Brauerei Clemens Härle

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Brauerei Clemens Härle KG

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Rechtsform KG
Gründung 1897
Sitz Leutkirch im Allgäu
Leitung

Gottfried Härle

Mitarbeiterzahl

28 (2013)

Umsatz 4,8 Mio. Euro (2010)
Branche Brauerei
Website www.haerle.de

Die Brauerei Clemens Härle KG ist eine im Jahre 1897 gegründete Privatbrauerei in Leutkirch im Allgäu im Landkreis Ravensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clemens Härle entstammte einer Bauernfamilie aus Kirchdorf an der Iller. Er hatte noch 13 weitere Geschwister. Vier seiner Brüder erlernten das Brauer- und Mälzerhandwerk in Oberdischingen bei Ulm. Sein Bruder Reinhart Härle betrieb die Waldschloss-Brauerei in Waldshut, sein Bruder Fridolin die Königsegger WalderBräu in Königseggwald.

Zunächst pachtete Clemens Härle die Schlossbrauerei in Bad Wurzach. Diese brannte ab. Im Jahre 1895 erwarb er in Leutkirch im Allgäu die Mohren Brauerei. Das Betriebsgelände der Brauerei befindet sich in der Wangener Straße, direkt an der Eschach. Zu der Brauerei gehörten eine Landwirtschaft, ein Brauereigasthof und weitere Liegenschaften. Im Jahre 1896, gleich nach dem Kauf, errichtete Clemens Härle ein neues Brauereigebäude. In nur acht Monaten Bauzeit wurde das Gebäude fertiggestellt und am 16. Februar 1897 der erste Sud gekocht. In diesem dreistöckigen Ziegelgebäude wird auch heute noch Bier gebraut. Die Brüder Carl, Otto und Hugo übernahmen die Brauerei. Danach standen Karl-Clemens und Hermann an der Spitze der Brauerei.

Heute werden die Geschäfte des Familienbetriebes von Gottfried Härle geleitet, einem Urenkel von Clemens Härle. Die Firma ist Gründungsmitglied des 1992 gegründeten Bundesverbandes der grünen Wirtschaft. Dem entspricht die Selbstdarstellung als erste klimaneutrale Brauerei Deutschlands (CO2-neutrales Energiekonzept seit 2009, einschließlich Fuhrpark).

Die Brauerei warb bis Sommer 2015 mit dem Wort „bekömmlich“ auf den Etiketten, bis das Landgericht Ravensburg diese Bezeichnung am 26. August 2015 als rechtswidrig einstufte. Als Begründung wurde eine Irreführung der Konsumenten genannt. Die Verwendung des umstrittenen Wortes wurde untersagt.[1] Eine Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart blieb erfolglos, ebenso eine Klage beim Bundesgerichtshof.[2]

Die Brauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bierlaster Clemens Härle (2012)

2012 wurden 28.000 Hektoliter Bier gebraut. Der Ausstoß verteilt sich auf dreizehn verschiedene Biersorten und Biermischgetränke, wobei Härle Gold und Härles feine Weiße die Hauptumsatzträger sind. Ergänzt wird das Sortiment durch Handelsbierware, alkoholfreie Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte. Seit 1999 ist der Bierausstoß um ca. 15 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich der Absatz aller Brauereien in Deutschland um 8,5 %, in Baden-Württemberg gar um über 13 %.

In Oberschwaben und im Allgäu werden 280 Gastronomiebetriebe beliefert. Ein weiterer Absatzmarkt sind Getränkemärkte. Der Fassbieranteil liegt bei 28 %. Das Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter und zwei Auszubildende.

Die Brauerei legt Wert darauf, ausschließlich mit regionalen Rohstoffen zu arbeiten. So kommt die Braugerste von oberschwäbischen Bauern[3] und der Hopfen aus Tettnang (Bio-Hopfen von Bio-Landwirt Peter Bentele). Beim Bio-Weizen wird auch auf bayerische Biohöfe zurückgegriffen[4].

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Härle Export Gold
  • Lager Hell (Bio)
  • Härle's Feines Pils
  • Clemens-Spezial
  • Clemens ohne Filter
  • Clemens Weissbier (Bio)
  • Härle's Böckle
  • Härle's Feine Weiße
  • Härle's Leichte Weiße
  • Härle's Dunkle Weiße
  • Landzüngle (Bio)
  • Fidelio (Bio)
  • Härle Hopfenleicht
  • Härle Echtes Radler
  • NaturRadler

Außerdem hat die Brauerei seit 2008 das biologische Erfrischungsgetränk „Seezüngle“ (hergestellt aus oberschwäbischer Gerste, Früchten vom Bodensee und Wasser von der nahen Adelegg) im Sortiment.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brauerei Clemens Härle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bier darf nicht bekömmlich sein. In: hopfenliebe.de (abgerufen am 3. September 2015)
  2. Brauereien dürfen Bier nicht als „bekömmlich“ verkaufen
  3. Eigene Angaben zur Braugerste
  4. Eigene Angaben der Brauerei
  5. Jury kürt Deutschlands nachhaltigste Unternehmen
  6. EthikBank -- Preisträger (Memento des Originals vom 9. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ethikbank.de

Koordinaten: 47° 49′ 25″ N, 10° 1′ 27″ O