Brenner Moor

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Naturschutzgebiet „Brenner Moor“
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Lage Stadtgebiet Bad Oldesloe
Fläche 24 ha
Kennung NSG Nr. 92
Geographische Lage 53° 49′ N, 10° 21′ OKoordinaten: 53° 49′ 5″ N, 10° 21′ 10″ O
Brenner Moor (Schleswig-Holstein)
Brenner Moor
Einrichtungsdatum 1978
Verwaltung LLUR
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Das Brenner Moor ist das größte binnenländische Salzmoor in Schleswig-Holstein. Die Quellen haben eine Saltzkonzentration von bis zu 15 g/l[1]. Es liegt in der Traveniederung.

In § 2 der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Brenner Moor" (Naturschutzverordnung)[2] heißt es: „Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz eines noch weitgehend in natürlichem Zustand erhaltenen Salzflachmoores in der Traveniederung. Die hier vorkommenden Pflanzengesellschaften sind in Teilbereichen durch das einzigartige Auftreten von Salzquellen im Binnenland in besonderer Weise geprägt. Die von den übrigen schleswig-holsteinischen Mooren abweichenden boden- und gewässerkundlichen Besonderheiten sind auch für eine spezifische Tierwelt ursächlich.“

Das Salz, das auch an anderen Stellen in Bad Oldesloe an die Oberfläche tritt, stammt aus einer Tiefe von etwa 500 Metern.[3] Die salzige Umgebung zieht Pflanzen an, die sonst nur in Küstennähe zu finden sind, z. B. Bottenbinse (Juncus gerardii) und Strand-Dreizack (Triglochin maritima). An einigen Stellen hat das Wasser einen Salzgehalt, der dem der Nordsee entspricht. In weniger salzhaltigen Teilen des Naturschutzgebietes wachsen unter anderem Schilfröhrichte.

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Im Schilf kommen Vogelarten wie Bartmeise, Teichhuhn, Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn, Teichrohrsänger, Rohrweihe, Feldschwirl, Rohrschwirl und Rohrammer vor. In den Wäldern kommen Bunt-, Grün-, Schwarz- und Mittelspecht vor, sowie Sumpfmeise und Weidenmeise. Im Moor und auf den Gewässern kommen je nach Jahreszeit Eisvogel, Höckerschwan, Bekassine, Zwergtaucher, Gänsesäger, Stockenten, Knäkente, Reiherente, Schellente, Pfeifente und Graureiher vor. Außerdem kommen noch Blässhuhn, Löffelente, Schnatterente und Krickente vor. An Schnepfenvögeln kommen Waldwasserläufer, Bruchwasserläufer und Kampfläufer vor. Auch Blaukehlchen wurden schon gesichtet. Auf den Feldern kommen Kranich, Kiebitz, Raubwürger, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Wiesenschafstelzen und Gänse vor. An Greifvögeln kommen Rohrweihe, Turmfalke, Baumfalke, Seeadler, Mäusebussard, Rotmilan, Habicht und Sperber vor. Es wurden auch schon Seltenheiten wie Kleines Sumpfhuhn oder Zitronenstelze gesehen.

Im Moor wurde eine etwa 5000 Jahre alte Siedlung gefunden, die wissenschaftlich von der Universität Kiel untersucht wird und aus der schon über 10.000 Funde geborgen wurden. Einige der Funde werden im Heimatmuseum Bad Oldesloe gezeigt.[4]

Panorama Brenner Moor im Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NSG Brenner Moor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. T. Krause, S. Studenroth, M. Furchner, A. Hoffman, S. Lippe, K. Kotte and H.F. Schöler: The Brenner Moor - A saline bog as a source for halogenated and non-halogenated volatile compounds. 2012, abgerufen am 28. August 2017 (pdf 484 kB).
  2. § 2 der „Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Brenner Moor" vom 20. Oktober 1978“. sh.juris.de, abgerufen am 22. Oktober 2013.
  3. Susanne Rohde (2007), Das Salz des Lebens - im Brenner Moor, Beilage des Stormarner Tageblatts
  4. Artikel Kieler Nachrichten 11. Dezember 2008 (PDF ca. 4MB)