Burg Kommern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burg Kommern

Blick auf die Burg von Osten

Alternativname(n) Burg Kommern
Staat Deutschland
Ort Kommern
Entstehungszeit um 1350
Burgentyp Höhenburg, Ortslage
Erhaltungszustand erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Geographische Lage 50° 37′ N, 6° 39′ OKoordinaten: 50° 36′ 45,7″ N, 6° 38′ 48,8″ O
Höhenlage 263 m ü. NHN
Foto von ca. 1880
Burg Kommern, Luftaufnahme (2015)
Der mittelalterliche Wohnturm, direkt westlich der Pfarrkirche St. Severinus

Die Burg Kommern ist eine Höhenburg auf 263 m ü. NHN im Ortsteil Kommern der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Die Burg war bis 1794 Sitz des Arenbergischen Amtmanns der Reichsherrschaft Kommern. Die Arenberger Adeligen hatten ihren Stammsitz in Aremberg und waren im 12. und 13. Jahrhundert Angehörige des Hochadels und Burggrafen zu Köln. Im 17. Jahrhundert sind die Arenberger zu Herzögen aufgestiegen. Zu ihrem Besitz gehörten die Orte Roggendorf, Gehn, Strempt, Katzvey und Weingarten. Ihren Reichtum verdankten die Arenberger dem Bergbau in der Region.

Um 1350 wurde die Burg Kommern erbaut. Aus dieser Zeit stammt wohl der Wohnturm. Die Burg wurde nie als Adelssitz genutzt, sondern war lediglich ein Verwaltungsgebäude. Der verschachtelte Gebäudekomplex der Anlage versteckt sich hinter einer aufwendigen symmetrisch laufenden Hoffassade. Dazu gehört ein prachtvoller Landschaftspark mit seltenen Bäumen.

Bemerkenswert ist die farbige Tapete von Josef Dufour im Saal, die 1804 in Macon gedruckt wurde. Sie zeigt die abenteuerlichen Reisen des Captäin Cook. Von dieser Art existieren noch neun Exemplare weltweit, sechs in Herrenhäusern amerikanischer Südstaaten.[1]

Die Burg Kommern befand sich bis zum Jahr 2019 im Privatbesitz der Familie Seul.[2] Sie wurde jedoch dann an die Immobiliengesellschaft Wohnareal Gesellschaft für Grundbesitzverwaltung und -verwertung mbH verkauft. Bislang befindet sich die Burg Kommern weiterhin im Besitz der Kölner Gesellschaft.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald Herzog: Burgen und Schlösser; Kommern. In: Geschichte- und Heimatfreunde des Kreises Euskirchen e.V. (Hrsg.): A-Reihe. 1. Auflage. Band 17. Rheinland-Verlag GmbH, Köln 1989, ISBN 3-7927-1067-6, S. 341.
  2. Die Burg von Napoleon gekauft. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. November 2002, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  3. Amtsgericht Euskirchen: Grundbuch von Kommern. Blatt 3771.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Burg Kommern – Sammlung von Bildern
  • Eintrag zu Kommern in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
  • Eintrag zu Kommern in der privaten Datenbank Alle Burgen.
  • Burg Kommern. In: Ausflugsziele. Kreis Euskirchen;