Bosch Rexroth

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Bosch Rexroth AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001 (Rexroth-Gründung 1795)
Sitz Lohr am Main, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Rolf Najork[1]
Mitarbeiter 31.100 (2015) [2]
Umsatz 5,4 Mrd. Euro (2015)[2]
Branche Hydraulik
Website www.boschrexroth.de
Werk in Lohr am Main

Die Bosch Rexroth AG ist ein Industrieunternehmen im Bereich der Antriebs- und Steuerungstechnik (Werbespruch: The Drive & Control Company). Sie entstand am 1. Mai 2001 durch den Zusammenschluss der Mannesmann Rexroth AG mit dem Geschäftsbereich Automatisierungstechnik der Robert Bosch GmbH und ist seitdem eine 100-prozentige Tochter der Robert Bosch GmbH. Das Unternehmen mit seinen bekannten Einzelmarken ist weltweiter Technologieführer.[3]

Die bekannten Einzelmarken waren z. B.: Bosch Automation, Brueninghaus Hydromatik, Indramat, Lohmann & Stolterfoht GmbH, Mecman, Rexroth Hydraulics und Star.

2013 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 5,7 Mrd. Euro mit rund 36.500 Mitarbeitern (davon über 28.000 in Europa). Insgesamt gibt es in Deutschland 18 Standorte, mit dem Hauptstandort Lohr am Main. Hinzu kommen Tochtergesellschaften in 38 Ländern und Vertriebs- und Servicepartner in 80 Staaten der Welt.

Die Technologiefelder sind elektrische Antriebe und Steuerungen, Hydraulik mit Industriehydraulik und Mobilhydraulik, Linear- und Montagetechnik, Pneumatik und Servicedienstleistungen.

Die Bosch Rexroth GmbH ist zu unterscheiden von der „Alfred Rexroth Maschinenbau GmbH“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1795 erwarb die Familie Rexroth mit Wurzeln im Spessart den „Höllenhammer“, eine wasserbetriebene Hammerschmiede, im Elsavatal. 1850 wurde die Stein'sche Eisengießerei in Lohr am Main erworben, um Anschluss an die Binnenschiffahrt auf dem Main und die Eisenbahn (ab 1854) zu erhalten. 1930 entwickelte das Unternehmen einen neuen Kupolofen und stellte Spezialguss herausragender Güte her.

1945 wurde die Produktion nach Kriegsende mit Kochtöpfen, Pfannen und Bügeleisen, später auch Fleischereimaschinen, neu aufgenommen. 1952 setzte die Fertigung standardisierter Hydraulikkomponenten ein. 1965 erfolgte die Übernahme der Indramat GmbH in Lohr. Die Produktpalette wurde um elektrische Steuerungstechnik ergänzt. 1968 stieg Mannesmann unter Beteiligung bei Rexroth ein. 1972 wurde die Hydromatik GmbH in Elchingen, ein Hersteller von Axialkolbenpumpen und -motoren, erworben. 1976 wurde Rexroth zur 100-prozentigen Tochter der Mannesmann AG. Im gleichen Jahr erfolgte die Übernahme der Brueninghaus GmbH in Horb am Neckar, ein Produzent von Axialkolbenpumpen und Axialkolbenmotoren. Ein Jahr später, 1977, wurde die Lohmann & Stolterfoht GmbH in Witten, ein Hersteller von Getriebe- und Kupplungstechnik, erworben.

1987 folgte die Übernahme der Deutschen Star GmbH in Schweinfurt, ein Hersteller von Lineartechnik. 1989 wurde der Betrieb durch die Rexroth Pneumatik GmbH in Hannover um den Geschäftsbereich Pneumatik erweitert. 1998 wurde die Mannesmann Rexroth GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 2000 wurde die REFU elektronik GmbH in Metzingen, ein Hersteller von Frequenzumrichtern und Solarwechselrichtern erworben. 2001 erfolgten die Ausgliederung der Automatisierungstechnik aus der Robert Bosch GmbH und der Zusammenschluss mit der Mannesmann Rexroth AG zum neuen Unternehmen Bosch Rexroth AG. 2005 wurde die Roboter-Sparte an Stäubli International verkauft. 2008 fand die Übernahme der Interlit GmbH in Köln, ein Hersteller von KSS-Filtern, statt. 2008 erfolgte der Zusammenschluss der beiden Serviceorganisationen Mobilhydraulik (SVM) und Industriehydraulik (SVI) zur neuen Produktgruppe Service Hydraulics (SVH). Im September 2013 verkaufte Bosch Rexroth die Pneumatik-Sparte an den Finanzinvestor Triton. Der Firmenname wurde im April 2014 in AVENTICS geändert.[4]

2013 wurde Bosch Rexroth der Hermes Award für das Projekt Open Core Engineering verliehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorstand
  2. a b Unsere Zahlen, aufgerufen am 2. Januar 2017
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  4. Lars Ruzic: Aus Bosch Rexroth wird Aventics – Neuer Name, neue Freheiten. haz.de, 5. März 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bosch Rexroth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien