Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Das Hohe Elbufer von der gegenüberliegenden Seite der Elbe bei Artlenburg aus gesehen.

Das Hohe Elbufer von der gegenüberliegenden Seite der Elbe bei Artlenburg aus gesehen.

Lage Westlich von Lauenburg/Elbe, Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein
Fläche 4,55 km²
Kennung NSG-Nr. 142
WDPA-ID 163750
Geographische Lage 53° 24′ N, 10° 28′ OKoordinaten: 53° 23′ 41″ N, 10° 27′ 31″ O
Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg (Schleswig-Holstein)
Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg
Meereshöhe von 5 m bis 63 m
Einrichtungsdatum 1993
Verwaltung LLUR

Das Hohe Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg ist ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Städten Geesthacht und Lauenburg/Elbe sowie der Gemeinde Schnakenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Das rund 455 Hektar große Naturschutzgebiet ist unter der Nummer 142 in das Verzeichnis der Naturschutzgebiete des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingetragen. Es wurde 1993 ausgewiesen (Datum der Verordnung: 12. Januar 1993). Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Herzogtum Lauenburg.[1]

Das Naturschutzgebiet liegt am Nordufer der Elbe und erstreckt sich auf rund neun Kilometern Länge zwischen dem Geesthachter Ortsteil Grünhöf-Tesperhude und der Stadt Lauenburg/Elbe. Es ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Elbe mit Hohem Elbufer von Tesperhude bis Lauenburg mit angrenzenden Flächen“ und des Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe“.[2]

Das Gebiet stellt das Elbvorland und den nach Süden abfallenden Steilhang des Elbeurstromtals unter Schutz. Die in die Elbe hineinreichenden Buhnen mit den dazwischenliegenden Flachwasserbereichen sowie ein Teil des Flusslaufes sind in das Naturschutzgebiet einbezogen. Das Naturschutzgebiet wird von der Elbe sowie dem nördlich angrenzenden Steilhang geprägt. Der quellreiche Steilhang ist überwiegend bewaldet. Hier wechseln sich lichte Hangwälder, in denen u. a. Traubeneiche, Kiefer, Feldulme und Wildbirne wachsen, mit Buchen- und Quellwäldern ab. Daneben sind Rutschhänge zu finden. In tief eingegrabenen Schluchten wachsen Eichen-Trockenwälder. Der Uferbereich der Elbe wird von wechselnassen Staudenfluren, Röhrichten und Weidengebüschen gesäumt, an die sich naturnahe Weichholzauen mit Purpurweiden und Schwarzpappeln anschließen.

Das Naturschutzgebiet dient zahlreichen Tieren und Pflanzen als Lebensraum. So kommen hier u. a. Fluss- und Meerneunauge und Rapfen vor. Die Zauneidechse und andere Reptilien sind ebenso heimisch wie zahlreiche Amphibien, Vögel und Fledermausarten. Auch der Biber kommt hier wieder vor.

Südlich von Schnakenbek liegt die Ertheneburg, eine ehemalige, mittelalterliche Befestigungsanlage, innerhalb des Naturschutzgebietes.[3][4] Das Naturschutzgebiet ist auf mehreren Wegen zugänglich.[5][6] Der Elberadweg verläuft zwischen Geesthacht und Lauenburg durch das Schutzgebiet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg“ vom 12. Januar 1993, Landesvorschriften und Landesrechtsprechung, Landesregierung Schleswig-Holstein. Abgerufen am 2. April 2013.
  2. Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, Biosphärenreservate, Landesportal Schleswig-Holstein. Abgerufen am 18. April 2018.
  3. Das Hohe Elbufer, Herzogtum Lauenburg (PDF, 1 MB). Abgerufen am 18. April 2018.
  4. Ertheneburg, Herzogtum Lauenburg. Abgerufen am 18. April 2018.
  5. Annkathrin Bornholdt: Sonntagsspaziergang: Wandern im Naturschutzgebiet „Hohes Elbufer“, NDR 1 Welle Nord, 25. Dezember 2011. Abgerufen am 2. April 2013.
  6. Die Elbe immer im Blick: Reizvolle Wanderung zwischen Lauenburg und Geesthacht, Touristinformation Stadt Geesthacht, 25. August 2011. Abgerufen am 18. April 2018.