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Harry Potter

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Dieser Artikel behandelt die Romanreihe Harry Potter. Zur Titelfigur siehe Figuren der Harry-Potter-Romane#Harry Potter, zur Filmreihe siehe Harry Potter (Filmreihe).
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Harry Potter ist eine populäre Fantasy-Romanreihe der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling. Erzählt wird die siebenteilige Geschichte des Titelhelden Harry James Potter, eines Schülers des britischen Zaubererinternats Hogwarts, und seiner Konfrontationen mit dem bösen Magier Lord Voldemort und dessen Gefolgsleuten, den sogenannten Todessern. Jeder der sieben Bände beschreibt ein Schul- und Lebensjahr von Harry Potter, beginnend kurz vor seinem elften Geburtstag.

1997 zunächst als Kleinauflage von 500 Stück im britischen Bloomsbury-Verlag veröffentlicht, entwickelte sich der erste Band Harry Potter und der Stein der Weisen schnell zum Verkaufserfolg. Ihm folgten 1998 und 1999 zwei weitere Teile, die jeweils den Erfolg des vorherigen übertrafen. Doch erst mit dem Erscheinen des 4. Bandes Harry Potter und der Feuerkelch im Jahr 2000 gelang der Reihe der endgültige, weltweite Durchbruch. Die nachfolgenden Teile fünf bis sieben brachen allesamt Vorbestellungsrekorde in Großbritannien und den USA, was die Harry-Potter-Reihe zum größten Bucherfolg der 2000er-Jahre machte. Bis 2015 wurden mehr als 450 Millionen Bücher der sieben Bände sowie drei dazugehörigen Spin-off-Büchern verkauft.[1]

Parallel zu den Büchern entstand zwischen 2001 und 2011 eine achtteilige Verfilmung derselben, die mit einem Gesamteinspielergebnis von 7,7 Mrd. US-Dollar bis heute die kommerziell erfolgreichste Filmreihe ist. Die Harry-Potter-Welt löste ab den späten 1990ern, insbesondere jedoch in den frühen 2000ern in Zusammenhang mit den Filmen eine weltweite Begeisterung für Fantasy-Bücher und -Filme aus, einhergehend mit (Neu-)Verfilmungen von Der Herr der Ringe oder Die Chroniken von Narnia. Aus dem anhaltenden Fantasyhype entwickelten sich zudem zahlreiche weitere Fantasy-Buchreihen und es setzte eine bis in die frühen 2010er andauernde Fantasywelle ein, zu der beispielsweise Eragon, Bartimäus oder Percy Jackson gehören.

Die Harry-Potter-Heptalogie kann verschiedenen literarischen Genres zugeordnet werden. Neben der Einordnung als Fantasy-Literatur weist sie zumindest gleichrangig deutliche Eigenschaften eines Kriminalromans, Entwicklungsromans oder Bildungsromans auf, und wird zudem in der Regel als Jugendliteratur eingeordnet, obgleich die Leserschaft auch viele Erwachsene umfasst, wobei dies zusammengenommen auch die Einordnung als modernes Märchen erlaubt. Einhergehend mit der anhaltenden Begeisterung für die Harry-Potter-Bücher und -Filme wurde eine Vielzahl an Merchandising-Produkten produziert und mit großem Erfolg vermarktet, zu denen auch ein Themenpark sowie eine Vielzahl an Computerspielen gehören. Die Marke Harry Potter hat heute einen geschätzten Wert von 15 Milliarden US-Dollar.[2]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Erzählung wird in einer Rückblende vom Ende der Schreckensherrschaft des Schwarzmagiers Lord Voldemort berichtet, unter der die magische Gemeinschaft jahrelang gelitten hat. Voldemort gelingt es, das Versteck von James und Lily Potter aufzuspüren und sie zu ermorden. Beim Versuch, auch ihren 15 Monate alten Sohn Harry zu töten, fällt der Todesfluch von Harry auf Voldemort selbst zurück und vernichtet seinen Körper. Der Junge ist die einzige bekannte Person, die diesen Fluch überlebt hat. Er trägt eine blitzförmige Narbe auf der Stirn davon.

Harry wird nach dem Tod seiner Eltern als Waise in die Fürsorge seiner nichtmagischen Tante Petunia, Lilys Schwester, und deren Ehemannes Vernon Dursley übergeben. Die Dursleys sind Harrys letzte noch lebende Verwandte. Sie stehen der magischen Welt ablehnend gegenüber, behandeln Harry sehr schlecht und versuchen, die Entwicklung seiner magischen Fähigkeiten zu verhindern. Daher verschweigen sie ihm auch die wahre Geschichte, wie seine Eltern zu Tode kamen, sowie die Tatsache, dass Harry ein Zauberer ist. Außerdem bevorzugen sie ihren Sohn Dudley, wo es nur geht. An Harrys elftem Geburtstag wird ihm von Rubeus Hagrid, dem Wildhüter und Schlüsselbewahrer der Zaubererschule Hogwarts, die Einladung in das Internat überbracht. Erst jetzt erfährt er etwas über seine Herkunft, die Existenz der geheimen magischen Parallelwelt und seine eigenen Fähigkeiten als Zauberer.

Die Handlung der Bände 1 bis 6 spielt vor allem im Internat Hogwarts, das zu Harrys Lebensmittelpunkt wird. Jedes Jahr lernt Harry, und mit ihm der Leser, neue Orte und Personen auch außerhalb von Hogwarts kennen, der Horizont der Erzählung wird weiter, die Handlungsstränge werden komplexer und vielfach miteinander verwoben.

Der Leser verfolgt aus Harrys Perspektive dessen Entwicklung vom Elfjährigen, der die magische Welt kennenlernt, bis zum fast erwachsenen Teenager. Harry erlebt zum ersten Mal bewusst familienähnliche Geborgenheit in seinem Haus Gryffindor, dem er an seinem ersten Tag in Hogwarts zugeteilt wird. Er findet in den gleichaltrigen Mitschülern Ron Weasley und Hermine Granger enge Freunde – das Trio steht fast alle Abenteuer gemeinsam durch – und in Schuldirektor Albus Dumbledore einen Mentor. Der flüchtige Gefangene Sirius Black im dritten Band entpuppt sich als Harrys Pate und wird zur wichtigsten Bezugsperson außerhalb von Hogwarts. Auch zu seinem Ex-Professor und gutem Freund Remus Lupin hegt Harry eine sehr gute Beziehung. Mit dem Lehrer Severus Snape dagegen wie auch mit seinem Mitschüler Draco Malfoy aus dem traditionell rivalisierenden Haus Slytherin verbindet ihn gegenseitiger Hass.

Als zentrales Thema der Geschichte kristallisiert sich immer mehr Harrys Auseinandersetzung mit Lord Voldemort heraus, der nach dem Angriff auf Harry als geistähnliches Wesen weiterexistiert und versucht, seinen Körper wiederzuerlangen. Zweimal kann Harry dies verhindern: Im ersten Band vereitelt er Voldemorts Plan, den „Stein der Weisen“ zu stehlen; im zweiten Band vernichtet er ein magisches Abbild des 16 Jahre alten Voldemort, das in einem Tagebuch verborgen war.

Im vierten Band muss Harry machtlos mit ansehen, wie Voldemort einen neuen Körper erhält und beginnt, seine Gefolgsleute wieder um sich zu versammeln. Nachdem Harry in der Folge zwei weiteren Mordversuchen Voldemorts entkommt, erlangt er im fünften Band Kenntnis von einer Prophezeiung über dessen Untergang. Sie ist der Grund, warum Voldemort ihn als Baby töten wollte und es weiterhin versucht, denn mit ihr hat er Harry als denjenigen identifiziert, der als Einziger seine Macht brechen kann.

Im sechsten Band stellt sich heraus, dass Voldemort Teile seiner Seele in Horkruxen versteckt hat, um auf diese Weise Unsterblichkeit zu erlangen. Mehrere Konflikte eskalieren und bereiten das Finale im abschließenden Buch vor. In der Schlüsselszene scheitert Draco Malfoy bei seinem Versuch, Albus Dumbledore zu töten – Severus Snape übernimmt die Aufgabe und flieht anschließend zusammen mit Draco.

