Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

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Naturschutzgebiet Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area

Dünenlandschaft der Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

Dünenlandschaft der Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

Lage Westlich von Geesthacht
Fläche 150 ha
Kennung NSG Nr. 143
WDPA-ID 162397
Geographische Lage 53° 27′ N, 10° 20′ OKoordinaten: 53° 26′ 36″ N, 10° 19′ 45″ O
Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen (Schleswig-Holstein)
Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen
Einrichtungsdatum 1993/2011
Verwaltung LLUR
Habitus von Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre)
Gestreifte Zartschrecke

Die Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen sind ein Naturschutzgebiet im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Naturschutzgebiet zeichnet sich durch seinen trockenen, kalkreichen Sandrasen, seine Dünen und Silbergrasfluren sowie seine alten Eichenwälder aus. Es ist Teil des Europäischen ökologischen Netzes Natura 2000. Es schließt unmittelbar an das Hamburger Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft an.[1]

Besondere Charakteristika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet ist seit dem Bau der Geesthachter Schleuse im Jahre 1955 nicht mehr der natürlichen Dynamik eines Flusstales unterworfen. In den Flutmulden steigt jedoch bei Hochwasser das Wasser an, obwohl sie durch einen Deich von der Elbe getrennt sind. Grundsätzlich ist ein kleinräumiger Wechsel von nassen und trockenen Standorten vorhanden. Es finden sich eine Reihe von Arten hier, die sonst für kontinentaler geprägte Klimabereiche typisch sind. Durch Beweidung und Mahd soll verhindert werden, dass das Naturschutzgebiet verwaldet.

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Naturschutzgebiet kommen unter anderem Grasnelke, Mauerpfeffer, Felsen-Fetthenne vor. An den feuchteren Standorten finden sich Brenndolde, Wiesen-Goldstern und Feld-Mannstreu.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet kommen mehrere Heuschreckenarten vor. Die Gestreifte Zartschrecke hat nach derzeitigem Erkenntnisstand hier ihr nordwestlichstes Vorkommen in Deutschland. Das Gebiet wird vor allem im Winter von zahlreichen Vogelarten genutzt. Als Brutvogel kommen außerdem Nachtigall, Kleinspecht und Grünspecht vor.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt Schleswig-Holstein, S. 32

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): einzigartig – Naturführer durch Schleswig Holstein, Wachholtz Verlag, Neumünster 2008, ISBN 978-3-529-05415-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]