Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

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OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Österreichische Behörde
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Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung Vorläufer seit 1720, Bundesministerium erstmals 20. November 1920
Hauptsitz Wien
Behörden­leitung Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres
Haushaltsvolumen 0,4 Mrd. EUR (2015)[1]
Website www.bmeia.gv.at
Österreichisches Außenministerium am Minoritenplatz 8

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, kurz BMEIA, ist seit 1. März 2014 die offizielle Bezeichnung für das österreichische Außenministerium. Davor hieß es Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA) (bis 1. März 2014, als das Portefeuille eines Integrationsministeriums dazukam), und Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (BMaA) (bis 1. März 2007, als der Aspekt des Europaministeriums betont wurde.)

Dem Ressort der Bundesregierung sind die Koordination der österreichischen EU-Politik und die Außenpolitik, die Vertretung Österreichs gegenüber anderen Staaten (Diplomatie), und aktuelle Fragen der Immigrationsfolgen übertragen. Das Ministerium wird vom Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres geleitet.

Bundesminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 16. Dezember 2013 leitet Sebastian Kurz (ÖVP) als 17. Außenminister der Zweiten Republik (seit 1945) das Ministerium. Es war (siehe #Historische Entwicklung) in der Republik seit 1918 nicht immer ein eigenständiges Ministerium, sondern zeitweise Teil des Bundeskanzleramtes, an dessen heutigem Sitz sich das Ministerium lange vor dem Kanzleramt befand.

Kompetenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Außenpolitik Österreichs

Gemäß Bundesministeriengesetz obliegen dem BMEIA „auswärtige Angelegenheiten, soweit sie nicht in die Zuständigkeit eines anderen Bundesministeriums fallen“.[2]
Aufgelistet werden insbesondere:

  • Angelegenheiten der Integration.
  • Angelegenheiten der gesellschaftlichen Integration und des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.
  • Koordination der allgemeinen Integrationspolitik.
  • Beiräte und Expertengruppen in Angelegenheiten der Integration.
  • Förderungen auf dem Gebiet der Integration einschließlich Stiftungen und Fonds.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das BMEIA ist in Sektionen (siehe Sektionschef) gegliedert. Diese gliedern sich in Gruppen, Abteilungen und Referate:[3]

  • Bundesminister und Kabinett
  • Generalsekretär und Büro
  • Generalinspektorat und innere Revision
  • Sektion I: Zentrale Angelegenheiten (Protokoll; Völkerrechtsbüro; Presse und Information; internationale Organisationen und Konferenzen in Österreich; Sicherheitsangelegenheiten)
  • Sektion II: Internationale Angelegenheiten (Abteilungen zuständig für einzelne geografische Regionen sowie außenpolitische Themenkomplexe wie etwa Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, GASP, IAEO und internationale Organisationen)
  • Sektion III: Europa (Abteilungen zuständig für einzelne Politikfelder der EU und einzelne geografische Regionen in Europa sowie Außenhandelsbeziehungen und internationale Wirtschaftspolitik, früher für Integration und Wirtschaftspolitik)
  • Sektion IV: Service (Abteilungen zuständig für Rechts- und Amtshilfe; Reise-, Grenzverkehr- und Asylangelegenheiten; Passwesen; Auslandsösterreicher; Bürgerservice und Auskunftsstelle zu Konsularfragen; Unternehmensservice; sowie internationale Kooperation im Bereich der inneren Sicherheit inklusive der Terrorismus-, Drogen- und Verbrechensbekämpfung)
  • Sektion V: Kultur (Abteilungen zuständig für die Auslandskultur, wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit und multilaterale Angelegenheiten, insbesondere im Rahmen der UNESCO)
  • Sektion VI: Management (Abteilungen zuständig für Personal- und Immobilienmanagement sowie Informationstechnologie)
  • Sektion VII: Entwicklung (Abteilungen zuständig für Entwicklungszusammenarbeit)
  • Sektion VIII: Integration

Das Österreichisches Kulturforum ist nachgeordnete Dienststelle der Sektion V. Für die Organisation der Außenwirtschaft Österreich der Wirtschaftskammer Österreich besorgt das Ministerium die Akkreditierungen, womit die Leiter der früheren Handelsdelegationen die Rechte genießen, die österreichisches Botschaftspersonal im betreffenden Staat hat.

Dem Ministerium ist außerdem die Ständige Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union unterstellt.

Budget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Budget des BMEIA betrug für 2014 419 Mio. Euro (FVA) bzw. 426 Mio. Euro (EVA) und für 2015 409 Mio. Euro (FVA) bzw. 415 Mio. Euro (EVA). Dies sind rund 0,5 % des Bundesbudgets.