Im siebten und letzten Band brechen Harry, Hermine und Ron auf, um die verbliebenen Horkruxe zu finden und zu zerstören. Weil Voldemort zwischenzeitlich das Zaubereiministerium unter seinen Einfluss gebracht hat und das ganze Land kontrolliert, entkommen sie während ihrer phasenweise ziellosen Suche mehrfach nur knapp dem Tod.

Während der finalen Schlacht in Hogwarts erfährt Harry, dass er sterben muss, um Lord Voldemort sterblich zu machen, weil er einen Teil der Seele Voldemorts in sich trägt. Er ergibt sich diesem Schicksal und stellt sich dem dunklen Lord unbewaffnet, überlebt jedoch erneut den Todesfluch, während Voldemorts Seelenfragment in ihm vernichtet wird. Als Voldemort Hogwarts’ Verteidigern den Körper des totgeglaubten Harry präsentiert, stirbt seine Schlange Nagini, die der siebte und letzte Horkrux war, als ihr Neville Longbottom, ein Schulfreund Harrys, mit dem Schwert von Godric Gryffindor den Kopf abschlägt. Aus dem folgenden, entscheidenden Duell geht Harry als Sieger hervor, da Voldemort durch seinen eigenen reflektierten Todesfluch stirbt und so die Prophezeiung ihre Erfüllung findet.

Den Abschluss des letzten Bandes bildet ein Kapitel, das einen Blick 19 Jahre in die Zukunft wirft: Sowohl Harry und Ginny (Rons jüngere Schwester) als auch Ron und Hermine haben geheiratet und ihre Kinder gehen gemeinsam nach Hogwarts.

Die Harry-Potter-Welt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das fiktive Gleis 9¾ im Bahnhof King’s Cross
Lokomotive im Stil der Zugmaschine des „Hogwarts-Express“

Die Handlung der Harry-Potter-Romane findet in zwei nebeneinander existierenden Welten statt. Die eine ist die dem Leser bekannte Welt, genauer das Vereinigte Königreich gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die andere ist eine den nichtmagischen Menschen – genannt „Muggel“ – weitgehend verborgene magische Parallelgesellschaft, die von Zauberern, Hexen und nichtmenschlichen magischen Wesen bevölkert wird. Diese Zauberergesellschaft verfügt in Großbritannien über eine eigene Regierung und Verwaltung, das Zaubereiministerium, sowie ein eigenes Wirtschaftssystem.

Die magische Welt hat sich zu dieser Trennung vor Jahrhunderten entschlossen und setzt sie mit entsprechenden Geheimhaltungsgesetzen und Kontrollen, aber auch mit Zauberei durch. Nur der jeweilig amtierende Premierminister der Muggel wird vom jeweils amtierenden Zaubereiminister von der Existenz der Zaubererwelt unterrichtet. Die Übergänge zwischen beiden Welten sind für Muggel unsichtbar, wie beispielsweise der Eingang zur Winkelgasse, einer Einkaufsstraße für Zauberer und Hexen mitten in London. Umgekehrt können sich Zauberer und Hexen ungehindert in der nichtmagischen Welt bewegen, viele von ihnen meiden jedoch die Gesellschaft von Muggeln. Durch die Trennung über viele Generationen hinweg und eine verbreitete Geringschätzung der Muggel sind die meisten Zauberer und Hexen nur unzureichend über die nichtmagische Welt informiert und fallen dort oft durch völlig unpassende Kleidung und ihre Unkenntnis technischer Geräte auf.

Im Vergleich zur britischen Gesellschaft Ende des 20. Jahrhunderts erscheint die Lebensweise von Zauberern und Hexen rückständig. Sie kleiden sich in altertümliche Gewänder und kennen keine elektrischen Geräte oder moderne Informationstechnologie. Es gibt allerdings zahlreiche magische Hilfsmittel, die ähnliche Funktionen übernehmen. So können sich zum Beispiel Personen in Fotografien und gemalten Bildern bewegen und teilweise eigenständig kommunizieren. Technische Transportmittel werden durch fliegende Besen oder sekundenschnelles Apparieren ersetzt, ein landesweites Netzwerk von Kaminen erlaubt Reisen und Kommunikation über weite Distanzen. Andererseits besitzen die Hexen und Zauberer auch Fahrzeuge des 20. Jahrhunderts, die allerdings allesamt antiquiert sind: Der Hogwarts-Express wird von einer Dampflokomotive gezogen, ein veralteter Dreidecker-Omnibus sammelt gestrandete Hexen und Zauberer auf und die Weasleys nutzen ein historisches Auto, das mit einem Flugzauber belegt ist.

Beide Welten sind nicht vollständig voneinander getrennt. Immer wieder verstoßen Zauberer gegen die Trennungsvorschriften. Das Zaubereiministerium bemüht sich in diesen Fällen darum, eventuelle Schäden zu beheben und das Gedächtnis der betroffenen Muggel zu verändern. Teilweise sind die Auswirkungen magischer Aktivitäten allerdings zu gravierend, um sie zu verbergen. Insbesondere die kriminellen Aktivitäten Lord Voldemorts zwingen den Zaubereiminister wiederholt zur Kontaktaufnahme mit dem britischen Premierminister, der auf diesem Wege die eigentliche Ursache für Massenunfälle, vermeintliche Naturkatastrophen und Wetterphänomene erfährt.

Folgende vier Artikel beschreiben wichtige Figuren, Handlungsorte, Begriffe sowie Tiere und Tierarten aus den Harry-Potter-Romanen und damit einen wesentlichen Teil des Harry-Potter-Universums:

Romane und Begleitbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten sechs Bände des Zyklus entsprechen Harry Potters sechs Schuljahren in Hogwarts, das letzte Buch handelt von der Suche nach den Horkruxen und der Schlacht in Hogwarts. Harry, Ron und Hermine besuchen zu diesem Zeitpunkt die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei nicht mehr.

Band Titel:
Harry Potter und …
Originaltitel Erscheinungsjahr Jahr der Handlung Verkaufszahlen[3]
(geschätzt)
1 … der Stein der Weisen Harry Potter and the Philosopher’s Stone 1997   1981 (Prolog)
1991–1992
107 Millionen
2 … die Kammer des Schreckens Harry Potter and the Chamber of Secrets 1998 1992–1993 60 Millionen
3 … der Gefangene von Askaban Harry Potter and the Prisoner of Azkaban 1999 1993–1994 55 Millionen
4 … der Feuerkelch Harry Potter and the Goblet of Fire 2000 1994–1995 66 Millionen
5 … der Orden des Phönix Harry Potter and the Order of the Phoenix 2003 1995–1996 55 Millionen
6 … der Halbblutprinz Harry Potter and the Half-Blood Prince 2005 1996–1997 65 Millionen
7 … die Heiligtümer des Todes Harry Potter and the Deathly Hallows 2007 1997–1998
  2017 (Epilog)
50 Millionen
The Elephant House – das Café in Edinburgh, in dem Rowling den ersten Band schrieb

Die deutsche Übersetzung der Romane stammt von Klaus Fritz, die Einbände wurden von Sabine Wilharm gestaltet. Aufgrund der Beliebtheit der Reihe über den klassischen Kinder- und Jugendbuchmarkt hinaus wurden im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und in Deutschland spezielle Ausgaben für Erwachsene aufgelegt. Diese sind textgleich mit der Kinderbuchausgabe, haben jedoch eine andere Umschlaggestaltung.

2001 erschienen von Joanne K. Rowling zugunsten der Hilfsorganisation Comic Relief zwei Begleitbücher, die in den Romanen auftretenden fiktiven Schulbüchern entsprechen:

2007 fertigte Joanne K. Rowling sieben handgeschriebene Exemplare von Die Märchen von Beedle dem Barden (engl. The Tales of Beedle the Bard) an, von denen eines für wohltätige Zwecke an amazon.com versteigert wurde. Die Märchen spielen im 7. Band der Harry-Potter-Reihe eine zentrale Rolle und gelten in der fiktiven Welt der Romane als Literaturklassiker. Am 4. Dezember 2008 wurden die Geschichten in zwei Ausgaben in englischer Sprache weltweit veröffentlicht.

