Bernd Weikl

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Bernd Weikl (* 29. Juli 1942 in Wien) ist ein deutsch-österreichischer Opern- und Konzertsänger (Bariton), Buchautor und Opernregisseur. Als Opern- und Konzertsänger zählt er zu den profiliertesten Vertretern seines Fachs und erlangte international Berühmtheit mit der Paraderolle des Hans Sachs in Richard Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weikl studierte zunächst Volkswirtschaftslehre, wechselte dann aber in Mainz zum Fach Gesang, das er an der Musikhochschule Hannover abschloss. 1968 debütierte er am Opernhaus Hannover, 1972 sang er zum ersten Mal bei den Bayreuther Festspielen. Seit 1977 tritt er regelmäßig an der Metropolitan Opera in New York auf. Gastspiele führten ihn rund um den Erdball. Mit dem Pianisten Cord Garben hat Weikl mehrere Tonträger mit Liedern eingespielt. Mit diesem sowie mit Irwin Gage und Helmut Deutsch gab er Liederabende im In- und Ausland.

1993 promovierte er im Fach Management zum Thema „Aktivität-Marketing von Freelance-Opernsolisten“ bei Edmundas Kazimieras Zavadskas (* 1944) an der Technischen Universität in Vilnius.[1]

Neben seiner Tätigkeit als Sänger arbeitete Bernd Weikl auch als Autor für Film und Fernsehen. Seine Filme befassen sich vor allem mit großen Komponisten.

Bereits 1988 wurde Weikl ehrenhalber der Professorentitel zuerkannt. 1993 wurde er zum Hamburger Kammersänger ernannt.[2] Er ist auch Bayerischer und Österreichischer Kammersänger, sowie seit 1998 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. 1994 erhielt er das GROSSE Bundesverdienstkreuz, 1995 den Bayerischen Verdienstorden. In Österreich erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Stadt Wien und das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.

Weikl initiierte eine Studie über "Gesang als musiktherapeutische Intervention bei depressiven Patienten", Psychiatrische Klinik der Ludwig-Maximilian-Universität München, 1996

In der väterlichen Heimat in Bodenmais am Arber ist Bernd Weikl Ehrenbürger. Dort ist ihm ein Museum gewidmet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr. rer.oec. (magna cum laude), 17. März 1993
  • Das GROSSE Bundesverdienstkreuz, 5. Oktober 1994
  • Der Bayerische Verdienstorden, 13. Juli 1995
  • Dr. h.c. der Universität Alma Ata, 24. Februar 1998
  • Das goldene Ehrenzeichen, September 2002
  • Das österreichische Ehrenkreuz 1. Klasse, 4. Oktober 2002
  • Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Stadt Wien
  • Das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse

Opernregisseur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frei erfunden. Aus Oper, Politik und dazwischen. Eine Satire, Illustrationen von Horst Thom, Edition Va Bene, Wien und Klosterneuburg 1996, ISBN 3-85167-045-0
  • Hoffentlich gelogen. Aus Oper, Politik, Kultur und drumherum … Eine Satire, Illustrationen von Horst Thom, Edition Va Bene, Wien und Klosterneuburg 1997, ISBN 3-85167-057-4
  • Vom Singen und von anderen Dingen. Ein Ratgeber für alle, die beruflich oder privat mit einer klangvollen Stimme erfolgreich sein wollen. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1998 ISBN 3-218-00643-0, erschienen auch in einer russischen Ausgabe, Moskau 2000
  • Gesang als musiktherapeutische Intervention bei depressiven Patienten, Eine klinische Pilotstudie. Med. Diss. von Kristine Leopold an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität zu München, 1999.
  • Bernd Weikl: Kunst-Medizin-Therapie, Wiener Vorlesungen, Konversatorien und Studien, in: Erich Vanecek/Christa Wenninger-Brenn (Hg.): Gesang als Handwerk, Therapie und Prävention, WUV-Univerlag, Wien 2003.
  • Licht & Schatten. Meine Weltkarriere als Opernsänger. Eine Mutter-Sohn-Beziehung als zweite Handlung, Pro Business, Berlin 2007, ISBN 978-3-939430-85-8
  • mit Peter Bendixen: Freispruch für Richard Wagner? Eine historische Rekonstruktion, Universitäts-Verlag, Leipzig 2012, ISBN 978-3-86583-669-4
  • Warum Richard Wagner in Deutschland verboten werden muss, Leipziger Universitäts-Verlag, 2014, ISBN 978-3-86583-850-6
  • Bend Weikl: Der singende Mensch als Maß aller Dinge, in: Isolde Schmid-Reiter (Hg.): Erzählweisen, ConBrio Verlag, Regensburg 2014.
  • Bernd Weikl: Die Natürlichkeit des klassischen Gesangs, in: Wolf Gerhard Schmidt (Hg.): Die Natur-Kultur-Grenze in Kunst und Wissenschaft, Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg 2014.
  • Bernd Weikl: Swastikas on Stage, Trends in the Productions of Richard Wagner’s Operas in German Theaters today. ProBusiness Berlin 2015, ISBN 978-3-86460-305-1
  • Kunst-und Pressefreiheit in Deutschland. Rückblick und Status Quo (2016) Leipziger Universitätsverlag ISBN 978-3-86583-984-8
  • Peter Bendixen - Bernd Weikl. Einführung in die Kultur- und Kunstökonomie. Mit einem Vorwort von Prinz und Prinzessin Georg Yourievsky. VS Verlag 2011. ISBN 978-3-531-18279-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Valdžia sąmoningai ignoruoja mokslininkų rekomendacijas
  2. Kammersänger Weikl. In: Hamburger Abendblatt vom 4. Mai 1993.