände stehen unter der Aufsicht der Bayerischen Landeszahnärztekammer und der jeweiligen Bezirksregierung. Mitglieder der ZBVe sind alle zur Berufsausübung berechtigten Zahnärzte, die in Bayern zahnärztlich tätig sind oder – ohne zahnärztlich tätig zu sein – in Bayern ihre Hauptwohnung haben.[10] Seit das Heilberufe-Kammergesetz zum 1. August 2013 novelliert wurde, kann jeder Zahnarzt in Bayern nur noch Mitglied in einem Zahnärztlichen Bezirksverband sein (sogenannte Monomitgliedschaft), statt wie bisher je nach Tätigkeitsorten in mehreren (sogenannte Mehrfachmitgliedschaft).[11]

Landesgeschäftsstelle der BLZK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungsgeschäfte nimmt die Landesgeschäftsstelle in München wahr. Die Landesgeschäftsstelle wird von einem Hauptgeschäftsführer bzw. Geschäftsführern geleitet, die beratend an den Sitzungen der Vollversammlung und des Vorstands teilnehmen.[12]

Programm und Leitbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer bringt die Anliegen der Zahnärzteschaft und ihrer Patienten aktiv in die gesundheitspolitische Diskussion ein. Ihr Leitbild[13] ist geprägt vom Einsatz für eine freie Berufsausübung des Zahnarztes und einer Kultur der Freiberuflichkeit, die zunehmend eingeschränkt wird durch Überregulierung oder Eingriffe des Sozialgesetzgebers in das Zahnarzt-Patienten-Verhältnis.

Beruf und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Zahnärztinnen steigt kontinuierlich. Je jünger Zahnmediziner in Bayern sind, desto höher ist der Anteil der Zahnärztinnen. Das zeigen die Zahlen der Bayerischen Landeszahnärztekammer.[14] Bereits 2010 hat die Kammer Zahnärztinnen in Bayern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf befragt. Die Ergebnisse hat das Institut für Freie Berufe Nürnberg veröffentlicht.[15]

Geschichte[16][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidenten der Bayerischen Landeszahnärztekammer
Name des Präsidenten Amtsperiode
Wilhelm Rotenberger 1928 bis 1931
Fritz Linnert 1931 bis 1935
1945 bis 1949
Hans Fick 1949 bis 1958
Anton Scharnagl 1958 bis 1962
Otto Roschmann 1962 bis 1970
Wolfgang Mzyk 1970 bis 1977
Erich Pillwein 1977 bis 1984
Hermann König 1984 bis 1990
Joseph Kastenbauer 1990 bis 2001
Michael Schwarz 2001 bis 2010
Christoph Benz 2010 bis 2014
Christian Berger seit 2014
  • Am 1. Juli 1927 schaffte der Bayerische Landtag mit dem Gesetz über die Berufsvertretung der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker („Bayerisches Ärztegesetz“) die Grundlage für die Berufsvertretung der Heilberufe. Die Mitgliedschaft wurde für alle approbierten Zahnärzte in Bayern Pflicht.
  • Im Januar 1928 werden bei der konstituierenden Vollversammlung der Bayerischen Landeskammer für Zahnärzte Sanitätsrat Rotenberger (Erster Vorsitzender) und Fritz Linnert (Zweiter Vorsitzender) zu den Vorsitzenden der Kammer gewählt.
  • 1933 fanden die letzten satzungsmäßigen Neuwahlen statt.
  • Mit der Einrichtung der Reichsärztekammer und dem Erlass der Reichsärzteordnung 1935 endete die Tätigkeit frei gewählter Selbstverwaltungskörperschaften in Deutschland.
  • Zur ersten Vollversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg treffen sich die zahnärztlichen Standesvertreter nach Inkrafttreten des Bayerischen Ärztegesetzes (1946) am 18. Mai 1947 in München. Die Delegierten beschließen die neue Satzung der Bayerischen Landeszahnärztekammer.
  • Am 23. Juni 1948 gründete sich in Rothenburg ob der Tauber der Verband der Deutschen Zahnärztlichen Berufsvertretungen. Vorsitzende waren Fritz Linnert und Erich Müller.
  • 1953 vereinigten sich die Berufsstände der Zahnärzte und der Dentisten. Der „Bundesverband Deutscher Zahnärzte e. V.“ (BDZ) – Vorgänger der heutigen Bundeszahnärztekammer – wird im März in Rothenburg ob der Tauber gegründet. Die bayerischen Zahnärzte vertreten Albert Theo Westphal, Hans Fick und August Siebecke.
  • Seit Januar 1962 erscheint das Bayerische Zahnärzteblatt, zunächst als Mitteilungsblatt der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), ab März 1963 auch als Mitteilungsblatt der BLZK.
  • Seit Januar 2017 besteht aufgrund vorangegangener Wahlen bei der KZVB eine Personalunion zwischen den Ämtern der Präsidenten der BLZK und der Vorsitzenden des Vorstands der KZVB. [17]
  • SIm Januar 2018 feiert die BLZK ihr 90-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen wird auch das neue Verwaltungsgebäude der Geschäftsstelle im Münchner Stadtteil Mittersendling eingeweiht. [18]

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Dr. Fritz Linnert-Gedächtnis-Stiftung erfüllt die BLZK ihren Auftrag, soziale Einrichtungen zu schaffen.[19] Die Stiftung wurde 1949 gegründet. Namensgeber ist Fritz Linnert, ehemaliger Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Die Stiftung unterstützt bedürftige bayerische Zahnärzte sowie deren Angehörige und Hinterbliebene mit einmaligen oder fortlaufenden Zuwendungen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke. Der Stiftungsrat entscheidet unabhängig, wen er unterstützt. Weitere soziale Einrichtungen der Kammer sind ein Hilfsfonds und eine Unterstützungskasse.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer ist Mitglied in folgenden Institutionen:

  • Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e. V.
  • Bundeszahnärztekammer
  • Deutsches Institut für Gesundheitsrecht
  • Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt
  • Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg
  • Institut für Kammerrecht e. V.
  • Kommunaler Arbeitgeberverband Bayern e. V.
  • Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V.
  • Verband Freier Berufe in Bayern
  • Wettbewerbszentrale e. V.

Themen und Schwerpunkte der BLZK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualitätsmanagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer unterstützt die bayerischen Zahnärzte bei der Einführung und Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagementsystems. Mit der Teilnahme am QM-System der BLZK[20] erfüllen Vertragszahnärzte auch die Anforderungen des § 135a SGB V. Seit Juni 2012 stellt die BLZK mit dem „QM Online der BLZK“ ein Serviceangebot für Zahnärzte zum Qualitätsmanagement im Internet bereit. Ergänzend dazu bietet die Fortbildungsakademie der Kammer, die eazf GmbH, verschiedene Fortbildungs- und Beratungsangebote zum Thema Qualitätsmanagement an.[21]

Praxisführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Referat Praxisführung berät seit über 40 Jahren niedergelassene Zahnärzte.[22] Da der Gesetzgeber kontinuierlich Empfehlungen, Verordnungen und Gesetze erlässt, die die Praxisführung betreffen, arbeitet die BLZK mit politischen Vertretern und Behörden eng zusammen.

Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat die Kammer ein alternatives Konzept zur Betriebsärztlichen und Sicherheitstechnischen Betreuung (BuS)[23] erarbeitet. Damit können Zahnärzte eigenverantwortlich und selbstbestimmt Arbeitsschutzaufgaben in der Praxis umsetzen. Die jährliche Meldung an die BGW, welche Praxen in Bayern an der alternativen bedarfsorientierten Betreuung teilnehmen, erfolgt über die BLZK. Die teilnehmenden Praxen haben mit ihrer Meldung bei der BLZK auch ihre eigene Meldepflicht gegenüber der BGW erfüllt. Die BGW führt in den betreuten Praxen keine Routinebesichtigungen durch Aufsichtspersonen durch.[24]

Zahnärztliche Honorierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer gibt Auskunft bei Fragen zur Anwendung und Auslegung der Gebührenordnungen für Zahnärzte (GOZ) und für Ärzte (GOÄ). Zahnärzte, Patienten und Kostenträger können sich beraten lassen. Außerdem setzt sich die Kammer für die Interessen der Zahnärzte in Bayern beim Leistungs- und Gebührenrecht ein, zuletzt bei der Novellierung der GOZ 2012.

Gutachterwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer unterhält für Bayern ein flächendeckendes Gutachterwesen. Die Gutachter werden laut Gutachterordnung der BLZK vom Vorstand der Kammer auf Vorschlag des zuständigen Zahnärztlichen Bezirksverbands berufen, wenn ihre Qualifikation den Anforderungen der Gutachterordnung der BLZK entspricht. Patienten, die Privatleistungen in Anspruch genommen haben (das heißt Privatpatienten oder gesetzlich Versicherte, die Leistungen über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus in Anspruch genommen haben) und Behandlungsfehler vermuten, können einen BLZK-Gutachter mit einem Privatgutachten beauftragen.

Bayerischer Zahnärztetag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bayerischer Zahnärztetag

Der Bayerische Zahnärztetag ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung der BLZK für Zahnärzte und Praxispersonal. Die Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und den deutschsprachigen Nachbarländern. Er findet seit 1959 jährlich in München statt. Er ist Treffpunkt für politische und standespolitische Vertreter und Fortbildungskongress für praktizierende Zahnärzte in einem. Seit 2012 veranstalten die Bayerische Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns den Bayerischen Zahnärztetag gemeinsam.[25]

Zahnärztliche Fort- und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer regelt in ihrer Weiterbildungsordnung[26] die zahnmedizinische Weiterbildung. In Bayern gibt es den „Fachzahnarzt für Oralchirurgie“ und den „Fachzahnarzt für Kieferchirurgie“. Die Weiterbildungen dauern vier Jahre. Seit 2004 geht die Kammer den sogenannten Bayerischen Weg:[27] Zahnärzte absolvieren die Weiterbildung dual, bestehend aus Curricula und praktischer Tätigkeit. In der Kieferorthopädie ersetzt ein dreijähriges Curriculum, das parallel zur fachspezifischen Weiterbildung in der Weiterbildungsstätte abgeleistet werden muss, das ehemals verpflichtende Klinikjahr.

Zahnärztliche Fort- und Weiterbildung auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist Auftrag der Fortbildungseinrichtung der Bayerischen Landeszahnärztekammer, der eazf GmbH.[28] Industrieunabhängig bietet die Akademie ein breit gefächertes Themenspektrum. Der hohe Anspruch der „Kammerfortbildung“ verpflichtet die eazf dazu, die gesamte Palette der zahnärztlichen Fortbildung im Sinne des Fortbildungsauftrags der BLZK abzudecken.

Zum Kursprogramm für das zahnärztliche Fachpersonal[29] gehören:

  • Anpassungs- und Aufstiegsfortbildungen nach den entsprechenden Fortbildungsordnungen der BLZK
  • strukturierte Weiterqualifizierungen
  • fachspezifische Kompendien sowie
  • Fortbildungen zu zahnmedizinischen Fachbereichen und managementbezogenen Themen.

Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In mehreren Publikationen kommuniziert die Kammer mit Zahnärzten in Bayern und der Öffentlichkeit.

Das Bayerische Zahnärzteblatt (BZB)[30] ist das Amtliche Mitteilungsblatt der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Laut Satzung der BLZK (§ 10) veröffentlicht die Kammer im BZB ihre Bekanntmachungen. Die Bayerische Landeszahnärztekammer gibt das BZB gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns in einer Herausgebergemeinschaft heraus. Seit Oktober 2007 haben die Körperschaften die verlegerischen Tätigkeiten des BZB an die teamwork media GmbH übergeben.

