Bundesministerium für Bildung und Frauen

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Unterrichtsministerium ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum allgemeinen Begriff siehe Bildungsministerium.
OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Bildung und Frauen
Österreichische Behörde
Staatl. Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 23. März 1848[1]
Hauptsitz 1014 Wien
Behörden­leitung Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Bildung und Frauen
Website www.bmbf.gv.at
Der Eingang des Ministeriums
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Die als Bundesministerium für Bildung und Frauen (kurz „Unterrichtsministerium“) bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist vor allem zuständig für das Schulwesen sowie die Anliegen der Frauenrechte. Es ist mit 1. März 2014 aus dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur hervorgegangen; die Frauenagenden wurden aus dem Zuständigkeitsbereich des Bundeskanzleramtes übernommen.

Das Ministerium ist eines der ältesten Österreichs, es wurde schon im Kaisertum 1848 (Revolution) als allgemeines Kultusministerium begründet, und war ab 1867 (Ausgleich) für Cisleithanien zuständig. 1919–1923, am Beginn der Ersten Republik, war es mit dem Innenministerium verbunden. Seit 1970 (Gründung eines Wissenschaftsministeriums für den Hochschulbereich) ist es speziell für Schulwesen (daher „Unterrichtsministerium“) verantwortlich, nur 2000–2007 gab es wieder ein Gesamt-Bildungsministerium zusammen mit kulturellen Angelegenheiten.

Bundesminister[Bearbeiten]

In der derzeitig amtierenden Bundesregierung Faymann II ist Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) Bundesministerin für Unterricht und Frauen. Ihre Angelobung erfolgte am 15. Dezember 2013.

Bundesminister für Unterricht

Hauptartikel: Unterrichtsminister der Republik Österreich

Unterrichtsminister der Zweiten Republik waren u.a. Heinrich Drimmel (1954 bis 1964), Alois Mock (1969 bis 1970), Fred Sinowatz (1971 bis 1983), Helmut Zilk (1983 bis 1984), Erhard Busek (1994 bis 1995), Elisabeth Gehrer (1995 bis 2007) und Claudia Schmied (2007 bis 2013).
Bundesminister für Frauen

Hauptartikel: Frauenminister der Republik Österreich

Kompetenzen[Bearbeiten]

Das BMUKK ist zuständig für[2]:

  • Schulwesen / Bereich Bildung
    • Schulerhaltung, Schulerrichtung und Schulauflassung mit Ausnahme der Schulerhaltung
    • Aus- und Weiterbildung sowie Dienstprüfung der Lehrer; Pädagogische Hochschulen (früher Pädagogische Akademien).
    • Mitwirkung des Bundes in Angelegenheiten des Dienstrechts und der Erstellung der Stellenpläne für Landeslehrer (soweit sie nicht in den Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft fällt)
    • Kindergarten- und Hortwesen (soweit sie nicht in die Zuständigkeit des Bundesministerium für Soziales fallen)
    • Erwachsenenbildung
    • Bildungsforschung
  • Gleichstellung / Bereich Frauen

Für akademische Bildung ist in Österreich das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zuständig.

Bis 2014 war das Ministerium auch für folgende Bereiche zuständig, die nun beim Kanzleramtsminister liegen:

  • Kunst; Bundestheater
  • Filmförderung
  • Museen (soweit sie nicht in den Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Inneres oder des Bundesministeriums für Landesverteidigung fallen)
  • Denkmalschutz, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichische Phonothek, Hofmusikkapelle
  • Kultus
  • Schulische, kulturelle und kirchliche Stiftungen und Fonds

Organisation[Bearbeiten]

Das BMUKK, ist in Sektionen, Abteilungen und Referate gegliedert:

  • Bundesministerin
    • Präsidialsektion: Organisationsangelegenheiten der Zentralstelle; Budget, Raum, Öffentlichkeitsarbeit; Approbation von Unterrichtsmitteln; zentrale Förderkoordination
    • Sektion I: Allgemein bildendes Schulwesen; allgemeine pädagogische Angelegenheiten und Bildungsplanung; internationale Angelegenheiten, Pädagogische Hochschulen
    • Sektion II: Berufsbildendes Schulwesen, Erwachsenenbildung und Schulsport
    • Sektion III: Personal- und Schulmanagement; Recht und Legistik
    • Sektion IV: Kultur
    • Sektion V: Kunstangelegenheiten
    • Zentralausschüsse

Historische Entwicklung[Bearbeiten]

Zeitraum Unterrichtsministerium Wissenschaftsministerium
1848 Ministerium des öffentlichen Unterrichts[3]  
1849 Ministerium für Cultus und Unterricht[3]
1861–1867 sistiert[3]
1867–1918 Ministerium für Kultus und Unterricht[3]
1918–1920 Staatsamt für Inneres und Unterricht
1919–1923 Bundesministerium für Inneres und Unterricht
1923–1938
1945–1971
Bundesministerium für Unterricht
Innenpolitik dem Bundeskanzleramt eingegliedert
1971–1984 Bundesministerium für Unterricht und Kunst
Kunstangelegenheiten in Abgrenzung zum neuen Wissenschaftsministerium betont
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
von Kreisky neu begründet
1985–1991 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport
Sportressort von Sinowatz betont[4]
1991–1994 Bundesministerium für Unterricht und Kunst
Sportressort in das neue Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz eingegliedert
1994–1996 Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (BMUK) Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Kunstangelegenheiten vom Unterrichtsministerium
1996–1997 Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst
Verkehrspolitik vom aufgelösten Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr
1997–2000 Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr
Die Kunstagenden wurden 1997 an das Bundeskanzleramt übergeben.
2000–2007 BM BWK Bundesministerium fuer Bildung Wissenschaft und Kultur small.svg
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk)
In der Regierung Schüssel I wurden die Wissenschaftsagenden in das bisherige Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten eingegliedert; die Verkehrsagenden wurden dem neu geschaffenen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zugeteilt.
2007 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur logo small.svg
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk)
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung logo small.svg
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
2014 Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Eintrag zu Unterrichtsministerium in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
  1. Elmar Schübl, Harald Heppner: Universitäten in Zeiten des Umbruchs: Fallstudien über das mittlere und östliche Europa im 20. Jahrhundert. Band 5 von Transkulturelle Forschungen an den Österreich-Bibliotheken im Ausland, LIT Verlag, Münster 2011, ISBN 978-364350352-7, S. 16 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. Die Organisation des BMBF
  3. a b c d Forum Politische Bildung (hrsg.): Wendepunkte und Kontinuitäten. Zäsuren der demokratischen Entwicklung in der österreichischen Geschichte. Sonderband der Informationen zur Politischen Bildung;, Innsbruck/Wien, 1998, Kapitel 1848: Einrichtung des Unterrichtsministeriums, S. 22–41 (Kapitel, pdf, politischebildung.com).
    Schreibweise Ministerium für Kultus und Unterricht ab ca. der Jahrhundertwende üblicher
  4. 439. Bundesgesetz: Änderung des Bundesministeriengesetzes 1973 und des ÖIG-Gesetzes sowie Erlassung damit zusammenhängender Bestimmungen über den Wirkungsbereich einzelner BundesministerienVorlage:§§/Wartung/alt-URL BGBl. Nr. 439/1984, Stück 183, ausgegeben am 16. November 1984, in Kraft getreten 1. Jänner 1985 (ris.bka, link auf Webdokument und pdf)