Oberdischingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberdischingen
Oberdischingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberdischingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 18′ N, 9° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 483 m ü. NHN
Fläche: 8,84 km²
Einwohner: 2080 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89610
Vorwahl: 07305
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 088
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 9
89610 Oberdischingen
Webpräsenz: www.oberdischingen.de
Bürgermeister: Friedrich Nägele
Lage der Gemeinde Oberdischingen im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Oberdischingen ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberdischingen liegt an der Donau, zwischen Ehingen (Donau) (9 km) und Ulm (18 km).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Niederhofen der Gemeinde Allmendingen, im Osten und Süden an die Stadt Erbach und im Westen an Öpfingen.

Oberdischingen 1920

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberdischingen wurde erstmals 1148 urkundlich erwähnt. 1343 geriet es unter österreichische Herrschaft. 1520 wurden die Freiherren von Stotzingen mit dem Dorf belehnt, die es 1661 an die Familie der Grafen Schenk von Castell verkauften. Der als Malefizschenk bekannt gewordene Franz Ludwig Schenk von Castell richtete hier sein Zuchthaus ein. Bekanntester Häftling des Zuchthauses war die bekannte Vagantin und Gaunerin Elisabeth Gaßner, die hier am 17. Januar 1788 hingerichtet wurde. 1806 kam Oberdischingen – wie die gesamte Gegend – zu Württemberg. 1960 überschritt der Ort die 1.000-Einwohner-Grenze.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1275 wird Oberdischingen Sitz einer eigenen Pfarrei. Oberdischingen ist überwiegend katholisch.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Schwäbisches Pantheon“

Oberdischingen gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Ehingen (Donau) an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1930er Jahre: Josef Schlick
  • 1948–1952: Erich Klumpp
  • 1952–1956: Vinzenz Ströbele
  • 1956–1983: Alois Speiser
  • 1983–1997: Hans Balleisen
  • 1997–2014: Benno Droste
  • seit 2014: Friedrich Nägele

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Gemeindeliste - 51,7 % - 5 Sitze
  • Bürgerliste - 44,3 % - 5 Sitze
  • Melanie Schick - 3,9 % - 0 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberdischingen ist durch die Bundesstraße 311 an das überregionale Straßennetz angebunden.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberdischingen verfügt über eine Grund-, Haupt- und Werkrealschule.

Ein Heimatmuseum ist in Planung.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberdischingen gibt es zwei Fußballplätze und vier Tennisplätze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Oberdischingen verläuft der von Ulm herführende Oberschwäbische Jakobsweg nach Konstanz, ein Teilstück des historischen Jakobswegs, der im spanischen Santiago de Compostela endet.

Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg „Oberschwäbischer Jakobsweg

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Oberdischingen 2004

Oberdischingen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße. Das außergewöhnliche historische Ortszentrum ist sehenswert: Häuser im französisch-barocken Mansard-Stil wurden durch den durch seine Rolle bei der Strafverfolgung im Oberschwaben des 19. Jahrhunderts auch „Malefizschenk“ genannten Franz Ludwig Reichsgraf Schenk von Castell (1736–1821) erbaut.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanzleigebäude am Schlossplatz
Dreifaltigkeitskapelle
  • Katholische Pfarrkirche „Zum heiligsten Namen Jesu“ von 1804, auch Schwäbisches Pantheon genannt. Sie ersetzte die ehemalige Liebfrauenkirche, von der nur noch ein Mauerbruchstück als Gedenkstein (gegenüber dem Pfarrhaus) erhalten ist. Die Glocke von 1510 ist ebenfalls noch erhalten.
  • Wallfahrtskirche Dreifaltigkeitskapelle von 1712
  • Im dreiflügligen Kanzleigebäude aus dem Jahr 1767 befindet sich heute das Rathaus, ein Gemeindehaus und ein Vereinsheim
Malefizweiber der Narrengesellschaft Oberdischingen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Musikverein Oberdischingen veranstaltet sein traditionelles Osterkonzert am Ostersonntag. Das Parkfest findet im Juni statt und im Oktober gibt es auch ein Oktoberfest, beides wird vom Musikverein veranstaltet.
  • Treibende Kraft der schwäbisch-alemannischen Fasnet ist die Narrengesellschaft Oberdischingen mit den aus der Geschichte des Ortes abgeleiteten Narrengruppen „Gauner“, „Henkertrommler“, „Malefizweiber“ und „Schlossgeister“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1919: Adolf Munding: Arzt in Oberdischingen
  • 1977: Stefan Ott (1900–1978): Oberdischinger Bürger, Germanist und Autor des Heimatbuchs
  • 1984: Martin Übelhör (1914–2009), Pfarrer in Oberdischingen 1959 bis 1984
  •  ?: Alois Speiser (1920–2011), Bürgermeister von 1956 bis 1984

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Daniel Georg von Memminger: Oberdischingen. In: Beschreibung des Oberamts Ehingen. 1826
  • Stefan Ott: Oberdischingen. Heimatbuch einer Gemeinde an der oberen Donau. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1977, ISBN 3-87437-144-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberdischingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien