Benyamin Nuss

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Benyamin Nuss (* 20. Juni 1989 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Pianist und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sechsjähriger erhielt der Sohn des Posaunisten Ludwig Nuss und Neffe des Jazzpianisten Hubert Nuss seinen ersten Klavierunterricht und wurde in der Klavierwerkstatt von Viktor Langemann in Erftstadt gefördert. Ab 2004 wurde Nuss von dem Konzertpianisten Andreas Frölich in Bonn unterrichtet und wechselte 2006 als Jungstudent zu Ilja Scheps an die Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, wo er nach Beendigung des Abiturs sein Studium im Hauptfach Klavier fortsetzte. Darüber hinaus besuchte er Kurse bei Ragna Schirmer, Ilana Shapira-Marinescu und Anatol Ugorski. 2015 absolvierte Nuss in Aachen seinen Masterabschluss mit Auszeichnung.[1]

Seine Erfolge ermöglichten es Nuss, 2005 mit dem Landesjugend Orchester NRW unter Hermann Bäumer das 1. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven aufzuführen. Außerdem führten ihn seine Konzerte in die Laeiszhalle und die Kölner Philharmonie. 2006 wurde er Stipendiat der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung und gab Klavierabende sowie Konzerte mit Orchestern in NRW und mit den Warschauer Symphonikern. Im Herbst 2008 war er mit 12 Konzerten Solist im Zyklus „Best of NRW“ zu hören. Im Herbst 2009 trat er mit dem WDR Rundfunkorchester Köln auf, u. a. in dem Konzert „Symphonic Fantasies“, welches Videospielemusik des Herstellers Square Enix zum Thema hatte. Am 25. September 2010 gab er ein Solokonzert im Kulturzentrum „Tuchfabrik“ in Trier.

Am 19. September 2010 erschien bei der Firma Deutsche Grammophon sein Debütalbum Benyamin Nuss plays Uematsu, auf dem er die Werke des japanischen Videospielkomponisten Nobuo Uematsu auf dem Klavier interpretiert. Anschließend ging er mit diesem Album auf Tournee durch mehrere Länder, darunter Japan, wo er auch mit der Rhapsody in Blue von George Gershwin und dem Klavierkonzert von Maurice Ravel auftrat. Weitere Tourneen führten ihn nach China (2015) und in die USA (2016).

Am 10./11. November 2016 trat er mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Wayne Marshall in Leonard Bernsteins selten gespielter 2. Sinfonie für Klavier und Orchester (The Age of Anxiety) auf.

Benyamin Nuss ist auch als Jazzpianist tätig, so mit seinem eigenen Jazzquartet, dem Fries-Nuss-Quartett[2] und in einem Trio zusammen mit seinem Vater Ludwig Nuss und dem Bassisten John Goldsby.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 2. Preis beim internationalen Duo-Festival Bad Herrenalb
  • 2003 Bernd Alois Zimmermann-Preis der Stadt Erftstadt
  • 2004 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert (Höchstpunktzahl) in der Wertung Duo: Klavier und ein Blechblasinstrument mit Bruder Jonathan Nuss
  • 2005 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in der Solowertung Klavier
  • 2005 1. Preis beim Steinway Wettbewerb in Hamburg
  • 2006 2. Platz in der Altersgruppe 16–18 Jahre beim Rotary Klavierwettbewerb Jugend
  • 2006 1. Preis beim Thürmer Wettbewerb in Bochum
  • 2006 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Prix amadéo de piano“ in den Niederlanden und Sonderpreis für beste Mozart-Interpretation
  • 2006 Beethoven Bonnensis Preis der Stadt Bonn
  • 2008 Stipendiat der Hochbegabtenförderung „Best of NRW“
  • 2009 exclusiv Universal recording artist

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Night Over Lake Tarawera, mit Ludwig Nuss, John Goldsby, Hans Dekker u. a.; Mons Records 2009
  • Symphonic Fantasies; Decca Records 2010
  • Benyamin Nuss Plays Uematsu, Solo-CD; Deutsche Grammophon 2010
  • Exotica, Solo-CD; Deutsche Grammophon, 2012
  • Masashi Hamauzu: Klavierwerke, Solo-CD; Monomusik, 2013
  • Masashi Hamauzu: Opus 4, Solo-CD mit Lisa Schumann und Kana Shirao; Mons Records, 2014
  • Masashi Hamauzu: Pianoschlacht Live, Solo-CD mit Hijiri Kuwano und Takahiro Yuuki; Monomusik, 2015
  • Paul Juon: Silhouettes op. 9 und op. 43, Sieben kleine Tondichtungen op. 81, mit Malwina Sosnowski (Violine) und Rebekka Hartmann (Violine); Musiques Suisses 2015
  • Nikolai Kapustin: Works for Cello, mit Christine Rauh (Violoncello) u. a.; SWR Music 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzvita
  2. Fries-Nuss-Quartett

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]