Bernstorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bernstorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bernstorf führt kein Wappen
Bernstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernstorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 50′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Grevesmühlen-Land
Höhe: 22 m ü. NHN
Fläche: 17,56 km²
Einwohner: 328 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23936
Vorwahl: 03881
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 005
Adresse der Amtsverwaltung: Rathausplatz 1
23936 Grevesmühlen
Webpräsenz: www.grevesmuehlen.de
Bürgermeister: Günter Cords
Lage der Gemeinde Bernstorf im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Bernstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bernstorf liegt sieben Kilometer südwestlich der Stadt Grevesmühlen und ist etwa 30 Kilometer von Wismar entfernt. Die Flüsse Stepenitz und Radegast umschließen das leicht hügelige Gemeindegebiet im Norden und Westen. Das Gemeindegebiet ist durch die Landwirtschaft geprägt.

Zu Bernstorf gehören die Ortsteile Bernstorf-Ausbau, Jeese, Pieverstorf, Strohkirchen, Wilkenhagen und Wölschendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Gemeinde geht auf die Familie Bernstorff zurück, die seit dem 13. Jahrhundert bis 1945 das Gut Bernardestorp besaß.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenhaus in Bernstorf
  • Der aufwändige zweigeschossige Neorenaissancebau wurde von 1877 bis 1880 nach Plänen von Georg Daniel in Formen der niederländischen Renaissance, man könnte auch Weserrenaissance sagen, errichtet. Backstein für den Grundbau und Sandstein für alle architektonischen Details sorgen für ein höchst abwechslungsreiches Erscheinungsbild.[2]

An der Südseite befinden sich zwei Seitenflügel und ein flacher Mittelrisalit mit Volutengiebeln und an der Ostseite ein achteckiger Turm. Die Gliederung erfolgte mit gelben Backsteinen und in Sandstein.[3] Letzter Eigentümer des Gutes war bis 1945 Hermann Graf von Bernstorff (1867–1946).[4][5] Im Gebäude wurde nach der Sanierung ein Krebs-Hospiz am 14. April 2014 eröffnet.[6]

  • Ein Sühnestein für Werner Bernstorp von 1359 befindet sich abseits des Gutshauses im Schlosspark.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ostseeautobahn A 20 teilt das Gemeindegebiet in eine Nord- und eine Südhälfte; der Autobahnanschluss Grevesmühlen ist rund elf Kilometer entfernt. Über die Nachbargemeinde Stepenitztal besteht Anschluss an die Bundesstraße 105 (Grevesmühlen–Lübeck). Im vier Kilometer entfernten Grieben befindet sich ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Wölschendorf wurde Paul Brockmüller (1864–1925), ein Maler und Illustrator, geboren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Horst Ende: Georg Daniel als Architekt und Denkmalpfleger in Mecklenburg. Vortrag am 11. Februar 2004 zu seinem 175. Geburtstag im Landesamt für Denkmalpflege Schwerin.
  3. Georg Dehio:Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern, Deutscher Kunstverlag, Neubearbeitung, München/Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6, S. 66 f.
  4. Geschichte des Hauses. In: Webseite der Schloss Bernstorf gGmbH. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  5. Herrenhaus (Schloss) Bernstorf. In: gutshaeuser.de. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  6. Volker Bohlmann: Gutshaus eröffnet als Biohospiz. In: Schweriner Volkszeitung. 4. April 2014, archiviert vom Original am 7. April 2014, abgerufen am 28. Juli 2015.