Betamotor

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Beta 160 Sport, 1955
Beta Camoscio 48, 1973
Motorrad-Trial Prag, 2007
Dougie Lampkin, World Xtreme Enduro, 2009

Betamotor S.p.A. ist ein italienischer Hersteller von Motorrädern und Motorrollern. Der Firmensitz befindet sich in Rignano sull’Arno.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma wurde 1904 unter dem Namen Società Giuseppe Bianchi in Florenz gegründet und produzierte damals Fahrräder in Handarbeit.

Im Zuge der Modernisierung des Unternehmens im Jahre 1940, wurde der Firmenname in BETA umbenannt (aus den Initialen der beiden Gründer – Bianchi, Enzo und Tosi, Arrigo) und man begann einzylindrige Zweitaktmotoren in die hauseigenen Fahrradrahmen zu montieren. So verließen die ersten Motorräder das Werk.

In den 1960er Jahren begann Beta mit der Entwicklung und Produktion selbstentwickelter Motoren, die bis heute in eigenen Motorrädern und Motorrollern verbaut werden. Dabei handelte es sich anfangs um einzylindrige Zweitaktmotoren. Erst später entwickelte man auch Viertaktmotoren, blieb jedoch dem Konzept des Einzylinders treu.

Neuer Hauptsitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1972 verlagerte Beta seinen Hauptsitz nach Rignano sull’Arno. Hauptgeschäft ist seitdem die Produktion von Kleinkrafträdern, Leichtkrafträdern, Hard-Enduros und Trial-Motorrädern.

Seit 2002 produziert Beta mit den Modellen Jonathan 350, Euro 350 und Alp 200 auch Motorräder für den alltäglichen Straßeneinsatz. Dabei setzt Beta bei den 350er-Modellen nicht auf einen selbstentwickelten Motor, sondern kauft das Einzylinder-Aggregat beim japanischen Motorradhersteller Suzuki ein. Ende 2003 erweiterte der Hersteller sein Portfolio um die Modelle Alp 4.0 und Motard 4.0, die, wie auch schon die Jonathan und die Euro, auf dem bewährten Einzylinder aus der Suzuki DR 350 aufbauen. Darüber hinaus stellt Beta noch eine Reihe von 50 cm³-Motorrädern her, die von einem Minarelli AM6-Motor angetrieben werden und als Enduro- und Supermoto-Version zu haben sind.

Ende 2004 zeigte Beta erstmals die Früchte aus der Zusammenarbeit mit dem österreichischen Motorradhersteller KTM und offeriert damit sein neuerliches Engagement im Enduro-Sport.

Seit 2010 verbaut Beta in die Enduro Modelle RR 4T (4T steht für Viertaktmotor) Motoren aus eigener Entwicklung und Produktion.

2011 wurde eine 350 cm³-RR 4T der Produktpalette hinzugefügt, unter anderem kam die Option hinzu, eine "Factory"-Version der RR zu kaufen, mit verbessertem Fahrwerk, anderer Optik durch ein anderes Dekor und diversen Anbauteilen wie z.B Handprotektoren ab Werk. Eine auffällige Änderung dieses Baujahres ist, dass der Rahmen der RR-Modelle seit dem in roter Farbe als Reminiszenz an die Enduro-Modelle der 70er Jahre von Beta ist.

2012 wurde der Hubraum einer der Maschinen erstmals angepasst, so wurde die RR 520 4T zur RR 498 4T. Das Design der Maschinen wurde im Allgemeinen angepasst, die vordere Lampenmaske wurde geändert, sowie die Halterung des vorderen Kotflügels. Außerdem wurde der Rahmen komplett erneuert mit Schwingenrohren mit einem Durchmesser von 28 mm, zuvor waren es 25 mm. Es wurde ebenfalls ein neuer Endschalldämpfer verbaut, welcher eine Erhöhung der Leistung im gesamten Einsatzbereich garantiert. Eine der größten Neuheiten des Baujahres ist die neue 48 mm Upside-Down-Teleskopgabel der Marke Sachs mit TFX-System (TwinFlux Technology-Systems), welches exklusiv für Beta entwickelt wurde. Zusätzlich bekamen die Factory-Versionen dieses Baujahres der RR ab Werk eine andere Auspuffanlage der Marke Arrow.

2013 kamen die RR 250 2T und RR 300 2T Modelle (2T bezeichnet Zweitaktmotor) in den Verkauf der Firma hinzu.

Erfolge im Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1976: Italienischer Meister in der 125er Cross-Seniorklasse durch Paolo Piron
  • 1987, 1989, 1990, 1991: Weltmeister in der Trial-Weltmeisterschaft (Jordi Tarrés)
  • 1987 und 1988: Teilnahme an der Peru-Rally, Fahrer war auch hier Jordi Tarrés auf einer TR34 bzw. einem 0-Serien-Prototypen
  • 1997, 1998 und 1999: Gesamtsiege in der Trial-Weltmeisterschaft durch Dougie Lampkin.
  • 2016: Weltmeister in der Klasse E3 der Enduro-Weltmeisterschaft durch Steve Holcombe auf einer Beta RR 300.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien