Ben Harper

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Ben Harper live

Benjamin Chase Harper (* 28. Oktober 1969 in Claremont, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Musiker und Komponist.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in der Wüste, verbrachte er als Junge seine Zeit beim Skaten mit Freunden. Später arbeitete er zunächst als Briefträger und reparierte dann Gitarren.

Schon mit sechs Jahren begann Harper Gitarre zu spielen. Dabei wurde er stark von seiner Mutter und seiner Großmutter beeinflusst, die beide ebenfalls Gitarre spielen konnten, sowie auch von seinem Vater, einem Percussionisten. Dies ermöglichte ihm schon frühzeitig eine musikalische Entwicklung. Zu den Einflüssen in Harpers Musik gehören Folk, Blues und Reggae. Besonders begeisterten ihn Jimi Hendrix und Bob Marley, den er bei einem Konzert im Juli 1978 in Burbank (Los Angeles County) sah.[1]

Im Alter von 17 Jahren erhielt Ben Harper eine Bottleneck-Slide-Gitarre (Weissenborn). Seine frühesten Auftritte hatte er im LA Circuit mit Bluesnummern. Dadurch wurde er 1993 entdeckt und unterschrieb einen Plattenvertrag bei Virgin. Sein selbst produziertes Debütalbum legte den Grundstein seiner Karriere. Zusammen mit seiner Band, den Innocent Criminals, begann Harper 1994 eine lange Tournee durch Nordamerika und Europa, wodurch seine Bekanntheit und Beliebtheit stetig stiegen.

In den folgenden Jahren wurden weitere Alben veröffentlicht. Harpers Musikstil änderte sich, und Elemente von Gospel, Country, Jazz und Funk flossen in seine Musik ein.

Harper veröffentlichte auch ein Duett mit der brasilianischen Sängerin Vanessa da Mata, "Boa Sorte/Good Luck". In dem gemeinsam verfassten Lied singt da Mata den Text auf Portugiesisch, Ben Harper auf Englisch. Der Titel wurde Nummer eins der brasilianischen und portugiesischen Hitparaden und in Brasilien zudem 2008 mit dem bedeutenden Preis Prêmio Multishow de Música Brasileira als "bestes Lied" ausgezeichnet. Im selben Jahr gründete er auch die Band Relentless7.[2]

Ben Harper spielte auf der Video-CD „Flake“ die Slide-Gitarre seines Kollegen Jack Johnson und arbeitete an dessen CD „Sing-A-Longs and Lullabies“ mit. Außerdem gibt Harper mit seinem langjährigen Freund des Öfteren gemeinsame Tourneen.

Im Februar 2010 gründeten Ben Harper, Dhani Harrison und Joseph Arthur die Band Fistful of Mercy. Das Debütalbum As I Call You Down erschien im Oktober 2010.[3]

Auf dem Nightwatchman-Album World Wide Rebel Songs aus dem Jahr 2011 erscheint Ben Harper als Gastmusiker im Song Save the Hammer for the Man. 2013 nahm er zusammen mit dem Bluesmusiker Charlie Musselwhite das Album Get Up! auf. Es wurde bei den Grammy Awards 2014 als bestes Bluesalbum ausgezeichnet. Im Frühjahr desselben Jahres erschien ein Album mit Kindheitsreminiszenzen unter dem Titel Childhood Home, das Ben zusammen mit seiner Mutter Ellen Harper aufgenommen hatte.

Harper war von 2000 bis 2010 mit der US-Schauspielerin Laura Dern (u. a. Jurassic Park und Die Lust der schönen Rose) liiert und hat mit ihr eine Tochter (* 24. November 2004) und einen Sohn (* 21. August 2001). Das Paar heiratete 2005. Im Oktober 2010 reichte Harper wegen "unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung ein.[4]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harper trat beim Benefizkonzert „Change Begins Within“ der David Lynch Foundation for Consciousness-Based Education and World Peace am 4. April 2009 in der Radio City Music Hall, New York City, u.a. mit Paul McCartney, Ringo Starr, Donovan, Sheryl Crow, Eddie Vedder und Moby auf. Mit den Konzerteinnahmen will die Stiftung sozial benachteiligten Kindern die Möglichkeit geben, Transzendentale Meditation zu erlernen.[5][6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 Welcome to the Cruel World
1997 The Will to Live 37
(3 Wo.)
87
(2 Wo.)
89
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Mai 1997
1999 Burn to Shine 34
(4 Wo.)
82
(1 Wo.)
67 Gold
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. September 1999
(mit The Innocent Criminals)
2003 Diamonds On the Inside 73
(4 Wo.)
64
(3 Wo.)
3 Gold
(26 Wo.)
19 Gold
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 2003
2004 There Will Be a Light 73
(1 Wo.)
37
(5 Wo.)
3
(9 Wo.)
81
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. September 2004
(mit The Blind Boys of Alabama)
2006 Both Sides of the Gun 90
(1 Wo.)
47
(3 Wo.)
4 Gold
(19 Wo.)
7
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 2006
2007 Lifeline 1 Gold
(12 Wo.)
9
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 2007
(mit The Innocent Criminals)
2009 White Lies for Dark Times 68
(1 Wo.)
7
(10 Wo.)
9
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2009
(mit Relentless7)
2011 Give Till It's Gone 6
(12 Wo.)
15
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Mai 2011
2013 Get Up! 91
(1 Wo.)
55
(5 Wo.)
27
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Januar 2013
(mit Charlie Musselwhite)
2014 Childhood Home 30
(4 Wo.)
43
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Mai 2014
(mit Ellen Harper)
2016 Call It What It Is 97
(1 Wo.)
58
(1 Wo.)
11
(6 Wo.)
19
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. April 2016
(mit The Innocent Criminals)

Weitere Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2001 Live from Mars 29
(15 Wo.)
70
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. März 2001
Livealbum ; mit The Innocent Criminals
2005 Live at the Apollo 96
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2005
Livealbum ; mit The Blind Boys of Alabama
2010 Live from the Montreal International Jazz Festival 151
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. März 2010
Livealbum ; mit Relentless7
As I Call You Down 50
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 2010
als Fistful of Mercy
2012 By My Side 65
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2012
Kompilation

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1992: Pleasure and Pain
  • 1994: Welcome to the Cruel World (FR #11)
  • 1995: Fight for Your Mind (FR #39)
  • 1996: Ben Harper Tour (EP)
  • 2002: Pleasure and Pain (DVD)
  • 2003: Live at the Hollywood Bowl (DVD)
  • 2005: Live at the Apollo (DVD)
  • 2007: Live at Twist & Shout
  • 2013: Live from the Granada Theater

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 Faded
The Will to Live
54
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1997
2007 Boa Sorte (Good Luck)
Sim
85
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2007
(mit Vanessa da Mata)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BobMarley.com | Ben Harper Discusses Bob Marley
  2. Ben Harper and Relentless7, The Official Ben Harper Website, 17. Juni 2010.
  3. Dhani Harrison, Ben Harper Form New Band, Rolling Stone, 26. August 2010
  4. Laura Dern und Ben Harper lassen sich scheiden (Memento vom 12. Oktober 2010 im Internet Archive), sueddeutsche.de, 11. Oktober 2010.
  5. McCartney and Starr reunite in NYC for meditation. (Memento vom 8. April 2009 im Internet Archive), Reuters, 5. April 2009.
  6. David Lynch Foundation Presents Change Begins Within Benefit Concert., last.fm, 4. April 2009.
  7. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ben Harper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien