Brunello Wüthrich

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Brunello Wüthrich (* 21. Juni 1938 in Sorengo b. Lugano, Tessin) ist ein Schweizer Facharzt FMH für Dermatologie und Venerologie, Facharzt FMH für Allergologie und Immunologie. Er ist ein von der Medizinischen Fakultät Zürich am 30. Juni 2003 emeritierter Ausserordentlicher Professor mit beschränkter Lehrverpflichtung für Dermatologie, mit besonderer Berücksichtigung der Allergologie. Er war bis zur Emeritierung Leiter der Allergiestation am Universitätsspital Zürich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Maturität 1956 in Lugano studierte Wüthrich von 1956 bis 1963 in Zürich mit einem Auslandsemester in Paris. 1963–64 war er als Assistenzarzt in der Medizinischen Abteilung des Stadtspitals Lugano und vom 3. Januar 1965 bis zum 30. Juni 2003 an der Dermatologischen Universitätsklinik Zürich als Assistenzarzt, Oberarzt und ab 1975 als leitender Arzt der Allergiestation tätig. An der Universität Zürich wurde er 1975 habilitiert, wo er von 1985 bis 2003 als Extraordinarius für Dermatologie unter besonderer Berücksichtigung der Allergologie dozierte und wissenschaftlich tätig war. Nach seiner Emeritierung vom USZ führte Wüthrich eine konsiliarische allergologische Praxis im Spital Zollikerberg bis Sommer 2009 und war bis Oktober 2007 einen halben Tag pro Woche am USZ tätig, wo er die Supervision über die Gruppe  „Experimentelle Allergologie“ um Thomas Kündig innehatte.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wüthrich hat mehr als 1‘100 Publikationen verfasst, davon mehr als 600 peer-reviewed wissenschaftliche Originalarbeiten und 2 Monographien geschrieben, 7 Fachbücher herausgegeben und 72 Inaugural-Dissertationen und Diplomarbeiten an der Uni und an der ETH geleitet. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren Neurodermitis (atopische Dermatitis), Epidemiologie der allergischen Krankheiten, Nahrungsmittelallergien, allergenspezifische Immuntherapie und Hereditäres Angioödem.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wüthrich B. Zur Immunpathologie der Neurodermitis constitutionalis. Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Wien 1975.
  • Wüthrich B. (Hrsg.) Nahrungsmittel und Allergie. Dustri Verlag Dr. Karl Feistle, München-Deisenhofen 1996.
  • Wüthrich B. (Hrsg.) Nahrungsmittel und Allergie 2.  Dustri Verlag Dr. Karl Feistle, München-Deisenhofen 2002.
  • Wüthrich B. (Hrsg.) The Atopy Syndrome in the Third Millennium. Curr Probl Dermatol. Basel, Karger, vol 28, 1999. doi:10.1159/000060596
  • Wüthrich B., Th.Werfel (Hrsg.) Nahrungsmittel und Allergie 3. Dustri Verlag Dr. Karl Feistle, München-Dweisenhofen 2010
  • Wüthrich B., C. Ortolani (Hrsg.) Highlights of Food Allergy. Monogr Allergy, Basel, Karger, Vol 32, S. 226–227, 1996
  • Jäger L, Wüthrich B., Ballmer-Weber B., Vieths S. (Hrsg.) Nahrungsmittelallergien  und -intoleranzen. Immunologie – Diagnostik – Therapie –  Prophylaxe. 3. Auflage. Elsevier GmbH, München,  Urban & Fischer 2008.
  • Wüthrich B, K-Chr. Bergmann, J. Sennekamp, Zur Geschichte der Allergologie. Dustri Verlag Dr. Karl Feistle, München-Deisenhofen 2021.