2014 wurden 221,6 Mio. Euro auf operative Verwaltung aufgewendet, 189,4 Mio. auf Transferzahlungen und 7,7 Mio. auf Investitionen. Die Transferzahlungen schließen insbesondere die Leistungen an die UN Organisationen ein.

2014 und 2015 waren je rund 68 Mio. Euro für die ADA und somit für Entwicklungszusammenarbeit budgetiert.

Historische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte internationaler Diplomatie ist insgesamt eng mit der Stadt Wien verbunden. Die erste einheitliche Klassifikation von Diplomaten erfolgte anlässlich des Wiener Kongresses 1815 und durch das Aachener Protokoll 1818. Als unter dem Dach der Vereinten Nationen die Usancen internationaler Beziehungen in einen völkerrechtlichen Rahmen gegossen wurden, fanden die entsprechenden Konferenzen in Wien statt und gipfelten sowohl im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen (1961) als auch im Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen (1963).

Als Geburtsstunde des selbstständigen österreichischen diplomatischen Dienstes gilt das Jahr 1720, als Kaiser Karl VI. als Landesherr die Verwaltung der auswärtigen Beziehungen der Österreichischen Erblande einem eigenen Minister der auswärtigen Angelegenheiten übertrug. Im 1804 proklamierten Kaisertum Österreich und in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, in der Außenpolitik zu den gemeinsamen Angelegenheiten beider Reichsteile gehörte, blieb das Äußere bis 1918 Prärogative des Monarchen und des von ihm berufenen Ministers. Dem ab 1861 berufenen bzw. gewählten Reichsrat bzw. nach dem „Ausgleich“ von 1867 mit Ungarn den Parlamenten beider Reichshälften stand Kritik am Außenminister, aber nicht Mitentscheidung zu.

Internationale Bekanntheit erwarb sich als kaiserlicher Außenpolitiker des Biedermeiers Staatskanzler Klemens Wenzel Lothar von Metternich, der den Ballhausplatz, wo er neben der Hofburg residierte, als Synonym für ein europäisches Machtzentrum erscheinen ließ.

Von 1867 an war das nunmehrige k.u.k. Außenministerium eines der drei gemeinsamen Ministerien der Realunion Österreich-Ungarn, wobei der „Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern“, so der offizielle Titel, den Vorsitz im Ministerrat für gemeinsame Angelegenheiten, kurz als gemeinsamer Ministerrat bezeichnet, führte. Denn für die Gesamtmonarchie wurde auf ungarischen Wunsch kein Ministerpräsident berufen.

1882 bewirkte Außenminister Graf Gustav Kálnoky den Dreibund (Österreich-Ungarn, Deutsches Reich, Königreich Italien) als Defensivbündnis, konnte aber infolge der engen Bindung der Monarchie an Deutschland nicht vermeiden, dass Österreich-Ungarn von vielen europäischen Staaten eher als potentieller Gegner als als Freund empfunden wurde. Gegen den in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wachsenden Nationalismus konnte der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn kein Rezept finden.

Am Ballhausplatz wurde im Juli 1914 von Minister Leopold Berchtold das verhängnisvolle Ultimatum an Serbien formuliert, das wenige Tage später in einer Kriegserklärung Österreich-Ungarns an das Königreich resultierte. Dem 84-jährigen Kaiser Franz Joseph I. als Entscheidungsträger war von Berchtold und dem kriegsfreudigen Generalstabschef Conrad der Eindruck vermittelt worden, die Ehre der Monarchie erfordere diese Kriegserklärung. Der daraus entstandene Große Krieg wurde später als Erster Weltkrieg bezeichnet. Im Krieg gab bis November 1916 der Generalstabschef den Ton an, nicht der Außenminister, dann Kaiser Karl I., wobei die Monarchie von 1914 an auf Grund ihrer militärischen Schwäche in immer stärkere Abhängigkeit vom Deutschen Reich geriet.

Beim Zerfall der Donaumonarchie im Herbst 1918 entstand am 30. Oktober 1918 im neuen Staat Deutschösterreich in der Staatsregierung Renner I das Staatsamt des Äußern, das am 10. November 1920, dem Tag des In-Kraft-Tretens der von der Nationalversammlung am 1. Oktober 1920 beschlossenen Bundesverfassung, in der Staats-, dann Bundesregierung Mayr I vom Bundesministerium für Äußeres abgelöst wurde, das ab 20. November 1920 (Bundesregierung Mayr II) erstmals als eigenständiges Bundesministerium geführt wurde.

