Benedetta Barzini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Benedetta Barzini (* 22. September 1943 in Porto Santo Stefano) ist ein italienisches Model, die vor allem in den 1960er-Jahren zu den bekanntesten Fotomodels gehörte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barzini wurde 1943 als Tochter des Schriftstellers Luigi Barzini junior und dessen erster Frau Giannalisa Gianzana Feltrinelli geboren. Sie ist die Halbschwester des Verlegers Giangiacomo Feltrinelli, ihr Halbbruder aus der zweiten Ehe ihres Vaters ist der Filmregisseur Andrea Barzini.

Nach ihrer Ausbildung an einer Schweizer Privatschule wurde sie 1963 von der Vogue-Redakteurin Consuelo Crespi auf der Straße entdeckt und erhielt ihr erstes Modelangebot für ein Shooting mit Irving Penn von der Chefredakteurin der amerikanischen Vogue-Ausgabe, Diana Vreeland. Obwohl sie nur für zehn Tage nach New York City reisen wollte, blieb sie vier Jahre.[1] In dieser Zeit war sie oft in Andy Warhols The Factory zu Gast. Warhols Assistent Gerard Malanga, mit dem Barzini zeitweise auch liiert war, veröffentlichte 1967 den Gedichtband 3 Poems for Benedetta Barzini.[2]

Barzini arbeitete bis 1969 als Model, wobei sie mit Fotografen wie Richard Avedon, Bert Stern oder Ugo Mulas zusammenarbeitete.[3] Im November 1965 war sie Titelmodel der ersten italienischen Vogue-Ausgabe, was sie auch in ihrer Heimat bekannt machte. 1966 benannte Harper’s Bazaar sie als eine der „100 Great Beauties of the World“.

Ende der 1960er Jahre zog sie wieder zurück nach Italien. Dort lernte sie den Regisseur Roberto Faenza kennen. Das Paar heiratete 1969. Faenza verließ Barzini allerdings am Tag der Geburt der gemeinsamen Zwillingskinder.[1] Später hatte sie zwei weitere Kinder aus einer anderen Beziehung.[4]

1973 zog sie sich vom Modeln zurück und wandte sich dem Marxismus und Radikalfeminismus zu.[1] Als Professorin für Modedesign unterrichtet sie unter anderem an der Nuova Accademia di Belle Arti Milano (NABA), am Polytechnikum Mailand und der Universität Urbino.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Once a 'Vogue' Star, Benedetta Barzini Is Now Fashion's La Pasionaria in People, Vol.8, No. 2, 11. Juli 1977
  2. 3 Poems for Benedetta Barzini bei worldcat.org, abgerufen am 21. September 2012
  3. a b Benedetta Barzini bei vogue.it, abgerufen am 21. September 2012
  4. Mama, che male (PDF; 1,8 MB), Il Venerdi, 3. November 2000