Am 31. Juli 2016 soll das Buch Harry Potter and the Cursed Child erscheinen, in dem der Text des gleichnamigen Theaterstücks von Jack Thorne abgedruckt ist, das einen Tag zuvor Premiere haben soll. Im Theaterstück ist Harry Potter Familienvater. Sein Erwachsenenleben im Ministerium wird beschrieben. Außerdem wird das Leben von Albus Severus Potter geschildert, der Sohn von Harry und Ginny. Sein Leben auf Hogwarts wird beschrieben, und wie es ist, mit einem berühmten Vater zu leben.[4][5]

Literarische Gattung und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Harry-Potter-Romane sind der Kinder- und Jugendliteratur zuzuordnen, sie haben aber eine für diese Gattung ungewöhnlich weite Verbreitung gefunden (vgl. dazu das Kapitel Kommerzieller Erfolg). Die Romane bedienen sich dabei auch einiger Stilelemente der Fantasy-Literatur und des Kriminalromans.

Die Hauptfigur Harry Potter fühlt sich in ihrer Welt zunächst sehr fremd; dieses Motiv der Fremdheit in der eigenen und Flucht in eine andere Welt ist in der Kinder- und Jugendliteratur weit verbreitet (z. B. in der Unendlichen Geschichte von Michael Ende). Wie in der klassischen phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, aber anders als beim Fantasyroman, ist diese Welt – oftmals satirisch überhöht – als Parallelwelt zur Realität gezeichnet. Für die Gattung des Jugendbuches typisch ist auch das Thema des Erwachsenwerdens (man spricht in diesem Fall auch vom Entwicklungsroman). In den einzelnen Bänden wird die Handlung im Stile eines Kriminalromans erzählt, in dem Harry mit einigen Freunden ein Geheimnis lösen muss (siehe dazu die Inhaltsangaben zu den einzelnen Bänden). Nicht zuletzt gehört die Harry-Potter-Reihe (bis auf den letzten Band) zum in England weit verbreiteten Genre der Internatsliteratur.[6]

Dieser Stilmix hat wohl zur Verbreitung der Bücher beigetragen, die auch in Erwachsenenausgaben erscheinen und von Personen aller Altersgruppen gelesen werden.

Die Autorin hat für die Harry-Potter-Romane eine Erzählperspektive gewählt, die als personale Erzählsituation bezeichnet wird. So werden bis auf wenige Ausnahmen alle Handlungen aus Sicht des Protagonisten geschildert. Da es sich bei der Hauptfigur um einen heranwachsenden Teenager handelt, der die eigene Zaubererwelt erst allmählich kennenlernt, kann auch der Leser langsam in diese Welt einsteigen.

Beeinflussungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joanne K. Rowling, Erfinderin von Harry Potter, 2010

Einfluss anderer Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joanne K. Rowling hat sich nach eigenen Angaben beim Schreiben ihrer Bücher von keinem anderen Werk als Das kleine weiße Pferd von Elizabeth Goudge beeinflussen lassen.[7] Nach ihrer Meinung fließt jedoch „alles, was man je gelesen hat“ in einen Roman ein.

Parallelen zwischen Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vielfach ist versucht worden, Parallelen zwischen Joanne K. Rowlings Leben und ihren Büchern herzustellen. Nicht alle davon sind zutreffend. So gab es in Rowlings Nachbarschaft in Winterbourne, wo sie in den 1970er-Jahren wohnte, einen Jungen namens Ian Potter, der später behauptete, er habe als Kind zu Joanne Rowlings engsten Freunden gehört und ihre Fantasie beflügelt, indem sie sich immer als Hexen und Zauberer verkleidet hätten. Dadurch sei Ian Potter das wirkliche Vorbild für Harry Potter. Rowling schreibt dazu auf ihrer Website, dass dies nicht stimme und sie nur noch wenige Erinnerungen an diesen Jungen habe.

Die nachfolgend aufgezählten Parallelen stammen hauptsächlich aus Rowlings eigenen Aussagen:

  • Das Kapitel Der Spiegel Nerhegeb (eine Umkehrung des Wortes „Begehren“, im englischen Original The Mirror of Erised, „Desire“) im ersten Band schrieb Rowling 1991 während ihrer ersten Zeit in Portugal. Harry sieht in diesem Spiegel seinen tiefsten Herzenswunsch – er sieht sich zusammen mit seinen Eltern, die er nie kennengelernt hat. Rowling verarbeitet darin den frühen Tod ihrer Mutter wenige Monate zuvor. Auf die Frage, was sie selbst in diesem Spiegel sehen würde, antwortete sie einmal, sie würde sich selbst sehen, wie sie noch einmal fünf Minuten mit ihrer Mutter sprechen dürfe.
  • Die Dementoren aus dem dritten Band erfand Rowling während ihrer ersten Zeit in Edinburgh. Häufig werden diese Wesen, die den Menschen alle guten Erinnerungen aussaugen und sie zwingen, die schlimmsten Momente ihres Lebens noch einmal zu durchleben, als Allegorie für Depressionen interpretiert. Tatsächlich sagte Rowling einmal, dass sie während dieser Zeit, als sie gezwungen war, von Sozialhilfe zu leben, unter Depressionen gelitten habe. Sie nannte diese Zeit ihren „düsteren Lebensabschnitt“ (grim period).
  • Eine wichtige Rolle spielt in den Büchern der Londoner Bahnhof King’s Cross – hier fährt der Zug vom geheimen Gleis Neundreiviertel ab, der Harry und seine Freunde zur Schule bringt. Rowlings Eltern hatten sich in einem Zug kennengelernt, der von King’s Cross abgefahren war, und auch die Zugfahrt, bei der Rowling die Idee zu Harry Potter hatte, endete dort. In der Realität liegen die Gleise 9 und 10 – zwischen denen sich den Romanen zufolge eine Wand mit dem geheimen Durchgang zum Gleis Neundreiviertel befindet – in einem Nebengebäude und es gibt keine Wand zwischen ihnen, auch wenn später ein Schild mit der Beschriftung „9¾“ dort angebracht wurde. 2001 gab Rowling in einem Interview zu, dass sie King’s Cross mit dem Bahnhof Euston verwechselt hatte.
  • Im dritten Band gibt es folgende Textstelle (S. 110 bzw. 111): „Ach übrigens, dieses Ereignis, vor dem du dich fürchtest – es wird am Freitag, dem sechzehnten Oktober geschehen.“ Am Freitag, dem 16. Oktober 1992, heirateten Joanne Rowling und Jorge Arantes – die Ehe hielt weniger als ein Jahr.
  • Joanne K. Rowling hat am selben Tag wie ihre Schöpfung Harry Potter Geburtstag (31. Juli).
  • Unter den zahlreichen Orts- und Personennamen, die in den Romanen auftauchen, finden sich auch solche von Personen und Orten, die Joanne K. Rowling kennt – so zum Beispiel die Mitglieder der irischen Quidditch-Nationalmannschaft aus dem vierten Band. Im fünften Band wird außerdem das Quidditch-Team der Tutshill Tornados erwähnt – in Tutshill verbrachte Rowling einen Großteil ihrer Jugend.
  • Wie Joanne K. Rowling auf ihrer Website schreibt, sei Gilderoy Lockhart, der selbstverliebte Professor aus dem zweiten Band, die einzige Figur, die sie je komplett einer Person, die sie im wahren Leben kennt, nachempfunden hat. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie natürlich nicht verraten wird, um welche Person genau es sich handle. Fest stehe aber, dass jene Person im wahren Leben auch tatsächlich genauso unsäglich arrogant und überzeugt von sich selbst sei. Dies sei auch der Grund, weshalb sie sich dazu entschloss, ihn in ihre Bücher einzubauen und ihn auf diese Weise lächerlich zu machen.