Sonderhefte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderheft der informierte Arzt - März 2015 www.medinfo-verlag.ch

Wüthrich B. POLLENALLERGIEN – gestern und heute

  -  Historischer Verlauf

  -  Epidemiologie und Umwelteinflüsse

  -  Vorbeugen und behandeln

  -  Diagnostik und Therapie mit rekombinanten Allergenen

  -  Subkutane und sublinguale Immuntherapie

  -  Pollinosis des Kindes

  -  Der Fall aus der Praxis: Pollen-bedingte allergische Rhinitis

Sonderausgabe DERMATOLOGIE PRAXIS 2018

  - Erinnerungen eines Allergologen

  - Der besondere Fall

  - Jubiläumsheft zum 80. Geburtstag von Prof. Brunello Wüthrich 21. Juni 2018

Mitgliedschaften in Vorständen von wissenschaftlichen Gesellschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitglied der Spezialistenkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) 1975–2003, Vizepräsident 1992–98, Präsident 1999–2001
  • Mitglied des Vorstandes der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie1980–2002, 1984–1986 als Präsident und  1996–2001 als Schatzmeister
  • Präsident der dermato-allergologischen Kommission der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie (SGDV) 1994–1998
  • Mitglied des Vorstandes der Stiftung für Allergie-Forschung in Europa (FARE) 1985–2005, Vizepräsident 1994–97, Präsident 1998–2001
  • Gründungsmitglied der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Aerobiologie (SAA) 1993, Präsident 1993
  • Gründungsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Aerobiologie (SGA) 1994, Präsident 1994–1996
  • Mitglied des Executive Committees der European Academy for Allergology and Clinical Immunology (EAACI) 1986–91, Vizepräsident 1989–1991, und wieder 1995-bis 2001 Schatzmeister
  • Vorstandsmitglied des Subcommittee on Adverse reactions to food der EAACI 1991–2001 und Mitglied des Steering Committees über Ethik der EAACI 2001–2003
  • Delegierter der SGAI in der Allergy Section der European Union of Medical Specialists (UEMS, Bruxelles) 1996 – 2002
  • 2006 Gründung der Zürcher Gesellschaft für Allergologie (ZGA) und Präsident 2005–2011
  • 2009 Gründung der Società Ticinese degli Allergologi e Immunologi Clinici (STAI)

Preise und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988 Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Allergie und Immunologie
  • 1995 Ehrenmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie
  • 1998 Ehrenmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Aerobiologie
  • 1999 Ehrenmitglied der Belgischen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie
  • 2002 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie
  • 2002 Ehrenmitglied der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie
  • 2003 Ehrenmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie
  • 2003 Ehrenmitglied der Società Ticinese di Dermatologia (STD)
  • 2005 Gründungsmitglied und 1. Präsident der Zürcher Gesellschaft für Allergologie (ZAG)
  • 2010 Ehrenmedaille der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologien für die herausragenden Verdienste um die Allergologie und klinische Immunologie und die Verbindungen zur DGAKI
  • 2010 Gründungsmitglied, Ehrenmitglied und 1. Präsident della Società degli  Allergologi e Immunologi del Canton del Ticino (STAI)
  • 2011 Ehrenmitglied der Zürcher Gesellschaft für Allergologie (ZAG)
  • 2014 Ehrenpräsident der Società degli Allergologi e Immunologi clinici ticinesi (STAI)

Stiftung von Preise und Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 Gründer der Schweizerischen Neurodermitis Stiftung (SNS)
  • 2003 Stiftung eines Allergie Poster-Preis'  der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI)  à 1000 CHF jährlich für 10 Jahre ab 2008
  • 2011 Fusion der Stiftung mit dem aha! Allergiezentrum Schweiz und Überführung des Stiftungskapitals in den eigens gegründeten Brunello Wüthrich Neurodermitis-Fonds  (BWNDF), aus dem Dienstleistungen für Neurodermitis-Betroffene finanziert werden.
  • 2021 Stiftung eines Brunello Wüthrich - aha - Neurodermitis Forschungspreis  der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI)  à 1000 CHF jährlich für 10 Jahre

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]