Bewusstseinstrübung

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Bewusstseinstrübung bzw. Verdunkelung des Bewusstseins oder Gehirnnebel[1] (englisch clouding of consciousness[2] oder brain fog) bezeichnet seit jeher das wichtigste pathogenetische Merkmal des Deliriums. Aufmerksamkeit erhält das Phänomen aktuell im Zusammenhang mit Long COVID.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1817 führte der Arzt Georg Friedrich Christian Greiner den Begriff „Verdunkelung des Bewusstseins“[3][4] ein. Das „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM) verwendet den Begriff historisch in seiner Definition von Delirium. Im DSM-III-R und DSM-IV wurde der Begriff „Bewusstseinseintrübung“ durch „Bewusstseinsstörung“ ersetzt, um die Operationalisierung zu erleichtern, aber es handelt sich grundsätzlich um denselben Zustand.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Corona-Langzeitfolgen: "Wer Fatigue hat, schafft es oft kaum noch, ins Badezimmer zu gehen". In: Zeit Online. 28. April 2021, abgerufen am 30. April 2021.
  2. George Stein, Greg Wilkinson: Seminars in General Adult Psychiatry. RCPsych Publications, 2007, ISBN 978-1-904671-44-2 (google.com [abgerufen am 30. April 2021]).
  3. Greiner: Der Traum und das fieberhafte Irreseyn: ein physiologisch-psychologischer Versuch. F.A. Brockhaus, 1817 (google.de [abgerufen am 30. April 2021]).
  4. Augusto Caraceni, Luigi Grassi: Delirium: Acute Confusional States in Palliative Medicine. OUP Oxford, 2011, ISBN 978-0-19-957205-2 (google.com [abgerufen am 30. April 2021]).
  5. Evidence for the Diagnostic Criteria of Delirium: An Update. Abgerufen am 30. April 2021 (englisch).