Literarische Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem der erste und der zweite Band der Reihe erhielten, sowohl im englischsprachigen Raum als auch in Deutschland, hervorragende Kritiken. Die englischen Zeitungen Mail on Sunday und Sunday Times verglichen Rowling mit den Klassikern von Roald Dahl und C.S. Lewis.[8] Stephen King nannte die Serie eine „Erfindung einer großen Einbildungskraft“ und stellte Harry Potter in eine Reihe mit Huckleberry Finn, Alice im Wunderland und Frodo Beutlin.[9] Als „Juwel der Abenteuer- und Unterhaltungsliteratur“ bezeichnet Wilhelm Ruprecht Frieling die Heptalogie in seiner Gesamtbesprechung.[10]

Gleichzeitig wurden mit dem Erscheinen der weiteren Bände auch kritische Töne am literarischen Niveau laut. Fay Weldon konstatiert, dass die Reihe „nicht das ist, was ein Poet erwartet“, attestiert ihr aber, dass sie „lesbare, nützliche Alltagsprosa“[11] darstelle. Der prominente amerikanische Literaturkritiker Harold Bloom sagte: „Rowlings Geist ist beherrscht von Klischees und toten Metaphern.“[12] Die Kritikerin der New York Times, Antonia S. Byatt, bezeichnet Rowlings Universum als eine „zweitklassige Patchwork-Welt, intelligent aus Motiven aller möglichen Kinderliteratur zusammengeschustert, geschrieben für Leute, deren Vorstellungskraft sich aus Zeichentrickserien, Soaps, Reality-TV und VIP-Schwachsinn speist.“[13]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plagiatsvorwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der US-Autor John Buechler behauptet, eine frühere Version der Harry-Potter-Figur erfunden zu haben: Die Hauptfigur seines wenig bekannten Films Troll (1986) ist ein zaubernder Junge namens Harry Potter junior.[14]

Die amerikanische Kinderbuchautorin Nancy Stouffer vertritt die Ansicht, dass Joanne K. Rowling für ihre Werke Namen, Begriffe und grundlegende Handlungsstränge aus Stouffers Büchern The Legend of Rah and the Muggles und Larry Potter and His Best Friend Lily entnommen habe. Nach einem dementsprechenden Schreiben reichten Scholastic und Warner Bros. Klage gegen Nancy Stouffer ein, um feststellen zu lassen, dass keine Urheberrechtsverletzungen vorliegen. Stouffer erhob daraufhin Gegenklage, um ebendiese Verletzung feststellen zu lassen. Den Prozess im September 2002 gewann der Antragsteller der Hauptklage. Der Richter erkannte „klare Beweise“ für einen Betrug von Stouffer. Grund dafür war die Feststellung, dass die von Stouffer vorgelegten Beweisstücke teilweise gefälscht oder manipuliert waren. Tatsächlich konnte Stouffer nicht beweisen, dass auch nur ein Exemplar ihrer Bücher vor 2001 verkauft wurde. Stouffer wurde zu einer Entschädigung an die klagende Partei in Höhe von 50.000 US-Dollar verurteilt, ihre Gegenklage wurde abgewiesen. Sie kündigte daraufhin (bisher ohne Realisierung) an, aufgrund des aus ihrer Sicht unfairen Prozesses einen neuen anzustreben.

Religiöse Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinzelt wurden die Harry-Potter-Bücher von Christen kritisiert, die darin eine Verharmlosung und Verbreitung von Okkultismus sehen. So schrieb die deutsche Publizistin Gabriele Kuby: „Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur. Mit der Verharmlosung von Magie dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das Christentum einst überwunden hat.“ Christliche Kritik an Harry Potter war auch eines der Themen des US-Dokumentarfilms Jesus Camp. Matthias Pöhlmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen hält derartige Kritik an Harry Potter für unberechtigt: „Da gibt es nichts Okkultes hineinzugeheimnissen, Harry Potter ist eine Geschichte über Freundschaft und die Auseinandersetzung von Gut und Böse.“[15] Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und spätere Papst Benedikt XVI., Kardinal Joseph Ratzinger, sah sich trotzdem veranlasst, Gabriele Kuby auf das ihm zugesandte Buch zu antworten und attestierte, es sei gut, dass sie „in Sachen Harry Potter“ aufkläre, „denn dies sind subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte“.[16] Diese auf der Homepage Gabriele Kubys veröffentlichte Stellungnahme rief wiederum den Fundamentaltheologen Magnus Striet auf den Plan, der in einer Sendung des Deutschlandradio Kultur erklärte: „Es zeigt sich an dieser Stelle leider wieder einmal eine Berührungsangst mit der modern gewordenen Welt und ihren Vielfältigkeiten“.[17]

Okkulter Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Joanne K. Rowling in zahlreichen Interviews einräumt, wurden einzelne Elemente der Harry-Potter-Reihe aus europäischen Grimoires des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit übernommen. So äußerte sie in der Larry King Show am 20. Oktober 2000 auf CNN „Es gibt einen geringen Prozentsatz von Dingen in den Büchern, die aus meiner Anpassungen von Dingen bestehen, die Menschen für wahr hielten. Zum Beispiel existiert so ein Objekt in dem zweiten Buch, es handelt sich dabei um die Hand des Ruhmes. Das ist sehr makaber, aber die Menschen in Europa dachten, wenn man die Hand eines Erhängten abschneidet, würde sich eine ewige Lampe ergeben, die nur dem jeweiligen Träger Licht spendet. Ich weiß, das ist gruselig - aber eine wunderbare Idee.“[18]

Bei dem von J. K. Rowling adaptierten Konzept handelt es sich im Original um die sogenannte Hand der Diebe, deren genaue Herstellung nachweislich erstmals im schwarzmagischen Zauberbuch Le petit Albert, 1722, publiziert wurde.

Psychologischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Peter Schellenbaum leidet Harry an einem Urmisstrauen, dieses haben ihm seine Stiefeltern vermittelt. Schellenbaum zieht mit der Wunde des Ungeliebtseins eine Parallele zu dem Grimmschen Märchen Hans mein Igel, mit dem Stachelkleid schützt dieser sich vor einer bedrohlichen Welt.[19] Weitere Parallelen kann man auch zur Figur Gaara (Naruto) ziehen, welche einen Sandpanzer gegen die Welt aufgebaut hat.

Harry ist ein traumatisiertes Kind, da er in den ersten 10 Jahren keine tragfähige Beziehung aufbauen kann. Erst als die Vaterfigur Hagrid auftaucht, wird Harry hierdurch wieder zum Kind (Größenunterschied). Hagrid bildet den guten Vater-Archetyp und den Cicerone in die Welt der Zauberer. Urvater für Harry wird Dumbledore, der ihm wiederum Lupin an die Seite stellt, der selbst die Abgründe der Depression kennt. Dementoren stellen hierbei die Depression selbst dar, sie saugen jegliche Lebensfreude aus. Harry erlernt durch Lupin den Gegenzauber - expecto patronum (ich erwarte einen Schutzherrn) - , welcher nur wirkt, wenn Harry eine glückliche Erinnerung hervorrufen kann. Dies stellt auch die Medizin einer Depression dar. Man muss sich der Angst so häufig wie möglich entgegenstellen, so wie sich Lupins Irrwicht vor Harry in einen Dementor verwandelt und Harry diesem in die Augen sieht.[19]

Bei Dudley kommt es von Tante Petunia aus zu einer „Overprotection“, also Überverwöhnung. Hohes Maß an krankhaften Narzissmus, kein realistisches Selbstwertgefühl und kaum Frustrationstoleranz sind hierbei die Folgen. Dudley ist ein essgestörter, kontaktneurotischer und lebensuntüchtiger Mensch geworden. Mrs. Dursley gibt sich selbst auf und klammert sich, wenn sie Wut über ihr eigenes nicht gelebtes Leben hat, nur noch mehr an ihren Sohn. Petunia wurde von ihren Eltern als Schattenkind behandelt, da Lily, die rothaarige Hexe, wohl schöner war und Zauberkräfte besaß. Dies führte zu Eifersucht und Neid auf ihre eigene Schwester, da sie immer bevorzugt wurde.[19]

Nach Mathias Jung kann die Imagination des idealen Vater- und Mutterarchetypus (Theorie nach Freud) bei den Eltern Lily und James Potter angewendet werden, wichtig hierbei ist ein „Ausdruck der Sehnsucht des Kindes nach der verlorenen glücklichen Zeit, in der ihm sein Vater als der vornehmste und stärkste, seine Mutter als die liebste und schönste Frau erschienen“. Um ein Urvertrauen trotz des großen Verlustes zu erwerben, ist es notwendig, das gute Introjekt zu bilden. Lily und James müssen als archetypische Elternfiguren und mächtige Schutzgeister im Inneren gebildet werden. Jedoch kommt auch Harry nicht bettelarm in die Welt. In Gringotts liegen tief im Stollen, unter dem Tunnelsystem der Londoner U-Bahn die wahren Schätze der Eltern. „Die Bank liegt tief unter der Erde. Wie oft liegen Schätze, die wir von unseren Eltern mitbekommen haben, in uns verborgen“.[19]

Das Gleis neundreiviertel ist das Tor zum Erkenne-dich-selbst, in das innere Kind. Von Mathias Jung werden vergleiche zu Alice im Wunderland gezogen, welche durch ihre Neugier in ein Erdloch verschwindet, nachdem sie ein weißes Kaninchen mit rosa Augen sah. In beiden wird der Verfremdungseffekt verwendet, welcher Mut zu einem Perspektivwechsel fordert. Der von Max Horkheimer verwendete Begriff Instrumentelle Vernunft, welcher unsere Welt durch die Wissenschaft entzaubert, sie zwar beherrschbar, nutzbar macht, Epidemien vertreibt, aber die Klarheit, Praktikabilität und Vernunft rationalisiert sie auch stark.[19]

Hogwarts (übersetzt Schweinewarzen) ist mit seinen gotischen Türmen und Zinnen, seinen 142 ausschwingenden, wackligen Treppen, wohl durch M. C. Escher und dessen Perspektive und Wahrnehmungsexperimenten inspiriert. Auch der Fast-Kopflose-Nick ist wohl von Oscar Wildes Canterville-Geistern inspiriert.[19]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Harry-Potter-Romane wurden in mehreren Sprachen ungekürzt als Hörbuch veröffentlicht.

In englischer Sprache wurde jeweils eine Hörbuchfassung für den britischen und eine für den US-amerikanischen Markt produziert: Das britische Hörbuch wurde von dem Schauspieler Stephen Fry gesprochen, die US-amerikanische Fassung von Jim Dale.

In deutscher Sprache hat der Hörverlag zwei Fassungen produziert:

Seit 1999 erschienen die von Rufus Beck vorgetragenen Hörbücher mit bisher im Hörspielbereich einmaligen Verkaufsergebnissen: Die ersten vier Bände wurden jeweils mehr als 300.000 Mal verkauft und dafür mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Die von Rufus Beck gesprochenen Harry-Potter-Hörbücher waren die ersten, die auch in einer MP3-Version verkauft wurden.

Im März 2009 erschienen alle sieben Harry-Potter-Romane außerdem in einer seit 2003 von Felix von Manteuffel gesprochenen Hörbuchfassung.

Weitere Auszeichnungen, die die Hörbücher erhielten:

  • 2000: Hörbücher zu den Bänden 1–3 – Hörbuch des Jahres (hr2-Bestenliste)
  • 2001: Harry Potter und der Stein der Weisen – Gewinner des Hörkules
  • 2008: Harry Potter und der Halbblutprinz – Gewinner des Hörkulino

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Harry Potter (Filmreihe)
Logo der Harry-Potter-Verfilmungen

Warner Bros. sicherte sich schon früh die Filmrechte an der Buchreihe und produzierte von 2001 bis 2011 etwa alle anderthalb Jahre einen neuen Film. Insgesamt wurde die komplette Reihe verfilmt, wobei die ersten sechs Bände in je einem Film, der siebte Band jedoch in zwei Teilen umgesetzt wurden:

  1. Harry Potter und der Stein der Weisen (2001)
  2. Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002)
  3. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004)
  4. Harry Potter und der Feuerkelch (2005)
  5. Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)
  6. Harry Potter und der Halbblutprinz (2009)
  7. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 (2010)
  8. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 (2011)

In der Liste der erfolgreichsten Filme rangierten bis 2015 alle Teile unter den ersten 50 Plätzen.[20] Zusammen spielten sie über 7,7 Milliarden US-Dollar ein.[21]

Es war vorgesehen, alle Bände mit denselben Darstellern zu verfilmen, allerdings musste der 2002 verstorbene Darsteller von Albus Dumbledore, Richard Harris, ab dem dritten Film durch Michael Gambon ersetzt werden. Außerdem wurde der Kobold Griphook im ersten Teil von Verne Troyer gespielt, im siebten allerdings von Warwick Davis. Die Rolle von Vincent-Crabbe-Darsteller Jamie Waylett wurde, da bei einer Polizeikontrolle Marihuana in seinem Auto und mehrere Cannabispflanzen in der Wohnung seiner Mutter gefunden wurden,[22] aus dem Film gestrichen. So entfacht nicht Crabbe das große Feuer im Raum der Wünsche und stirbt dabei, sondern Goyle (Joshua Herdman).

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videospiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die Harry-Potter-Geschichten angelehnte Videospiele von Electronic Arts gibt es für zahlreiche Plattformen, darunter Windows, Mac OS X und alle gängigen Spielkonsolen.

  • Das erste Spiel mit dem Titel Harry Potter und der Stein der Weisen erschien 2001 für PC, Mac und PSX. Es handelte sich hierbei um ein handelsübliches Action-Adventure mit magischen Kämpfen sowie einigen Besenflugeinlagen.
  • Das zweite Spiel behandelt die Geschichte des zweiten Bandes Harry Potter und die Kammer des Schreckens und baut auf dem System des ersten Teils auf, ist jedoch wesentlich schwieriger und besitzt bessere Soundeffekte. Erstmals ist das Spiel für die PlayStation 2 und den GameCube erhältlich.
  • 2003 erschienen die Spiele Quidditch Worldcup sowie ein Remake des ersten Teils für die Xbox und andere damalige Next-Generation-Konsolen (z. B. PlayStation 2).
  • Der dritte Teil erschien 2004 und brachte einige Neuerungen auf.
  • Der vierte Teil erschien am 10. November 2005 für PC und alle aktuellen Spielkonsolen und ist der erste Teil, der mit anderen Spielern zusammen gespielt werden kann. Des Weiteren wurde dem Spieler die Möglichkeit genommen, durch das Schloss und die Ländereien zu laufen.
  • Der fünfte Teil Harry Potter und der Orden des Phönix erschien im Juli 2007 für PC und alle zu dieser Zeit aktuellen Konsolen wie z. B. Playstation 3, Xbox 360 und Nintendo Wii. Im Gegensatz zum vierten Teil wurde die Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen wieder abgesetzt und das Schadensmodell ganz weggelassen, nachdem es im dritten und vierten Teil eigentlich schon überflüssig war. Überarbeitet wurde vor allem das Zaubermodell, so dass der Spieler nun mit der Maus, der Wii-Fernbedienung oder einer entsprechenden Bedieneinrichtung die Zaubersprüche nachzeichnen muss.
  • Der sechste Teil Harry Potter und der Halbblutprinz erschien im Juli 2009 für PC, Playstation 2, Playstation 3, Wii und X-Box 360. In diesem Teil muss der Spieler sich einigen Quidditch-Spielen stellen, in denen er durch verschiedene Sterne fliegen, Zaubertränke im Kessel zusammenmischen und Duelle beenden muss, in denen das Schadensmodell wieder eingeführt wurde.
  • Der siebte Teil Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 erschien im November 2010 für PC; Playstation 3, Wii, X-Box 360 und Nintendo DS.
  • Der achte Teil Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 erschien im Juli 2011 für PC, Playstation 3, Wii, Xbox 360 und Nintendo DS. Das Magazin GBase gab dem Spiel eine Wertung von 4.5 von 10 Punkten.[23]

Den Soundtrack für die Teile Eins bis Vier sowie für den Quidditch World Cup schrieb Jeremy Soule, für den fünften und sechsten Teil zeichnete James Hannigan verantwortlich.