Als Deutschösterreich gegründet wurde, bestanden die drei k.u.k. Ministerien noch, wurden aber, da das Königreich Ungarn die Realunion mit Österreich per 31. Oktober 1918 gekündigt hatte, de facto obsolet. Als der Kaiser für Deutschösterreich am 11. November 1918 auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften verzichtete, hatte der seit 2. November 1918 von ihm mit der Leitung des Außenministeriums betraute Ludwig von Flotow das k.u.k. Außenministerium bis 1920 unter Aufsicht der republikanischen Regierung zu liquidieren.

Von 1923 bis 1938 wurden die auswärtigen Angelegenheiten aus Gründen der Sparsamkeit von einer Sektion im Bundeskanzleramt wahrgenommen. Einige Bundeskanzler der Ersten Republik fungierten daher auch als Außenminister (ohne den Titel zu führen) oder hatten (bis 1959) im Bundeskanzleramt einen Außenminister, der die außenpolitische Sektion leitete. Erst 1959 wurde auf Betreiben Bruno Kreiskys wieder ein eigenes Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten errichtet; die mit der ÖVP koalierende SPÖ hatte bei der Nationalratswahl 1959 mehr Stimmen erhalten als die Partei des Bundeskanzlers und setzte diese Verstärkung ihres Einflusses durch.

Mit Amtsantritt der Bundesregierung Gusenbauer, 2007, entschieden die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP, das Ministerium umzubenennen. Als Grund nannte Außenministerin Ursula Plassnik, die bisherige Bezeichnung habe die Verwobenheit, Vernetztheit, Partnerschaft und Solidarität, die unsere internationalen Beziehungen prägen, nicht mehr klar genug zum Ausdruck gebracht, sondern eher den Beigeschmack von Abgrenzung gehabt. Die Änderung gehe nicht mit einer Änderung der Kompetenzen einher, schaffe aber einen neuen Akzent im Selbstverständnis der österreichischen Diplomatie. Offenbar wollte man als Teil der Europäischen Union die anderen Teile der Union auch nicht mehr als Ausland bezeichnen.

2007 fanden im Ministerium anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März sowie des österreichischen Nationalfeiertags am 26. Oktober erstmals Tage der offenen Tür statt. Für interessierte Schülergruppen besteht die Möglichkeit, das Ministerium zu besuchen.

Im Zuge der Novelle des Bundesministeriengesetzes und der Angelobung von Sebastian Kurz als Außenminister am 16. Dezember 2013 wanderte auch das vormalige Staatssekretariat für Integration ins Außenministerium. Am 1. März 2014 erfolgte daher die Umbenennung des Ressorts in „Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres“.

Die Fahnen der EU-Mitgliedstaaten an der Fassade des Ministeriums (Nationalfeiertag 2013)

Zeitleiste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1742: Geheime Haus-, Hof- und Staatskanzlei für die Angelegenheiten der Außenpolitik
  • 21. Dezember 1867–11. November 1918: k. u. k. Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern, eines der drei für die Gesamtmonarchie Österreich-Ungarn zuständigen k.u.k. Ministerien, dem Kaiser direkt unterstehend; der Minister war Vorsitzender des gemeinsamen Ministerrats
  • 30. Oktober 1918: Staatsamt des Äußeren in der Staatsregierung Renner I Deutschösterreichs
  • 31. Oktober 1918: Ungarn tritt aus der Realunion mit Österreich aus, das k.u.k. Außenministerium ist obsolet
  • 12. November 1918: Deutschösterreich erklärt sich zur Republik. Das k.u.k. Außenministerium wird bis 1920 liquidiert.
  • 10. November 1920: Bundesministerium für Äußeres (BfÄ) gemäß Bundes-Verfassungsgesetz, das an diesem Tag in Kraft tritt
  • 1923: Eingliederung als Sektion Auswärtige Angelegenheiten in das Bundeskanzleramt (1945 so wiederhergestellt)
  • 13. März 1938: Österreich wird an das Deutsche Reich „angeschlossen“, die österreichische Regierung ist nur mehr Befehlsempfänger Hitlers
  • 27. April 1945: Die Provisorische Staatsregierung Renner 1945 und die folgenden Bundesregierungen verwalten außenpolitische Agenden im politischen Kabinettsrat der Staatsregierung bzw. im Bundeskanzleramt.
  • 1959: Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (BMfaA, dann BMAA) auf Betreiben Bruno Kreiskys
  • 2005: Das Ministerium zieht aus dem Gebäude des Bundeskanzleramts aus (siehe Abschnitt Amtssitz).
  • 2007: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (aus EU-politischen Gründen werden die anderen EU-Mitgliedstaaten in diesem neuen Namen des Ministeriums nicht unter Ausland subsumiert, sondern eigens erwähnt)
  • 2014: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (das vormalige Staatssekretariat für Integration wird im Außenministerium als eigenständige Sektion geführt)

