Brian Barry

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Barry in den 1980ern

Brian Michael Barry (* 7. August 1936 in London[1]; † 10. März 2009) war ein britischer politischer Philosoph, der an der University of Oxford ausgebildet wurde.

Zuletzt war Barry emeritierter Professor für politische Philosophie an der Columbia University und emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der London School of Economics. Er war Mitglied der American Academy of Arts and Sciences[2] und der British Academy.[3]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barry war ein Vertreter des libertären Egalitarismus. Er kritisierte wiederholt (multi-)kulturalistische Politikansätze der Linken, die die Tendenz zum „Teilen und Herrschen“ unterstützten. In seinem Buch Culture and Equality vertritt er die These, dass das Konzept der group rights (Gruppenrechte), etwa des Rechts religiöser Gruppen, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln, und die Zulassung von Ausnahmen von allgemeinen Rechtsnormen zugunsten von Minderheitsgruppen die Gesellschaft spalte und die liberale Rechtsordnung aushöhle, welche auf Individual- und nicht auf Gruppenrechten basiert. Die Politik der Multikulturalismus tendiere dahin, kulturelle Gruppen voneinander abzuschotten und zu verfestigen. Dazu zieht er Fallstudien, beispielsweise zur Situation der Sikhs in Großbritannien und der Amish in den USA, heran.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Why Social Justice Matters (Polity 2005)
  • Culture & Equality: An Egalitarian Critique of Multiculturalism (Harvard University Press 2002)
  • Justice as Impartiality (1995)
  • Theories of Justice (Berkeley, 1989)
  • Democracy, Power, and Justice: Essays in Political Theory (Oxford, 1989)
  • The Liberal Theory of Justice (1973)
  • Sociologists, Economists and Democracy (1970)
  • Political Argument (1965, Reissue 1990)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Keith M. Dowding, Robert E. Goodin, Carole Pateman, Brian M. Barry: Justice and Democracy: Essays for Brian Barry. Cambridge University Press, 2004, ISBN 0-521-54543-9 (Kurzbiografie, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Europa Publications: The International Who's Who 2004. Hrsg.: Elizabeth Sleeman (= International Who's Who. Band 67). Psychology Press, 2003, ISBN 1-85743-217-7, S. 115 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Book of Members, 1780–2010: Chapter B American Academy of Arts and Sciences.
  3. BARRY, Professor Brian (07/08/1936-10/03/2009) (Memento des Originals vom 13. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.britac.ac.uk British Academy, Deceased Fellows.