Lego[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 brachte die dänische Spielzeugfirma Lego einhergehend mit dem Kinostart der Verfilmung des ersten Bandes eine Harry-Potter-Produktserie auf den Markt. Diese umfasst mit Lego-Steinen modellierte, den Filmen nachempfundene Handlungsschauplätze, beispielsweise Hagrids Hütte, den Hogwarts-Express, die Kammer des Schreckens, Gringotts (Zaubererbank), das Schiff der Durmstrangs, einzelne Räume aus Hogwarts und das ganze Schloss im Kleinformat, inklusive der Hauptfiguren als Minifigs. Mit Kinostart jeder Verfilmung hat Lego seitdem neue Modelle herausgebracht. Daneben sind in den Jahren 2001 und 2002 auch spezielle Harry-Potter-Versionen des PC-Programms LEGO Creator erschienen, mit dem Lego-Welten im Computer virtuell gebaut werden können. Seit Juni 2010 ist auch ein Action-Adventure namens Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4 erhältlich. Dieses erschien für PC, Nintendo DS, Wii, PlayStation 3, PlayStation Portable, Xbox 360 und als IOS-App. Inzwischen brachte Lego auch die Folgeversion dieses Spiels heraus: Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7. Dieses ist ebenso für PC, Nintendo DS, Wii, PlayStation 3, PlayStation Portable, Xbox 360 und als IOS-App erhältlich.

Muggel-Quidditch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basierend auf dem fiktiven Quidditch der Harry-Potter-Romane entwickelten 2005 zwei Studenten des Middlebury College in Vermont eine Adaption für das reale Leben: Muggel-Quidditch.[24] Auch in dieser mittlerweile weltweit und insbesondere im universitären Umfeld gespielten Version gibt es je drei Jäger, einen Hüter, zwei Treiber und einen Sucher; ebenso müssen alle Spieler auf zwischen die Beine geklemmten Besen „reiten“. Anstatt selbstfliegende Bälle zu sein, werden die Klatscher von den Treibern auf gegnerische Spieler geworfen; der Schnatz ist ein in eine gelbe Socke gesteckter Tennisball, der ab der 19. Spielminute von einem Snitch Runner in dessen Hosenbund mit sich getragen wird und von den Suchern herausgezogen werden muss.

Seit 2008 finden Weltmeisterschaften statt, die seit 2010 von dem damals gegründeten internationalen Dachverband, der International Quidditch Association, organisiert und durchgeführt werden. Bislang wurden diese allesamt von US-amerikanischen Teams bzw. einer landesweiten Auswahl gewonnen.

Theateradaption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2015 verkündete Rowling, dass in London ein Theaterstück über Harry Potter entstehen werde. Im Oktober 2015 verriet sie via Twitter, dass das Stück Harry Potter and the Cursed Child eine reguläre Fortsetzung der Potter-Abenteuer sein soll und zeitlich 19 Jahre nach Ende des siebten Harry-Potter-Romans spielen wird und damit dort anfängt, wo Harry Potter und die Heiligtümer des Todes aufhört. Der Titel des Stückes bedeutet so viel wie „Harry Potter und das verwunschene Kind“; dies wird auch der deutsche Titel des Stückes sein. Die Premiere des Stückes unter der Regie von John Tiffany ist für den 30. Juli 2016 im Londoner Palace-Theatre angesetzt.[25] In der Hauptrolle soll Jamie Parker als Harry Potter zu sehen sein. Noma Dumezweni soll als Hermine Granger und Paul Thornley als Ron Weasley auf der Bühne stehen.[26]

Das Theaterstück soll am 31. Juli 2016 in Buchform erscheinen;[27] die deutsche Übersetzung ist für den 24. September 2016 angekündigt.

Themenpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Mai 2007 kündigten Warner Bros. Entertainment Inc. und Universal Orlando Resort die Einrichtung eines Harry-Potter-Themenparks The Wizarding World of Harry Potter (zu deutsch etwa „Die Zaubererwelt des Harry Potter“) an, der am 19. Juni 2010 eröffnet wurde.[28] Als Teil der Universal’s Islands of Adventure in Orlando, Florida, beherbergt der Park auf seinem Areal Hogwarts, Hogsmeade und den Verbotenen Wald. Joanne K. Rowling und Stuart Craig, der Set-Designer der Harry-Potter-Verfilmungen, waren involviert; von Letzterem stammen die Entwürfe für den Park. Im Juli 2014 wurde in den Universal Studios Florida mit der Diagon Alley (deutsch: Winkelgasse) eine Erweiterung des Parks mit einem neuen Harry-Potter Bereich eröffnet. Hauptattraktion ist Escape from Gringotts, eine Achterbahn mit Videoleinwänden und 3-D-Effekten. Daneben kann man Zauberstäbe kaufen, die dann in verschiedenen Bereichen der Winkelgasse interaktive Aktionen auslösen und mit dem Hogwarts Express die Fahrt von London in das Zauberinternat unternehmen.[29]

Pottermore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pottermore ist eine Website von Joanne K. Rowling in Zusammenarbeit mit Sony,[30] die im Oktober 2011 offiziell eröffnet wurde.[31] Zwischen dem 31. Juli und 6. August gab es für 1 Millionen Fans die Möglichkeit, sich durch das Finden des Magischen Federkiels, der die magischen Kinder in ein Buch schreibt, frühzeitig zu registrieren.[32] Am 15. August bekamen die Ersten eine Mail, die ihnen Zugang zu Pottermore verschaffte.[33] Sonys Ende 2011 erschienener E-Book-Reader wurde in einer „Limited Edition“ mit einem Gutschein verkauft, mit dem man das erste Harry-Potter-Buch von der Pottermore-Webseite herunterladen konnte.[34]

Einfluss der Harry-Potter-Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Fantasyreihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der überraschende Erfolg von Harry Potter führte zu Beginn der 2000er-Jahre zu einem Boom von Fantasy-Romanreihen für Kinder und Jugendliche, die häufig mit Harry Potter verglichen und daran gemessen werden. Zu nennen sind dabei etwa Percy Jackson von Rick Riordan, Artemis Fowl von Eoin Colfer, Eragon von Christopher Paolini, die ersten drei Bände der Bartimäus-Reihe von Jonathan Stroud oder Molly Moon von Georgia Byng, im deutschen Sprachraum zum Beispiel Laura und das Geheimnis von Aventerra und Fortsetzungen von Peter Freund, Merle und die fließende Königin von Kai Meyer oder die Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke. Inhaltlich haben die meisten dieser Bücher nicht mehr mit Harry Potter gemein, als dass sie die Entwicklung von Jugendlichen in einer fantastischen Welt zeigen. Derartige Bücher gab es auch schon vor den Harry-Potter-Romanen, wie die Trilogie His Dark Materials von Philip Pullman, die zur selben Zeit ebenfalls relativ erfolgreich war und deren erster Band Der goldene Kompass 1996 erschien, also ein Jahr vor Harry Potter. Gleiches gilt für Die Chroniken von Narnia von C. S. Lewis, die bereits in den 1950er-Jahren veröffentlicht wurden.

Parodien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Parodie auf die Harry-Potter-Romane wurde von Michael Gerber unter dem Titel Barry Trotter und die schamlose Parodie (Barry Trotter and the Unauthorized Parody) veröffentlicht. Sie erschien im Herbst 2003 auch in Deutschland. 2004 erschien der zweite Band Barry Trotter und die überflüssige Fortsetzung (Barry Trotter and the Unnecessary Sequel). 2006 ist auch der dritte Band Barry Trotter und der unmögliche Anfang (Barry Trotter and the Dead Horse), ein Prequel zu den vorherigen Parodien, erschienen.

Von Arnd Böhm erschien die Comicparodie Harald und das Zauberportal.[35] Die religiöse Kritik an Harry Potter wird in der Comicreihe Century von Alan Moore und Kevin O'Neill aufgegriffen und parodiert.

Eine filmische Harry-Potter-Parodie ist das TV-Special Berndi Broter und der Kasten der Katastrophen mit Bernd dem Brot, das der KI.KA Ende 2003 zunächst als Fünfteiler in der Kindersendung Chili TV und im Mai 2004 noch einmal an einem Stück zeigte.[36] Außerdem wird Harry Potter in mehreren Folgen der Animationsserie Die Simpsons und in einer Szene des Kinofilms Die Simpsons – Der Film parodiert.