Amtssitz des BMEIA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 286 Jahren am Ballhausplatz 2, seit 1923 Adresse des österreichischen Bundeskanzleramts, übersiedelte das Außenamt wegen des dort beschränkten Platzangebots, das mehrere Dependancen erforderlich machte, 2005 in das historische Niederösterreichische Landhaus in der Herrengasse 13 und das benachbarte ehemalige Statthaltereigebäude auf Nr. 11. Die Gebäude sind mit einer gläsernen Brücke verbunden. Der Haupteingang befindet sich am Minoritenplatz 8 gegenüber dem Kanzleramt. Das Landhaus war bis 1996 Sitz der Niederösterreichischen Landesregierung und des Niederösterreichischen Landtags, die damals nach St. Pölten übersiedelten.

Im Landhaus befindet sich der ehemalige Landtagssaal mit hochbarocken Deckenfresken, bis 1883 auch Sitzungssaal des Herrenhauses des Reichsrats und von 21. Oktober bis 11. November 1918 der Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich. „Wappensaal“ (mit Reproduktionen historischer Landkarten aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek) und „Marmorsaal“ (Historienmalerei-Zyklus von Leopold Kupelwieser) stehen für Veranstaltungen zur Verfügung.

In den beiden Gebäuden ist heute die gesamte so genannte „Zentrale“ des Außenministeriums untergebracht, lediglich die Diplomatische Akademie und die dort angesiedelte Außenpolitische Bibliothek befinden sich nicht am Minoritenplatz, sondern an ebenfalls historischer Adresse im 4. Wiener Gemeindebezirk. Ein Teil des Gebäudes an der Herrengasse wird von der Landesregierung unter dem Namen „Palais Niederösterreich“ als Veranstaltungszentrum weiter verwendet.

