Bechtold von Bernstorff

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Bechtold Christian August Graf von Bernstorff (* 25. Oktober 1803 in Berlin; † 25. Juni 1890 in Gartow) war Landrat und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bechtold von Bernstorff entstammte dem mecklenburgischen Uradel der von Bernstorffs mit dem gleichnamigen Stammhaus in Bernstorf südwestlich von Grevesmühlen im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg.

Bernstorffs Eltern waren der preußische Kammerherr und Legationsrat Graf Ernst von Bernstorff (1768–1840) und dessen Ehefrau, die Freiin Amerika Riedesel zu Eisenbach (1780–1856), einer Tochter des Generals Friedrich Adolf Riedesel. Der Vater besaß die Güter Gartow im Königreich Hannover und Wedendorf in Mecklenburg. Bernstorff erhielt Privatunterricht und besuchte von 1824 die Universität in Berlin und 1826/27 die Universität Göttingen. Er war Gutsbesitzer und Mitglied des Lüneburger Landschaftskollegiums. Später war er ständischer Landrat in Hannover und dann bis 1866 Geheimer Rat und Virilstimme der Hannoverschen I. Kammer. Zwischen 1877 und seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Reichstages für die Deutsch-Hannoversche Partei und als Hospitant des Zentrums und für den Wahlkreis Provinz Hannover 15 (Uelzen, Gartow).[1] Bernstorff war Ehrenritter des Johanniterordens.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bechtold von Bernstorff heiratete am 6. Dezember 1828 in Lauterbach/Hessen Thekla Dorette Caroline Gräfin von Bibra a. d. H. Irmelshausen (1810–1884), Tochter des hessischen Landjägermeisters und Wirklichen Geheimrats Christian Ernst Heinrich von Bibra.[2] Der Familie entstammten elf Kinder (5 Söhne, 6 Töchter):

  • Georg Christian Ernst (1829–1891)
  • Anna Luise Friederike Hedwig (1832–1859)
  • Christian Joachim Hugo (1834–1901)
  • Marie (1837–1912)
  • Luise Hedwig Auguste (1838–1916)
  • Elisabeth Sophie Auguste (1840–1902)
  • Berthold Hartwig (1842–1917)
  • Emma Frieda Klementine Karoline (1844–1909)
  • Christian Albrecht Wilhelm (1846–1886)
  • Eberhard (1848–1933)
  • Eleonore Anna Marie Luise (1855–1940)[3][4]

Bechtold von Bernstorff wuchs neben drei Geschwistern auf:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 128.
  2. Thekla von Bibra (Caroline Wilhelmine Dorothee Thekla von Bibra), Freiin bei Worldhistory – Personen der Weltgeschichte
  3. Bechtold Christian August von Bernstorff (Bechtold von Bernstorff), Graf bei Worldhistory – Personen der Weltgeschichte
  4. Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser. 70. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1897, S. 112–115
  5. Geschichte im Buch. Website von Bernstorffscher Familienverband, S. 218 ff.