Burgstemmen

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Burgstemmen
Gemeinde Nordstemmen
Wappen von Burgstemmen
Koordinaten: 52° 8′ 31″ N, 9° 46′ 32″ O
Höhe: 81 m ü. NHN
Fläche: 5,79 km²
Einwohner: 1102 (30. Jun. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31171
Vorwahl: 05069
Burgstemmen (Niedersachsen)
Burgstemmen

Lage von Burgstemmen in Niedersachsen

Burg Poppenburg in Burgstemmen
Burg Poppenburg in Burgstemmen

Burgstemmen ist ein Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Nordstemmen im Landkreis Hildesheim an der Leine.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet der Ort im Jahr 996. Bischof Bernward von Hildesheim schenkte in seinem Testament, das in dieses Jahr gelegt wird, seine Eigenkirche in Burgstemmen der Kreuzkapelle des Michaeliklosters in Hildesheim[2].

Im Mittelalter wurde die Geschichte des Orts von der Burg Poppenburg und den Grafen von Poppenburg beeinflusst.

Am 1. März 1974 wurde Burgstemmen in die Gemeinde Nordstemmen eingegliedert.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische St. Michaelis-Kirche an der Bethelner Straße (siehe auch "Kultur und Sehenswürdigkeiten"), benannt nach dem Erzengel Michael, gehört seit 2006 zur Dreikirchengemeinde im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld. Zu ihr gehört auch der 1998 gegründete St. Michaelis-Kindergarten an der Tiestraße.

Die katholische St. Joseph-Kirche befindet sich auf der Poppenburg, oberhalb der Leinebrücke gelegen. Sie ist nach Josef von Nazaret benannt und wurde in ihrer heutigen Form im 18. Jahrhundert errichtet. Seit 2010 gehört die Burgkirche zur Pfarrgemeinde Heilig Geist in Sarstedt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Burgstemmen setzt sich aus 3 Ratsfrauen und 1 Ratsherren zusammen.[4]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister/in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbürgermeisterin ist Heike Gesemann (SPD).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde das Wappen am 8. Februar 1938 durch den Oberpräsidenten in Hannover verliehen. Die Überreichung durch den Landrat aus Alfeld wurde am 22. April desselben Jahres durchgeführt.[5]

Wappen von Burgstemmen
Wappenbeschreibung: „Auf blauem Schild zwei silberne Balken, der obere belegt mit drei und der untere mit zwei roten heraldischen Rosen mit grünen Kelchspitzen und goldenen Staubgefäßen.“
Wappenbegründung: Das Wappen ist abgeleitet von dem des mittelalterlichen Grafengeschlechts von Poppenburg, das bereits 1270 ausstarb. Anfänglich führt die Familie im Wappen nur einen Balken mit drei Rosen, später deren zwei mit oben drei und unten zwei Rosen. Diese Form ist dem Gemeindewappen von Burgstemmen zugrunde gelegt. Burgstemmen ist das Dorf der Hintersassen der Poppenburger Grafen, das während des Mittelalters sich im Schutze der Burg günstig entwickelte.[6]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am nordwestlichen Ortsrand liegt hoch über dem Leineufer die Poppenburg.
  • Etwa um 1200 wurde die Michaeliskirche im romanischen Stil errichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Kirsch: Burgstemmen. Hier leb ich gern. Herausgeber: DorfKultur Burgstemmen e.V., Eigenverlag, Burgstemmen 2011.
  • Karl Kirsch: Burgstemmen - Ein Dorf im Leinetal. Eigenverlag, Burgstemmen 1997.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgstemmen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen in der Gemeinde Nordstemmen. Auf: Internetseite der Gemeinde Nordstemmen, abgerufen am 4. Juli 2017
  2. Geschichte Burgstemmen http://www.findcity.de/31171b/?p=00000002 am 17. Juli 2006
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205.
  4. a b Ortsrat von Burgstemmen. Auf: Internetseite der Gemeinde Nordstemmen, abgerufen am 4. Juli 2017
  5. Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Verlag: Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Neubindung)
  6. Burgstemmen Geschichte Burg und Grafschaft Burgstemmen: Geschichte Burg und Grafschaft (Memento vom 15. Januar 2007 im Internet Archive) am 17. Juni 2006