Hauptartikel: Bayerisches Zahnärzteblatt

Rundschreiben informieren alle Zahnärzte in Bayern punktuell über wichtige Themen.

Die Website der BLZK richtet sich an Zahnärzte, Studierende der Zahnmedizin, zahnärztliches Fachpersonal sowie die breite Öffentlichkeit. Eine weitere Website unter dem Titel „zahn.de – Gesund im Mund“ hat die Kammer speziell für Fragen von Patienten zur Mundgesundheit eingerichtet.[31] Eine dritte Website der Kammer, blzk-compact.de, beantwortet Fragen rund um den Beruf Zahnarzt. Sie richtet sich an Studierende, Angestellte, Selbstständige und Praxisabgeber.[32]

Patientenberatung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer bietet eine fachlich kompetente, neutrale, qualitätsgesicherte Patientenberatung an. Die Beratungsangebote unterstützen und ergänzen das persönliche Beratungsgespräch mit dem behandelnden Zahnarzt in der Praxis.

  • Das Patiententelefon der bayerischen Zahnärzte ist ein gemeinsames Beratungsangebot der BLZK und KZVB.[33] Ratsuchende werden an den entsprechenden Ansprechpartner der Körperschaften weitergeleitet.
  • Die Zahnärzte der Telefonsprechstunde der BLZK beantworten Fragen rund um die Zahn- und Mundgesundheit.[34]
  • Das Angebot der Patientenseite der BLZK „zahn.de – Gesund im Mund“:
    • Zahn und Mund: Von Allgemeingesundheit bis Zahnarztbesuch
    • Beratung für Patienten in Bayern und deutschlandweit
    • Mediathek mit Broschüren, Audios und Videos
    • Zahnwissen mit Fragen und Antworten sowie Infografiken
    • Zahnarztsuche in Bayern
    • Patientenforum
    • Zahnbehandlung und Steuern: Steuerinfos und Steuerrechner[35]

Prophylaxe/Alterszahnmedizin/Behindertenzahnmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen ihres Auftrags, an der Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der Mundgesundheit der Bevölkerung mitzuwirken, setzt sich die Bayerische Landeszahnärztekammer für die Prophylaxe von Menschen aller Altersgruppen ein.

  • Unterstützung des Zahnarzt-Patienten-Gesprächs mit Patientenbroschüren[36] zu unterschiedlichen Themen der Zahnmedizin
  • Teilnahme am Programm „Special Smiles“ diverser Special-Olympics-Spiele

Schlichtungsstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlichtungsstelle der BLZK ist eine unabhängige Kommission zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Zahnärzten und Patienten.[37] Die Schlichtungsstelle versucht, bei sämtlichen Streitigkeiten aus dem Behandlungsverhältnis eine außergerichtliche Einigung zwischen Zahnarzt und Patient zu erreichen. Die Schlichtungsstelle besteht aus einem Juristen mit Mediatorenausbildung und einem Zahnarzt mit langjähriger Behandlungserfahrung. Alle Mitglieder entscheiden unabhängig.[38]

Einen Antrag auf Eröffnung des Schlichtungsverfahrens kann ein Patient stellen oder ein Zahnarzt, dem gegenüber eine Pflichtverletzung bei der Untersuchung oder Behandlung behauptet wird.[39] Sowohl Patient als auch Zahnarzt müssen dem Verfahren zustimmen. Das Verfahren ist an eine Mediation angelehnt.[40] Dabei sind es die Parteien selbst, die sich – im Rahmen eines Vermittlungsgesprächs unter Anleitung des Juristen und des behandlungserfahrenen Zahnarztes – auf eine Lösung verständigen, die rechtsverbindlich ist.[41] Die Gebühr für die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens trägt der Antragsteller.[42]

Bayerische Ärzteversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vollversammlung der BLZK hat unter anderem die Aufgabe, einen Vertreter für den Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung zu wählen.[43] Die Bayerische Ärzteversorgung ist das gemeinsame berufsständische Versorgungswerk der Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte in Bayern.

Berufsbegleitende Beratung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer begleitet Zahnärzte in Bayern vom Beginn der beruflichen Tätigkeit bis zur Abgabe der Praxis vor dem Ruhestand:

  • Praxisbegleitende Beratung vor Ort in der Zahnarztpraxis[44]
  • Berufsbegleitende Beratung von Zahnärzten bei Praxisgründung, Praxisabgabe, Sozietät und Praxisbewertungen[45]
  • Curriculum Erfolgreiches Praxismanagement[46]
  • Stellenmarkt[47] und Praxisbörse[48] auf der Kammer-Website
  • Infoportal für den Beruf Zahnarzt blzk-compact.de - Informations- und Beratungsangebote der BLZK und ihrer Kooperationspartner zu berufsbegleitenden Fragestellungen[49]

Berufspolitische Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als berufsständische Selbstverwaltung ist die Bayerische Landeszahnärztekammer daran interessiert, Zahnärzten die Grundlagen für ein standespolitisches Engagement in den zahnärztlichen Körperschaften und Verbänden zu vermitteln. Die Kurse der Berufspolitischen Bildung stehen allen Zahnärzten aus Bayern offen.[50]

Zahnärztliches Fachpersonal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Satzungsrecht für die Aus- und Fortbildung des zahnärztlichen Fachpersonals in Bayern schreibt die Bayerische Landeszahnärztekammer. Als zuständige Stelle hat die Kammer für die Abnahme der Abschlussprüfung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) einen Prüfungsausschuss eingerichtet.[51]

Röntgenstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Röntgenstelle der Bayerischen Zahnärzte (RBZ) in Nürnberg hat nach einer Vereinbarung mit dem bayerischen Gesundheitsministerium die Aufgabe, die Qualität der zahnärztlichen Röntgengeräte in Bayern gemäß der Röntgenverordnung zu sichern.[52] Jedes zahnärztliche Röntgengerät in Bayern wird alle drei Jahre nach einem standardisierten Ablauf geprüft. Ziele sind eine möglichst geringe Strahlenbelastung der Patienten und die Optimierung der diagnostischen Strahlenanwendung.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kammer unterstützt und initiiert soziale Projekte von Zahnärzten in Bayern:

