Klein Escherde

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Klein Escherde
Gemeinde Nordstemmen
Koordinaten: 52° 9′ 36″ N, 9° 50′ 15″ O
Höhe: 117 m ü. NHN
Fläche: 4,79 km²[1]
Einwohner: 527 (1. Jul. 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31171
Vorwahl: 05069
Klein Escherde (Niedersachsen)

Lage von Klein Escherde in Niedersachsen

Kirche Heilige Familie

Klein Escherde ist ein Dorf und östliche Ortschaft der Gemeinde Nordstemmen im niedersächsischen Landkreis Hildesheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klein Escherde liegt an der Bundesstraße 1 zwischen der Stadt Hildesheim und dem Gemeindezentrum. Nachbarortschaften sind im Norden Rössing, im Osten Emmerke, südlich Groß Escherde und westlich Heyersum.

Östlich des Dorfes liegt der Betriebsbahnhof Escherde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet der Ort mit „in parvo Escherde“ im Jahr 1258 im Hochstift Hildesheim. Der Ortsname leitet sich von Hesschehirithi über Hesserthe, Escherte zu Escherde ab. Seine Fachwerkkapelle wurde im Jahr 1699 errichtet und 1971 nach mehreren Umbaumaßnahmen abgetragen und im Museumsdorf Cloppenburg wieder aufgebaut. An ihrem Standort steht seit 1974 die neue Kirche Heilige Familie. 1832 erfolgt der Bau der Schule, deren Schulbetrieb 1971 eingestellt wurde.

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Klein Escherde in die Gemeinde Nordstemmen eingegliedert.[3] Am 18. Januar 2008 feierte der Ort sein 750-jährige Bestehen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Klein Escherde setzt sich aus sieben Ratsmitgliedern zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich zwei beratende Mitglieder (CDU, SPD).[4]

(Stand: [5])

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbürgermeisterin ist Stephanie Moyzeschewitz (parteilos). Ihre Stellvertreter sind Britta Platz (parteilos) und Marianne Rübesamen (CDU).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Klein Escherde
Blasonierung: „Auf goldenem Wappenschild liegen zwei aufgerichtete rote Schlüssel mit nach außen gerichteten Bärten.“[6]
Wappenbegründung: Das im Jahre 1203 durch Lippold von Escherde an seinem Stammsitz Groß Escherde begründete Kloster ward bereits im Jahre 1236 nach dem Dorfe Bovingehusen, dem heutigen Haus Escherde, verlegt, wo es bis 1810 bestand. Das an den Toren des Klosters angebrachte Wappen seines Stifters ist die Grundlage für das Wappen der Gemeinde Klein-Escherde. Die Schlüsseln stehen für das Symbol der Eigenständigkeit und der Verantwortung für ihre Verwaltung. Das Wappen wurde bis zur Eingemeindung nach Nordstemmen im Dienstsiegel von Klein Escherde geführt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1988 kümmert sich der Heimatverein Klein Escherde um die Pflege der dörflichen Kultur und des örtlichen Brauchtums.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Klein Escherde – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 30, Landkreis Hildesheim-Marienburg (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 3. Februar 2022]).
  2. Einwohnerzahlen in der Gemeinde Nordstemmen. In: Website Gemeinde Nordstemmen. 1. Juli 2021, abgerufen am 3. Februar 2022.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205.
  4. a b Ortsrat Klein Escherde. In: Website Gemeinde Nordstemmen. Abgerufen am 3. Februar 2022.
  5. vgl. Ratsmitglieder, Ratsinformationssystem der Gemeinde Nordstemmen
  6. August Söding: Wappenbuch Landkreis Hildesheim-Marienburg. Hrsg.: Heimatbund des Landkreises Hildesheim-Marienburg e. V. (= Heimatkundliche Schriftenreihe. Nr. 7). Schwitalla Verlag, Himmelsthür 1966, S. 158–159.