Bio Austria

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BIO AUSTRIA – Verein zur Förderung des Biologischen Landbaus
(Bio Austria)
Bio Austria.svg
Zweck: Förderung des Biologischen Landbaus
Vorsitz: Gertraud Grabmann (Obfrau), Susanne Maier (Geschäftsführerin)
Gründungsdatum: 2005 (Bio Ernte Austria, Arge Biolandbau, Österreichische Interessensgemeinschaft für Biolandbau u. a.)
Mitgliederzahl: 12.500
Sitz: Linz, Wien 4
Website: bio-austria.at

BIO AUSTRIA – Verein zur Förderung des Biologischen Landbaus ist eine Organisation österreichischer Biobauern.

Organisation und Vereinsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Verband gehören etwa 12.500 Mitglieder und 360 Kooperationsbetriebe an. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten auf Landes- oder Bundesebene, 14 Mitglieder bilden den Vorstand. Büro-Standorte bestehen in Wien und Linz. Die Bio Austria vertritt etwa 60 % der 21.000 Biobauern Österreichs[1] mit einem Gesamtumsatz von etwa 300 Mio. €, und ist damit einer der größten Bio-Verbände der EU.[2]

Die Biobauern haben sich in ihrem Zusammenschluss zu fünf Werten bezüglich ihrer Produkte verpflichtet: Ökologie, Würde der Tiere, Forschung und Innovation, faire Preise und „bio-bäuerliche Lebensmittelkultur“. Das Ziel von Bio Austria ist nach eigenen Angaben die nachhaltige Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft sowie die Sicherung der Absatzmärkte für Bio-Lebensmittel. Außerdem betreibt sie entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit.

Der Verband definiert eigene Richtlinien, die über die Anforderungen der Europäischen Union hinausgehen. Produkte, die diesen Richtlinien entsprechen, können mit einem Bio-Siegel des Verbandes, dem Bio Austria Logo, gekennzeichnet werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstanden ist Bio Austria im Januar 2005 (Bio Enquete 2002) aus dem Bio Ernte Austria-Bundesverband und den zwei vorherigen Dachverbänden Arge Biolandbau und ÖIG Österreichische Interessensgemeinschaft für Biolandbau. Beigetreten sind damit die Verbände:

sowie die 5000 Codexbauern (unorganisierte Biobauern auf Selbstverpflichtungsbasis).[9][10][11] 1994 hatten sich von der ARGE-Biolandbau jene Verbände abgespalten, die ihren Fokus auf Ökologischen Landbau setzten.[12]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BIO AUSTRIA – Die Fachzeitschrift für Landwirtschaft und Ökologie. zweimonatl. Auflage. Linz (Archiv – Zugriff perm.).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicht zu verwechseln ist es mit Austria Bio, die ebenfalls Gütesiegel ausstellt.[13]
  • In Deutschland gibt es einen namensgleichen „Verein zur Förderung des biologischen Landbaus“ in Witzenhausen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand: 2009, seit etwa zehn Jahren relativ konstant
  2. Bio-Verbände in Österreich. In: LANDnet > Bioland Österreich > Bioverbände. Lebensministerium II/8, 12. Dezember 2006, abgerufen am 19. November 2013.
  3. orbi-bauernladen.at ORBI – Förderungsgemeinschaft für gesundes Bauerntum
  4. Biolandwirtschaft Ennstal
  5. a b Bernhard Freyer u. a.: Der biologische Landbau in Österreich – Entwicklungen und Perspektiven. In: Agrarwirtschaft. Band 50, Nr. 7, 2001.
  6. FREILAND Verband für ökologisch-tiergerechte Nutztierhaltung und gesunde Ernährung
  7. FREILAND-Geschichte, freiland.or.at
  8. Erde & Saat
  9. Bio-Bauern formieren sich und wollen mehr Mitspracherecht. Pressemeldung. APA, 5. Mai 2005, archiviert vom Original am 14. Juli 2014, abgerufen am 31. Juli 2009.
  10. APA/OTS (Hrsg.): Startschuss für Bio Austria mit überwältigender Zustimmung! Pressemeldung. 25. Januar 2005 (OTS0236 25. Januar 2005/22:54 [abgerufen am 31. Juli 2009]).
  11. Bio-Verbände/Vereine in Österreich. In: Umweltthemen → Landwirtschaft → Biolandbau → Bioverbände. Umweltbundesamt, abgerufen am 31. Juli 2009.
  12. Peter Gluchi: Natur in aller Munde. Bioprodukte boomen in Österreich – Ein Überblick über Produktion, Vertrieb und Vermarktung. In: EXTRA Lexikon. Wiener Zeitung, 3. September 1999, archiviert vom Original am 10. November 2005, abgerufen am 31. Juli 2009.
  13. Austria Bio Garantie auf der Seite des VKI abgerufen am 15. Februar 2013