Deutsches Filmorchester Babelsberg

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Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist ein Orchester mit Sitz im Studio Babelsberg in Potsdam.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Wiedervereinigung gingen 1993 das DEFA-Sinfonieorchester und das Radio Berlin Tanzorchester unter Klaus Peter Beyer zusammen im – unter dem heutigen Namen Deutsches Filmorchester Babelsberg (DFOB) firmierenden – Klangkörper auf. Aufnahmen und Proben fanden zu dieser Zeit im Funkhaus Nalepastraße statt. 2007 bezog das Orchester neue Räumlichkeiten für Proben und Verwaltung sowie Studios für Aufnahmen auf dem historischen Filmgelände des Studio Babelsberg.[1]

Die Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DFOB spielt sinfonische Konzerte, Opernprojekte und Crossover-Programme. Im Bereich Film und Fernsehen wurden über 220 Filmmusikproduktionen wie Die Apothekerin, Solo für Klarinette, Otto – Der Katastrofenfilm, Der Tanz mit dem Teufel, The Musketeer, Lauras Stern, 7 Zwerge – Männer allein im Wald oder Der Clown – Payday in den eigenen Studios produziert und eingespielt.

Zudem finden Kooperationen mit der benachbarten Filmuniversität Babelsberg statt, so dass Filmstudenten bei ihren ersten Arbeiten und Kurzfilmen schon früh in Kontakt mit dem Orchester kommen.

Seit Jahren wird die José Carreras Gala (MDR) in Leipzig vom Filmorchester begleitet. Auch bei den Elblandfestspielen Wittenberge ist das Orchester seit der Gründung im Jahre 2000 fester Partner mit jährlichen Fernsehaufzeichnungen (RBB, alle weiteren dritten Programme der ARD und 3sat). In den letzten Jahren folgten Aufnahmen von Orchesterbegleitungen für Peter Fox’ Solo-Album Stadtaffe und Alben von Silbermond, Söhne Mannheims, Udo Lindenberg, Rammstein sowie Polarkreis 18. 2007 bis 2010 nahm das Filmorchester zusammen mit zahlreichen Bands und Solisten aus der früheren DDR am Projekt Ost-Rock Klassik teil. Daneben veranstaltete radioEINS 2010 Radiokonzerte mit dem Filmorchester und Keimzeit sowie Selig.

Das Orchester präsentiert ein großes Repertoire bekannter Stummfilme als „Film-Live-Konzerte“ und wird oft als das „einzige Filmorchester Westeuropas“ bezeichnet. 2009 spielten sie auf dem Album Low Voltage der Band The BossHoss und der folgenden Tournee.

Chefdirigent ist seit 1999 Scott Lawton, auch wenn Günther Joseck das Orchester oft bei Aufnahmen dirigiert. Lawtons Vorgänger waren Frank Strobel (1995 bis 1998) und Bernd Wefelmeyer (bis 1995).

Populärmusikalische Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

Singles

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Filmorchester Babelsberg: Biographie filmorchester.de, abgerufen am 6. November 2015
  2. Veröffentlichungsjahr der CD, abgerufen am 1. Januar 2016