Aremberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aremberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Aremberg
Aremberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Aremberg hervorgehoben
50.4163888888896.8091666666667530Koordinaten: 50° 25′ N, 6° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 9,62 km²
Einwohner: 226 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53533
Vorwahl: 02693
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.aremberg.de
Ortsbürgermeister: Alois Schneider
Lage der Ortsgemeinde Aremberg im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild
Blick auf Aremberg und den Vulkankegel Aremberg vom Sportplatz des Schullandheimes
Aremberg, Luftaufnahme 2014
Aremberg am Aremberg etwa aus Richtung Barweiler bzw. Süd-Südosten betrachtet
Schutzengelkapelle

Aremberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Geographie[Bearbeiten]

Aremberg liegt innerhalb des Ahrgebirges (Ahreifel) rund 9,5 km (Luftlinie) west-nordwestlich von Adenau auf der Südwestflanke des 623 m ü. NHN hohen Arembergs zwischen 510 und 560 m ü. NN. Zu Aremberg gehören die Wohnplätze Forsthaus Gierscheid, Landgut Kapellenberg und Lenzenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung eines „Henricus von Arberg“ war im Jahr 1166.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 234
1835 210
1871 221
1905 220
1939 491
1950 286
Jahr Einwohner
1961 268
1970 265
1987 221
1997 275
2005 249
2013 226

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Aremberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Infrastruktur des Ortes war in den letzten Jahren rückläufig. Angesichts des hohen Freizeitwertes der Region und des geplanten Lückenschlusses der Bundesautobahn 1 wird jedoch mittelfristig eine Stabilisierung der Situation erwartet.

Im Ort gibt es die Gaststätte „Zur Burgschänke“, ein Gemeindehaus sowie ein Schullandheim, das vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn und vom Friedrich-Ebert-Gymnasium Bonn in gemeinsamer Trägerschaft unterhalten wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Ruine der Höhenburg Aremberg später Schloss Aremberg, dem Stammsitz der Herzöge von Aremberg, die prunkvoll ausgestaltete katholische Pfarrkirche Sankt Nikolaus. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch das 130 Hektar große Naturschutzgebiet Aremberg, das 1977 zum Schutz des tertiären Vulkankegels und der Burgruine eingerichtet wurde.

Schutzengelkapelle[Bearbeiten]

Die Schutzengelkapelle wurde im Jahre 1669 durch die vom Pfarrer Lorenz Sprünker im selben Jahr gegründete Schutzengelbruderschaft erbaut. Der um 1670 entstandene und aus der Schlosskirche in Croy (Belgien) stammende Altar wurde vom ersten Herzog von Arenberg, Philipp-Franz gestiftet. Die Inschrift der Zwischenwand lautet „Ehre Wanderer die Betstelle zum heiligen Schutzengel“. Die Kapelle wurde später durch einen Vorbau erweitert. Die Sandsteinquader des Eingangsbogens stammen vom ehemaligen herzöglichen Schloss, dessen Ruine sich auf dem Aremberg befindet. Auch heute ist die Kapelle noch in Nutzung und kann im Sommer sonntags besucht werden.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Traditionen[Bearbeiten]

Das Fest der hl. Dreifaltigkeit nimmt in der Geschichte der Pfarrei Aremberg einen besonderen Rang ein. Vor vielen Jahren richteten furchtbare Unwetter großen Schaden in der Nordeifel an. Wie durch ein Wunder blieb die Gemeinde Aremberg davon verschont. Während rings umher in den Dörfern nachher große Not herrschte, konnten die Aremberger die Armen unterstützen.

Zum Dank für den Schutz Gottes geht am Fest der hl. Dreifaltigkeit nach beendigtem Nachmittagsgottesdienst eine Prozession zur Schutzengelkapelle bis zur Station der Kreuzigung Christi, wo der begleitende Priester eine Brotsegnung vornimmt. Das gesegnete Brot wurde in früheren Jahren unter die Armen verteilt. Die Einrichtung der Dreifaltigkeitsprozession geht wahrscheinlich zurück auf den Gründer der Schutzengelbruderschaft, Pastor Laurentius Sprüncker, von 1663 bis 1720 Pfarrer in Aremberg.

Andere Traditionen:

  • Frühlingsfest und Kirmes. Die Junggesellen veranstalten jährlich ein Frühlingsfest und das Kirmeswochenende. An diesen Wochenenden versammeln sich stets zahlreiche Aremberger und Besucher von nah und fern, um gemeinsam mit den Junggesellen in herzlicher Stimmung zu feiern.
  • Sankt Martin
  • Messdiener-Glühweinverkauf
  • Konzerte in der Pfarrkirche

Freizeit[Bearbeiten]

Aremberg ist Etappenort des im November 2012 eröffneten AhrSteiges, der von der Quelle der Ahr in Blankenheim bis zur Mündung der Ahr in den Rhein bei Sinzig führt. In Aremberg endet die zweite, am Freilinger See beginnende Etappe von rund 11,3 km Länge. Zugleich beginnt vor Ort die dritte Etappe, die 18,7 km lang ist und bis nach Insul geht. Diese führt über die Schlossruine Aremberg und über den mit 623 m höchsten Punkt des Ahrsteiges.[6]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aremberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 4 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Informationstafel der Gemeinde an der Kapelle
  6. Infoseite des Ahrtaltourismus über den Ahrsteig