Weitere Parodien des Films sind die YouTube-Filme Harry Potter und ein Stein, Harry Potter und der geheime Pornokeller und Harry Potter und der Plastikpokal von Coldmirror, in denen Filmmaterial der Filme Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens und Harry Potter und der Feuerkelch neu vertont wird.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Komödie Ich leih dir meinen Mann aus dem Jahr 2003 werden Passagen der Harry-Potter-Handlung nacherzählt.[37]

Plagiate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In chinesischer Sprache erschien das unautorisierte Buch Harry Potter and Leopard-Walk-Up-to-Dragon, in Indien das Werk Harry Potter in Calcutta. Joanne K. Rowling erreichte gegen beide Werke gerichtliche Verbote. Besonders nach Erscheinen des siebten Bandes kamen in China größere Mengen unautorisierter Raubdrucke auf den Markt.[38] Nach den Schwarzkopien beim 6. Band wurden noch 16 Millionen Exemplare verkauft.

Tanja Grotter ist ein zauberndes Mädchen, das in Russland aktiv ist. Auch gegen dieses Werk leiteten Joanne K. Rowling und Warner Bros. rechtliche Schritte ein. Neben diesen kommerziell ausgerichteten und mittlerweile verbotenen Plagiaten gibt es eine große Anzahl nichtkommerzieller Geschichten, die von Fans verfasst wurden, so genannte Fan-Fictions.

Fanseiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Schlagzeilen geriet Warner Bros. Ende 2000 durch Briefe an Fanseiten-Betreiber, denen man eine Verletzung von Markenrechten vorwarf. Für Verbraucher seien Domainnamen wie harrypotterguide.co.uk verwirrend, weswegen man die Inhaber aufforderte, ihre Domains an Warner Bros. zu übertragen. Diese Schreiben, die sich teilweise auch an Kinder und Jugendliche richteten, sorgten für Empörung und waren Auslöser für die Potterwar-Kampagne. Nach Angaben von Warner Bros. handelte es sich bei den Adressaten der Briefe jedoch hauptsächlich um Domaininhaber, die versucht hätten, Harry Potter gewerblich auszunutzen. Die Fälle endeten teilweise damit, dass Warner Bros. von den Forderungen Abstand nahm und nicht weiter gegen die Betreiber vorging. Fälle, in denen es zu einem Gerichtsverfahren kam, sind nicht bekannt.

Mittlerweile vergibt Joanne K. Rowling auf ihrer Seite in unregelmäßigen Abständen einen Fan-Site Award, eine Fanseiten-Auszeichnung.

Kommerzieller Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Verfilmung des ersten Bands im Jahr 2001 wurden von den ersten vier Harry-Potter-Büchern weltweit 135 Millionen Exemplare in 48 Sprachen verkauft.[39] 2003 beliefen sich die weltweiten Verkaufszahlen bereits auf 250 Millionen Bücher in 60 Sprachen.[40] Bis 2015 wurden mehr als 450 Millionen Exemplare der Harry-Potter-Bücher verkauft,[1] davon über 30 Millionen Exemplare in deutscher Sprache.[41] Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts teleResearch hat jeder vierte Deutsche ab 14 Jahren mindestens einen Harry-Potter-Band gelesen.[42] Bis Juli 2007 wurden in den USA insgesamt rund 140 Millionen Exemplare der sieben Bände gedruckt.[43] Die Erstauflage des fünften Bandes betrug dabei 6,8 Millionen, die des sechsten 10,8 Millionen.[44] Die Startauflage für den letzten Band betrug sogar 14 Millionen Stück.[45] Das am häufigsten hergestellte Buch in den USA ist Harry Potter and the Sorcerer’s Stone mit bisher 29 Millionen Exemplaren (Band 2: 24 Mio., Band 3: 20 Mio., Band 4: 19 Mio., Band 5 und 6 je 17 Mio. und Band 7: 14 Mio.).

Die Bücher wurden bisher in 73 Sprachen übersetzt. Da die Übersetzungen stets zeitverzögert zur Originalfassung erschienen, wurden viele englischsprachige Ausgaben auch in anderen Ländern verkauft. So kam beispielsweise der fünfte Band als erstes englischsprachiges Buch in Frankreich in die Bestsellerlisten.[46] Fans haben auch vor Erscheinen der offiziellen Sprachausgaben eigene Übersetzungen veröffentlicht.[47] Die deutsche Community Harry auf Deutsch hat mehrere Bücher übersetzt, die fertige Übersetzung steht aber aus rechtlichen Gründen nur den eigenen Mitgliedern zur Verfügung, die daran mitgewirkt haben.[48]

Harry-Potter-Romane wurden fast neuneinhalb Jahre – von Dezember 1998 bis Mai 2008 – durchgehend in den Bestsellerlisten der New York Times geführt. Aufgrund der anhaltenden hohen Verkaufszahlen und der damit einhergehenden „Blockierung“ der vorderen Plätze wurden die Bestsellerlisten in diesem Zeitraum zweimal reformiert: Nach eineinhalb Jahren, als die ersten drei Bände die ersten drei Plätze belegten, wurde Kinderliteratur in eine neue Liste ausgegliedert und 2004 wurde eine neue Liste für Kinderbuch-Serien geschaffen, die die Verkaufszahlen der einzelnen Bände unberücksichtigt lässt.[49] In Deutschland erhöhte 2007 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes gemeinsam mit Tintentod (Cornelia Funke) die Marktzahlen bei Kinder- und Jugendbüchern um rund 24 Prozent.

