Vogue (Zeitschrift)

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Vogue
Logo der Vogue
Beschreibung Modezeitschrift
Sprache Deutsch
Verlag Condé Nast Germany (Deutschland)
Hauptsitz München
Erscheinungsweise zehnmal jährlich
Verkaufte Auflage 64.944 Exemplare
(IVW 3/2022)
Verbreitete Auflage 66.082 Exemplare
(IVW 3/2022)
Reichweite 0,97 Mio. Leser
(MA 2020 I)
Chefredakteurin Kerstin Weng
Geschäftsführerin Natalia Gamero del Castillo
Weblink vogue.de
ZDB 602066-5
Shyamoli Varma Vogue India 2003
Illustration in der Französischen Vogue 1920

Die Vogue (in eigener Schreibweise VOGUE) ist eine international verbreitete Modezeitschrift, die traditionell weltweit einen starken Einfluss auf die Kleidermode, die Modefotografie sowie die Modeillustration hat. Es ist eine Auszeichnung für Models, Modeschöpfer und Fotografen, wenn ihre Arbeit in der Vogue veröffentlicht wird. 1892 erschien die erste Ausgabe in den USA, herausgegeben von Arthur Baldwin Turnure. Nach dessen Tod kaufte 1909 Condé Montrose Nast die Vogue.[1] Bis heute wird Vogue von Condé Nast bzw. in Lizenz verlegt. Derzeit werden in 26 Ländern weltweit eigenständige Ausgaben von Vogue herausgegeben. Wesentlich beteiligt am Erfolg in den letzten 50 Jahren waren neben dem künstlerischen Direktor Alexander Liberman die Chefredakteurinnen Diana Vreeland und Anna Wintour.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt des monatlich erscheinenden Magazins (im Format 213 × 277) sind die aufwendig inszenierten Fotostrecken bekannter Fotografen mit der neuesten exklusiven Damenmode. Fotografen wie Adolphe de Meyer, Edward Steichen, Man Ray, George Hoyningen-Huene, Helmut Newton, Peter Beard und Karl Lagerfeld haben für die Vogue gearbeitet. Daneben enthält das Magazin redaktionelle Beiträge zu Design, Architektur, Prominenten, Kultur, Reisen, Unterhaltung sowie Horoskope. Bekannte Modefotografen waren

Die erste Pop-Sängerin auf dem Cover des Magazins ist 2012 Lady Gaga. Mit 916 Seiten ist die September-Ausgabe 2012 die bisher größte Vogue-Ausgabe aller Zeiten.[2]

Die US-amerikanische Pop-Sängerin Beyoncé erhielt im September 2018 die beispiellose vollständige redaktionelle Kontrolle über das Cover und den Beitrag des Magazins.[3] Sie beauftragte den damals 23-jährigen afroamerikanischen Fotografen Tyler Mitchell, sie für ein Cover des Magazins zu fotografieren. In der 126-jährigen Geschichte der Vogue ist Tyler Mitchell der erste afroamerikanische Fotograf, der ein Cover für das Magazin gestaltet hat.[4]

Mindestens der halbe Heftumfang besteht aus Werbeanzeigen und Promotions internationaler Hersteller von Markenmode und Kosmetik.

Zielgruppe des Magazins sind wohlhabende Kundinnen ab etwa 29 Jahren, die sich am gängigen Schönheitsideal orientieren.

Die größten Konkurrenzmagazine sind Harper’s Bazaar und Elle.

Ausgaben und Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lynn Yaeger (Moderedakteurin für Vogue.com und Autorin für Vogue) 2011

Im September 2020 erschienen in 26 Ländern individuelle Ausgaben der Vogue, in zahlreiche weitere werden diese exportiert.[5]

Nordamerika

Südamerika

Europa

Asien

Ozeanien

Vogue in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Ausgabe der Vogue erschien erstmals vom April 1928 bis Oktober 1929 mit Verlagssitz in Berlin. Seit August 1979 wird sie wieder vom Verlagsstandort München herausgegeben. Chefredakteurin war zunächst Christa Dowling, die 1989 von Angelica Blechschmidt abgelöst wurde. 2001 wurde eine deutsche Website gestartet. Im März 2003 wurde Christiane Arp Chefredakteurin, die den Posten bis Dezember 2020 innehatte.[6] 2021 wurde die Erscheinungsfrequenz auf neunmal jährlich reduziert und 2022 wurde sie auf zehnmal jährlich erhöht. Nachfolgerin von Christiane Arp wurde im Februar 2022 Kerstin Weng als Head of Editorial Content.[7] Die verkaufte Auflage beträgt 64.944 Exemplare, ein Minus von 44,9 Prozent seit 1998.[8]

Mit der Oktober-Ausgabe 2009 feierte die deutsche Vogue ihr dreißigjähriges Bestehen. Zum Jubiläum erschien das Magazin mit drei Ausgaben mit insgesamt 2196 Seiten. Karl Lagerfeld, Bruce Weber und Peter Lindbergh waren für jeweils eine Ausgabe Co-Chefredakteure.[9] Zum vierzigjährigen Jubiläum fand von Oktober 2019 bis Januar 2020 die Ausstellung Ist das Mode oder kann das weg?! im Museum Villa Stuck statt.[10] Aus der ab 1984 erscheinenden Männer Vogue ging 1997 GQ hervor.[11] Von 2000 bis 2005 und 2010 bis 2020 erschien der Ableger Vogue Business.[12]

Teen Vogue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2017 erschien in den USA mit Teen Vogue ein Ableger mit der Zielgruppe Teenager.[13]

Vogue Events[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vogue Salon ist eine von Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp 2011 ins Leben gerufene Initiative zur Förderung junger deutscher Modedesigner und findet zweimal pro Jahr während der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin statt.[14] Der Vogue Salon bietet handverlesenen Nachwuchs-Modedesignern bis zu vier Saisons lang eine Bühne, ihre Kollektionen einem internationalen Fachpublikum aus Einzelhändlern, Einkäufern und Journalisten vorzustellen, und die für den kommerziellen Erfolg essentiellen Beziehungen zum Handel zu knüpfen. Der Vogue Salon findet im Rahmen der Gruppenausstellung der Berliner Mode Salons im Kronprinzenpalais in Berlin statt.[15]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Motto A Global Celebration of Fashion initiiert Vogue eine internationale Shopping-Initiative, die weltweit in 5 Ländern und 14 Städten veranstaltet wird.[16]

In Deutschland fand die Shopping-Initiative von 2009 bis 2017 statt.[17] Bei der Fashion’s Night Out haben Modeboutiquen und Department Stores bis Mitternacht geöffnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norberto Angeletti, Alberto Oliva: In Vogue: the illustrated history of the world’s most famous fashion magazine. Rizzoli, New York 2006, ISBN 0-8478-2864-6.
  • VOGUE: „THE COVERS“ herausgegeben von Abrams, Erscheinungsjahr: 2017, ISBN 978-1-4197-2753-5.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Vogue covers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Vogue (magazine) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Vogue, 1892 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Vogue, 1926 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Vogue, 1956 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gretel Werner Zeitschriften à la mode. in Europäische Moderne. Buch und Graphik aus Berliner Kunstverlagen. Reimer, 1989, S. 200.
  2. The 10 Most Groundbreaking Covers in the History of Vogue NY Times, abgerufen am 30. Juni 2022
  3. Vogue reportedly gave Beyoncé editorial control of September cover and feature CBS News, abgerufen am 30. Juni 2022
  4. The story behind Tyler Mitchell's Vogue cover of Beyoncé CNN abgerufen am 30. Juni 2022
  5. Die 26 VOGUE-ChefredakteurInnen im September 2020. Condé Nast Germany, 3. August 2020, abgerufen am 22. Februar 2021 (deutsch).
  6. Der Kreis schließt sich mit Heidi Klum sueddeutsche.de, 11. Dezember 2020
  7. Kerstin Weng leitet künftig die deutsche Vogue sueddeutsche.de, 22. Oktober 2021
  8. laut IVW (Details auf ivw.de)
  9. Es ist so Chanel! taz.de, 10. September  2009
  10. Keine Scheu vor Plattitüden taz.de, 18.  November 2019
  11. Die Geschichte von Condé Nast condenast.de
  12. „Vogue Business“ wird ins Hauptheft integriert clap-club.de, 5. Februar 2021
  13. Printversion der "Teen Vogue" wird eingestellt spiegel.de, 2. November 2017
  14. VOGUE Salon Abgerufen am 10. Juni 2016.
  15. Der Berliner Modesalon Abgerufen am 10. Juni 2016.
  16. Vogue Fashion’s Night Out Abgerufen am 27. August 2018.
  17. Fashion’s Night Out Deutschland Abgerufen am 10. Juni 2016
  18. Cornish pub will not change name despite letter from Vogue owner. 13. Mai 2022, abgerufen am 14. Mai 2022 (englisch).