Burg Steinbrück

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Burg Steinbrück
Entstehungszeit: 1383
Burgentyp: Niederungsburg, Ortslage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Klerikale
Ort: Steinbrück
Geographische Lage 52° 13′ 6,3″ N, 10° 13′ 5,4″ OKoordinaten: 52° 13′ 6,3″ N, 10° 13′ 5,4″ O
Burg Steinbrück (Niedersachsen)
Burg Steinbrück

Die Burg Steinbrück ist eine Wasserburg in Steinbrück, einem Ortsteil der Gemeinde Söhlde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Sie liegt an der hier gemeinsam verlaufenden B1/B444 am Fluss Fuhse.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg liegt an der östlichen Grenze des Stiftes Hildesheim zum Herzogtum Braunschweig. Bischof Gerhard von Berg ließ die Burg 1383 erbauen.

Der 1425 erfolgte Besitzerwechsel, zusammen mit der Gerichtsbarkeit, durch das Domkapitel Hildesheim war die Grundlage für das bis ins 19. Jahrhundert bestehende Amt Steinbrück mit Markt- und Stadtrecht.

Der Herzog Heinrichs der Jüngere von Braunschweig bekam im Jahre 1523 im Quedlinburger Rezess das Gebiet zugesprochen. Sein Sohn Herzog Julius (1528–1589), Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel baute 1573 die Burg Steinbrück aus. Ab dieser Zeit handelte sich um eine vierflüglige Anlage, den die Gebäude und eine Mauer bildeten. Zu den Gebäuden zählte ein mehrgeschossiger Saalbau als Palas und der massive Bergfried. In der Burg war unter anderem im 16. Jahrhundert der ehemalige Lübecker Bürgermeister Jürgen Wullenwever (1488–1537) eingekerkert. 1643 im Hildesheimer Hauptrezess kam Steinbrück aber wieder zum Hildesheimer Stift zurück. Ab 1660 wurde die Burg als Gutshof genutzt und der Zwinger wurde abgebrochen. 1810 wurde das Gut Staatsdomäne. 1812 kam die die Anlage in Privatbesitz und ab 1862 gehörte sie der evangelischen Kirche.

Die Kehrwiederkirche, ein ehemaliger Batterieturm der Burg

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele evangelische Ostflüchtlinge und Umsiedler aus dem Raum Salzgitter im Dorf eine neue Heimat. Die Ländereien der Burg wurden in Bauernhöfe aufgeteilt und die Reste des Kehrwiederturms, ein ehemaliger Batterieturm aus dem 16. Jahrhundert, in den 1950er Jahren zu einer evangelisch-lutherischen Kirche ausgebaut. Diese wurde am dritten Adventssonntag 1956 von Bischof Johannes Lilje geweiht und bekam den Namen Kehrwiederkirche.

Heute gilt die ehemalige Wasserburg neben den Burgen Marienburg und Steuerwald als einer der am besten erhaltenen Bischofsburgen in Niedersachsen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]