Joanne K. Rowling verdiente laut mehreren Berichten mehr als 570 Millionen britische Pfund (rund 728 Millionen Euro) als Autorenhonorar, wobei sie die Summe in einem Interview 2007 dementierte.[50] Zwischen 2004 und 2007 galt sie laut dem Forbes Magazine als Dollar-Milliardärin.[51][52] Rowling soll sogar Königin Elisabeth II. an Reichtum übertroffen haben.[53]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Schneidewind: Das ABC rund um Harry Potter: alles Wissenswerte zu den ersten vier Büchern von Joanne K. Rowling, den Figuren und ihren Mythen, den Orten und den Begriffen, Geschichten und Hintergründen. ein Lexikon für junge und alte Harry-Potter-Fans. 1. Aufl. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89602-280-6.
  • Paul Bürvenich: Der Zauber des Harry Potter: Analyse eines literarischen Welterfolgs. Lang, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-631-38743-1.
  • Elisabeth Gräf, Roman Kelner: Ziele und Zaubersprüche Von Harry Potter und seiner Welt lernen. ÖkoSysteme, Berlin 2011, ISBN 978-3-8442-0655-5.
  • Jörg Knobloch (Hrsg.): "Harry Potter" in der Schule: didaktische Annäherungen an ein Phänomen. Verlag an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr 2001, ISBN 3-86072-657-9.
  • Tobias Kurwinkel, Philipp Schmerheim, Annika Kurwinkel (Hrsg.): Harry Potter intermedial: Untersuchungen zu den (Film-)Welten von Joanne K. Rowling. Königshausen & Neumann, Würzburg 2014, ISBN 978-3-8260-4809-8.
  • Markwart Herzog: Tod in Hogwarts? Thanatologische Bemerkungen zum Harry-Potter-Universum. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde. Nr. 34, 2001/2002, S. 213–245.
  • Michael Maar: Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte. Berlin-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8270-0454-3.
  • Mark Achilles: Fantasy Fiction – die Suche nach dem wahren Menschsein bei „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und populärer Film. Band 1. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-78444-5, S. 95–113.
  • Lorenzo Ravagli: Die geheime Botschaft der Joanne K. Rowling: ein Schlüssel zu Harry Potter. Verlag Urachhaus, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8251-7509-2.
  • Ursula Bergenthal: Des Zauberlehrlings Künste: "Harry Potter" als Beispiel für literarische Massenkommunikation in der modernen Mediengesellschaft. Wallstein-Verlag, Göttingen 2008, ISBN 978-3-8353-0319-5.
  • Michael Maar: Hilfe für die Hufflepuffs: kleines Handbuch zu Harry Potter. 1. Auflage. Hanser, München 2008, ISBN 978-3-446-23020-0.
  • Melissa Anelli: Das Phänomen Harry Potter: alles über einen jungen Zauberer, seine Fans und eine magische Erfolgsgeschichte. edelkids, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89855-989-8.
  • Olaf Kutzmutz (Hrsg.): Harry, hol schon mal den Besen! ein Kehraus nach zehn Potter-Jahren. dokumentiert die Tagung Harry, Hol Schon Mal den Besen! Ein Kehraus nach Zehn Potter-Jahren, die vom 5. bis 6. Oktober 2008 an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel stattfand. Bundesakad. für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel 2009, ISBN 978-3-929622-42-3.[54]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harry Potter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bloomsbury.com: Bloomsbury – J.K. Rowling – J.K. Rowling. In: bloomsbury.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  2. oe1.orf.at: Harry Potter in 3D. In: orf.at. oe1.orf.at, abgerufen am 29. Januar 2016.
  3. The 21 Best-selling Books of All Time. In: howstuffworks.com. HowStuffWorks, abgerufen am 29. Januar 2016.
  4. cursed-child-script-book. In: co.uk. Little, Brown Book Group, abgerufen am 11. Februar 2016.
  5. Jessica Contrera: J.K. Rowling announces an eighth Harry Potter book. In: The Washington Post. 10. Februar 2016, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com).
  6. Einige Beispiele für Internatsliteratur in der englischen Wikipedia
  7. Oprah.com. In: oprah.com. Oprah.com, abgerufen am 29. Januar 2016 (amerikanisches englisch).
  8. 1998: Accio Quote!, the Largest Archive of J.K. Rowling quotes on the web. In: accio-quote.org. www.accio-quote.org, abgerufen am 29. Januar 2016.
  9. Wild About Harry, New York Times, 23. Juli 2000.
  10. Literaturzeitschrift.de – Bücher abseits des Mainstreams. In: literaturzeitschrift.de. Literaturzeitschrift, abgerufen am 29. Januar 2016 (de-de).
  11. Login. In: co.uk. entertainment.timesonline.co.uk, abgerufen am 29. Januar 2016.
  12. Boston.com / News / Boston Globe / Editorial / Opinion / Op-ed / Dumbing down American readers. In: boston.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  13. zit. nach A.S. Byatt and the goblet of bile (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)
  14. Harry Potter – alles nur geklaut?. Hamburger Abendblatt. 14. April 2008. Abgerufen am 2. Februar 2010.
  15. Zauberlehrling im Kino: Christen und Harry Potter. Abgerufen am 2. März 2016.
  16. Harry Potter bricht alle Rekorde - was sagen die Kirchen? | domradio.de. In: www.domradio.de. Abgerufen am 7. Juli 2016.
  17. - Religionsforscher sieht Harry-Potter-Bücher nicht als Bedrohung. Abgerufen am 7. Juli 2016 (de-de).
  18. "J.K. Rowling Discusses the Surprising Success of 'Harry Potter'," Larry King Live (CNN) Transscript. Abgerufen am 7. Juni 2016.
  19. a b c d e f Jung, Mathias: Der Zauber der Wandlung: Harry Potter oder das Abenteuer der Ichwerdung, Lahnstein, 2004, S. 31
  20. InsideKino: Die weltweit umsatzstärksten Filme aller Zeiten
  21. TV-Movie-Ausgabe 21/07, S. 216, „Kinonews – Potter schlägt Bond“
  22. Drogenbesitz: „Harry Potter“-Darsteller festgenommen. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 29. Januar 2016.
  23. GBase: Harry Potter & die Heiligtümer des Todes – Teil 2 Review/Test : Der Junge mit der Narbe,Rambo Potter : PC,PS3,360,WII,NDS : (1/2) – auf GBase.ch. In: gbase.ch. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  24. About. Abgerufen am 26. November 2015.
  25. Joanne K. Rowling kündigt Harry-Potter-Fortsetzung an – Kultur | STERN.de. In: stern.de. Abgerufen am 29. Januar 2016 (de-de).
  26. Baz Bamigboye: Still magic in middle age... It’s Harry Potter and a new-look Hermione. In: co.uk. Mail Online, abgerufen am 29. Januar 2016.
  27. Ankündigung auf der Website des Verlags Little Brown, abgerufen am 10. Februar 2016.
  28. Eröffnung des Harry-Potter-Parks: Muggels willkommen! In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 29. Januar 2016.
  29. Universal Orlando Resort: Universal Studios Orlando – Your Orlando Vacation Destination. In: universalorlando.com. Abgerufen am 29. Januar 2016 (amerikanisches englisch).
  30. J.K. Rowling kündigt Pottermore an. Sony, 23. Juni 2011, archiviert vom Original am 2. November 2012, abgerufen am 2. März 2016.
  31. Projekt „Pottermore“: Fans dürfen Harry Potters Abenteuer online erweitern. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 29. Januar 2016.
  32. Pottermore – Home. In: pottermore.com. Pottermore, abgerufen am 29. Januar 2016.
  33. Pottermore – Home. In: pottermore.com. Pottermore, abgerufen am 29. Januar 2016.
  34. IFA / Neuer Sony Reader kommt nur mit Potter-Gutschein / boersenblatt.net. In: buchjournal.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  35. Comic – Harald und das Zauberportal. In: highlightzone.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  36. Bernd das Brot – Episodenführer: Special. In: mehlsuppe.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  37. Gabi Kubach: Ich leih dir meinen Mann (Deutschland 2003). Abgerufen am 13. Dezember 2012.
  38. Johnny Erling: China stiehlt den neuen Harry Potter. In: Welt Online. 24. Juli 2007, abgerufen am 29. Januar 2016.
  39. Harry Potter Xperts Wiedergabe der Dokumentation Harry Potter und ich (BBC, 2001) im Westdeutschen Rundfunk, abgerufen am 8. April 2016
  40. Kölner Stadt-Anzeiger 250 Millionen Harry-Potter-Bücher verkauft. Artikel vom 17. November 2003, abgerufen am 29. April 2016
  41. Carlsen Verlag – Die Geschichte | CARLSEN Verlag. In: carlsen.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.
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  43. DH sells 11.5 million copies in 10 days. In: MuggleNet. Archiviert vom Original am 28. Oktober 2007, abgerufen am 2. März 2016.
  44. Shmuel Ross and Mark Zurlo: Harry Potter Timeline: 2000 to the Present. In: infoplease.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  45. Scholastic Inc.: Scholastic Makes Largest Ever Commitment to Forest Stewardship Council Certified Paper in a Single Book for Harry Potter and the Deathly Hallows. In: prnewswire.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  46. OOTP is best seller in France – in English! In: BBC. 1. Juli 2003 (co.uk).
  47. New York Times (PDF; 270 kB) Juni 2007
  48. Harry auf Deutsch :: Projekt-Übersicht der Harry Potter Übersetzung(en). In: had-community.de. www.had-community.de, abgerufen am 29. Januar 2016.
  49. Dwight Garner: Ten Years Later, Harry Potter Vanishes From the Best-Seller List. In: nytimes.com. ArtsBeat, abgerufen am 29. Januar 2016.
  50. J. K. Rowling – A Year in Life (deutsch: Ein Jahr im Leben von Joanne K. Rowling, 2009), James Runcie, 2007, siehe auch James Runcie: J.K. Rowling: A Year in the Life. In: imdb.com. 30. Dezember 2007, abgerufen am 29. Januar 2016.
  51. Julie Watson und Tomas Kellner: Forbes.com: J.K. Rowling And The Billion-Dollar Empire. In: forbes.com. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  52. J.K Rowling: Billionaire to millionaire. In: New Zealand Herald. 12. März 2012, ISSN 1170-0777 (co.nz).
  53. JK Rowling 'richer than Queen'. In: BBC. 27. April 2003 (co.uk).
  54. Olaf Kutzmutz, Sabine Wilharm, Ulrike Draesner, Klaus Humann, Katrin Manz, Jürgen Bräunlein: Harry, hol schon mal den Besen!: Ein Kehraus nach zehn Potter-Jahren. Bundesakademie f. kulturelle Bildung Wolfenbüttel, ISBN 978-3-929622-42-3.
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