Österreichische Außenminister seit 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit *) markierte Leiter der österreichischen Außenpolitik waren Kanzler, die gleichzeitig das Staatsamt für Äußeres bzw. das Außenministerium führten.
  • Mit **) Markierte von 1923 bis 1938 und von 1945 bis 1959 waren Bundeskanzler, die die Sektion Außenamt im Bundeskanzleramt selbst führten. In anderen Bundesregierungen dieser Zeit führten Außenminister im Kanzleramt diese Agenden.
  • Die ersten Staatssekretäre der ersten wie auch der erste der zweiten Republik waren keine Staatssekretäre im heutigen Sinne (hohe Beamte unter einem Minister), sondern es war die Bezeichnung für den Ministerposten. Minister und gleichzeitig Staatssekretär gab es nur in der politisch heiklen Besatzungszeit. Dienststelle war das Außenamt, ein eigenständiges Außenministerium bestand 1918–1923 und besteht seit 1959.
Außenminister der Ersten Republik (1918–1938)
Name Amtszeit Partei Ammerkung
Victor Adler 30. Okt. –† 11. Nov. 1918 SDAPÖ Staatssekretär (= Minister) für Äußeres
Otto Bauer 21. Nov. 1918 – 26. Juli 1919 SDAPÖ Staatssekretär (= Minister) für Äußeres
Karl Renner 26. Juli 1919 – 22. Okt. 1920 SDAPÖ *) Staatskanzler und Staatssekretär (= Minister) für Äußeres
Michael Mayr 22. Okt. 1920 – 21. Juni 1921 CS *) bis 10. Nov. 1920 Staatskanzler und Staatssekretär (= Minister) für Äußeres, dann Bundeskanzler betraut mit der Leitung des Bundesministeriums für Äußeres
Johann Schober 21. Juni 1921 – 26. Jän. 1922 Beamter *)
Walter Breisky 26. – 27. Jän. 1922 Beamter *)
Leopold Hennet 27. Jän. – 31. Mai 1922 Beamter
Alfred Grünberger 31. Mai 1922 – 20. Nov. 1924 CS Minister am Bundeskanzleramt, mit der Führung der auswärtigen Angelegenheiten betraut
Heinrich Mataja 20. Nov. 1924 – 15. Jän. 1926 CS Minister am Bundeskanzleramt
Rudolf Ramek 15.01. – 20. Okt. 1926 CS **)
Ignaz Seipel 20. Okt. 1926 – 4. Mai 1929 CS **)
Ernst Streeruwitz 4. Mai – 26. Sep. 1929 CS **)
Johann Schober 26. Sep. 1929 – 30. Sep. 1930 Beamter 2. Amtszeit; **)
Ignaz Seipel 30. Sep. – 4. Dez. 1930 CS 2. Amtszeit; Minister am Bundeskanzleramt (bis 29. Nov. mit der sachlichen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten betraut)
Johann Schober 4. Dez. 1930 – 29. Jän. 1932 Beamter 3. Amtszeit
Karl Buresch 29. Jän. 1932 – 20. Mai 1934 CS **)
Engelbert Dollfuß 20. Mai – 10. Juli 1934 CS/VF **)
Stephan Tauschitz 10. Juli – 3. Aug. 1934 Landbund/VF Kanzleramtsstaatssekretär für die auswärtigen Angelegenheiten
Egon Berger-Waldenegg 3. Aug. 1934 – 14. Mai 1936 VF Minister am Bundeskanzleramt; 17.–29. Nov. 1935 ausgesetzt
Kurt Schuschnigg 14. Mai – 11. Juli 1936 VF **)
Guido Schmidt 11. Juli 1936 – 11. März 1938 VF Kanzleramtsstaatssekretär, ab 16. Feb. 1938 Minister am Bundeskanzleramt
Wilhelm Wolf 11. – 13. März 1938 NSDAP
Außenminister der Zweiten Republik (Seit 1945)
Nr Name Amtszeit Partei Ammerkung
1 Karl Gruber 26.09.1945 – 26. Nov. 1953 ÖVP bis 20. Dez. 1945 Unterstaatssekretär (= Minister) für die auswärtigen Angelegenheiten, dann Minister am Bundeskanzleramt
2 Leopold Figl 26. Nov. 1953 – 9. Juni 1959 ÖVP Minister am Bundeskanzleramt (Staatssekretär für äußere Angelegenheiten: 2. April 1953 – 16. Juli 1959 Bruno Kreisky; 29. Juni 1956 – 31. Juli 1959: Franz Gschnitzer)
2 Julius Raab 10.06.1959 – 16.07.1959 ÖVP **)
3 Bruno Kreisky 16. Juli 1959 – 19.04.1966 SPÖ 16. – 31. Juli 1959 Minister am Bundeskanzleramt, dann am Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (BMaA) (war vorher schon Staatssekretär)
4 Lujo Tončić-Sorinj 19. April 1966 – 19. Jän. 1968 ÖVP (Staatssekretär für die Auswärtigen Angelegenheiten: 19. April 1966 – 13. Mai 1969 Karl Gruber, 2. Amtszeit)
5 Kurt Waldheim 19. Jän. 1968 – 21. April 1970 parteilos
6 Rudolf Kirchschläger 21. April 1970 – 23. Juni 1974 parteilos
7 Erich Bielka 23. Juni 1974 – 30. Sep. 1976 parteilos
8 Willibald Pahr 1. Okt. 1976 – 24. Mai 1983 parteilos
9 Erwin Lanc 24. Mai 1983 – 10.09.1984 SPÖ
10 Leopold Gratz 10.09.1984 – 16.06.1986 SPÖ
11 Peter Jankowitsch1 16.06.1986 – 21. Jän. 1987 SPÖ
12 Alois Mock 21. Jän. 1987 – 4. Mai 1995 ÖVP
13 Wolfgang Schüssel 4. Mai 1995 – 4. Feb. 2000 ÖVP
14 Benita Ferrero-Waldner 4. Feb. 2000 – 20. Okt. 2004 ÖVP
15 Ursula Plassnik 20. Okt. 2004 – 2. Dez. 2008 ÖVP
16 Michael Spindelegger 2. Dez. 2008 – 16. Dez. 2013 ÖVP
17 Sebastian Kurz 16. Dez. 2013 – amtierend ÖVP

Zeitleiste Minister und Regierungen seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Kurz Michael Spindelegger Ursula Plassnik Benita Ferrero-Waldner Wolfgang Schüssel Alois Mock Peter Jankowitsch Leopold Gratz Erwin Lanc Willibald Pahr Erich Bielka Rudolf Kirchschläger Kurt Waldheim Lujo Toncic-Sorinj Bruno Kreisky Leopold Figl Karl Gruber


Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Agstner: Handbuch des Österreichischen Auswärtigen Dienstes, Bd. 1: 1918–1938. Zentrale, Gesandtschaften und Konsulate. Lit Verlag, Münster Wien 2015. ISBN 978-3643506856.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesfinanzgesetz 2015. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 14. Januar 2016 (PDF; 4,12 MB, Seite 116).
  2. Bundesministeriengesetz 1986– aktuelle Fassung im RIS Teil 2 B. Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
  3. Organigramm (pdf, bmeia.gv.at; 422 kB)