  • Sie hat die Schirmherrschaft für das 2011 gegründete Hilfswerk Zahnmedizin Bayern e.V. übernommen, das Patienten ohne Krankenversicherung behandelt.[53]
  • Organisatorisch begleitet die BLZK das Zahnärztliche Hilfsprojekt Brasilien e.V., das sich um die zahnärztliche Grundversorgung von Straßenkindern in Brasilien kümmert.[54]
  • Seit 1993 organisiert die Kammer jährlich ein Benefiz-Golfturnier, bei dem Zahnärzte und Gäste für einen guten Zweck spielen.[55]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Bundeszahnärztekammer – Mitgliederstatistik, aufgerufen am 11. April 2013
  2. Heilberufe-Kammergesetz, aufgerufen am 25. Januar 2016
  3. Website der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der LMU München, aufgerufen am 10. April 2013
  4. Website der Klinik und Poliklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der TU München, aufgerufen am 10. April 2013
  5. Website der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Regensburg, aufgerufen am 10. April 2013
  6. Website der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, aufgerufen am 10. April 2013
  7. Website der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Würzburg, aufgerufen am 10. April 2013
  8. Satzung der BLZK (PDF; 76 kB), aufgerufen am 6. November 2014
  9. Artikel 44 HKaG, aufgerufen am 25. Januar 2016
  10. Artikel 43 HKaG, aufgerufen am 25. Januar 2016
  11. Artikel 4 Absatz 6 Satz 6 HKaG, aufgerufen am 25. Januar 2016
  12. § 31 Satzung der BLZK (PDF; 76 kB), aufgerufen am 6. November 2014
  13. Website der BLZK – Leitbild (PDF; 151 kB), aufgerufen am 25. Januar 2016
  14. Website der Bundeszahnärztekammer – Mitgliederstatistik, aufgerufen am 11. April 2013
  15. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts BZB Juni 2011, S. 3 (PDF; 19 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  16. Otto Rouenhoff: Chronik der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Storr Druck GmbH, München 1998, ISBN 3-00-003131-6
  17. Website der KZVB – Presseinfo vom 26.11.2016, aufgerufen am 1. Februar 2017
  18. Website der BLZK – Pressemeldung vom 25.01.2018, aufgerufen am 8. März 2018
  19. Artikel 2 Absatz 1 HKaG, aufgerufen am 25. Januar 2016
  20. Website der BLZK – QM-System der BLZK, aufgerufen am 8. Oktober 2014
  21. Website der eazf GmbH – Qualitätsmanagement, aufgerufen am 10. April 2013
  22. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts BZB April 2008, S. 8f. (PDF; 92 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  23. Website der BLZK – Präventionskonzept der BLZK, aufgerufen am 8. Oktober 2014
  24. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts BZB April 2012, S. 26f. (PDF; 87 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  25. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts BZB April 2012, S. 16 (PDF; 24 kB), aufgerufen am 6. Mai 2012
  26. Weiterbildungsordnung für die Bayerischen Zahnärzte (PDF; 317 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  27. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts BZB Juni 2010, S. 18f. (PDF; 63 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  28. Website der eazf GmbH, aufgerufen am 10. April 2013
  29. Website der eazf – Kursprogramm Zahnärztliches Personal, aufgerufen am 10. April 2013
  30. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts, aufgerufen am 10. April 2013
  31. Website zahn.de, aufgerufen am 11. April 2013
  32. Website blzk-compact.de, aufgerufen am 8. März 2018
  33. Website zahn.de – Patiententelefon der bayerischen Zahnärzte, aufgerufen am 1. Februar 2017
  34. zahn.de – Telefonsprechstunde der BLZK, aufgerufen am 1. Februar 2017
  35. Website zahn.de, aufgerufen am 1. Februar 2017
  36. Website zahn.de – Veröffentlichungen der BLZK zur Mundgesundheit, aufgerufen am 1. Februar 2017
  37. § 1 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  38. § 2 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  39. § 5 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  40. § 3 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  41. § 8 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  42. § 11 Schlichtungsordnung der BLZK (PDF; 82 kB), aufgerufen am 22. Januar 2016
  43. § 12 Satzung der BLZK (PDF; 76 kB), aufgerufen am 6. November 2014
  44. Website des Bayerischen Zahnärzteblatts, BZB November 2015, S. 28f. (PDF; 166 kB), aufgerufen am 25. Januar 2016
  45. Website der BLZK – Niederlassung, aufgerufen am 25. Januar 2016
  46. Website der eazf GmbH – Erfolgreiches Praxismanagement, aufgerufen am 10. April 2013
  47. Website der BLZK – Stellenmarkt, aufgerufen am 25. Januar 2016
  48. Website der BLZK – Praxisbörse, aufgerufen am 25. Januar 2016
  49. Website blzk-compact.de, aufgerufen am 8. März 2018
  50. Website der BLZK – Referat Berufskunde und Berufspolitische Bildung, aufgerufen am 8. März 2018
  51. vgl. § 39 Abs. 1 Satz 1 BBiG (PDF; 133 kB), aufgerufen am 11. April 2013
  52. Website der BLZK – Röntgenstelle der Bayerischen Zahnärzte, aufgerufen am 8. Oktober 2014
  53. Website der BLZK – Hilfswerk Zahnmedizin Bayern e. V., aufgerufen am 1. Februar 2017
  54. Website der BLZK – Zahnärztliches Hilfsprojekt Brasilien e. V., aufgerufen am 1. Februar 2017
  55. Website der BLZK – Benefiz-Golfturnier, aufgerufen am 8. Oktober 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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