Betheln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Betheln
Wappen von Betheln
Koordinaten: 52° 7′ 0″ N, 9° 48′ 0″ O
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 17,67 km²
Einwohner: 856 (1. Nov. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2016
Postleitzahl: 31028
Vorwahl: 05182
Betheln (Niedersachsen)
Betheln

Lage von Betheln in Niedersachsen

Betheln im Landkreis Hildesheim
Betheln im Landkreis Hildesheim

Betheln ist ein Ortsteil der Kleinstadt Gronau (Leine) im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betheln befindet sich östlich von Elze zwischen den Naturparks Weserbergland und Harz. Es liegt an der Westflanke des Hildesheimer Walds.

In nördlicher Richtung außerhalb des Orts befinden sich die Reste einer alten Ringwallanlage, der Beusterburg.

Zu Betheln gehören die Orte Eddinghausen und Haus Escherde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1022 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Sein damaliger Name war Betenem. In dessen Kirche wurde am 22. Mai 1125 durch Bischof Berthold eine Niederlassung der Augustinerkongregation in Marienrode beurkundet. Die Kirche, die bis dahin zu St. Mauritius in Moritzberg gehörte, wurde den Augustinern überschrieben.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Eddinghausen und Haus Escherde eingegliedert.[2] Zum 1. November 2016 wurde Betheln mit vier anderen Gemeinden nach Gronau (Leine) eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 1. November 2016 wird Betheln auf kommunaler Ebene von dem Rat der Stadt Gronau (Leine) vertreten.

Hauptartikel: Gronau (Leine)#Politik

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 15. Oktober 1938 durch den Oberpräsidenten in Hannover verliehen. Die Überreichung durch den Landrat aus Alfeld wurde am 18. Dezember desselben Jahres durchgeführt.[3]

Wappen von Betheln
Wappenbeschreibung: „In Grün eine goldene cheruskische Gewandhafte des 1. Jahrhunderts n. Chr., sogenannte Fibel mit doppellappiger Rollenkappe.“
Wappenbegründung: Da die geschichtlichen Überlieferungen des Dorfes Betheln keinerlei Anknüpfungsmöglichkeiten für die Wappengestaltung boten, wurde auf die reichen Belege urgeschichtlicher Besiedlung, die bis in die Jungsteinzeit zurückzuverfolgen ist, zurückgegriffen. Die zum Wappensymbol erkorene Gewandhafte wurde 1935 in einer durch eine Grabung erschlossenen cheruskischen Hofanlage auf dem Schwalenberge in der Gemarkung Betheln geborgen. Durch einstimmigen Beschluss ward dieses schöne Schmuckstück der Vorzeit zum Symbol der Gemeinde erhoben.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr

Betheln ist über die nördlich des Ortes verlaufende Bundesstraße 1 an das Straßennetz angeschlossen.

Naturschutzgebiet Leineaue unter dem Rammelsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Leineaue unter dem Rammelsberg liegt zwischen Gronau (Leine) und Elze und stellt einen Ausschnitt des Mittellaufs der Leine mit ihrer Aue und Teilen der Hänge des Uthberges und des Großen Rammelsberges im Osten unter Schutz. Die periodisch überflutete Niederung wird geprägt vom mäandrierenden Flusslauf mit Altarmen und Flutmulden. Die Leine wird vielfach von Auwaldresten begleitet. Daneben sind Feuchtwiesen und staudenreiche Brachflächen zu finden. Die in das Naturschutzgebiet einbezogenen Hänge sind durch Wälder und Gebüsche sowie Reste von Magerrasen und Streuobstwiesen geprägt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich von Mejer (* 3. Dezember 1843 in Haus Escherde; † 4. Juni 1932 in Lübeck), deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant
  • Ernst Ohlmer (* 21. März 1847 in Betheln; † 1. Januar 1927 in Hildesheim), Zollbeamter, zuletzt Seezolldirektor in Tsingtau
  • Edgar Hennecke (* 13. April 1865; † 25. März 1951), Pfarrer in Betheln
  • Hans Hennecke (* 30. März 1897; † 21. Januar 1977 in Gröbenzell), deutscher Literaturkritiker und Übersetzer
  • Walter Hennecke (* 23. Mai 1897; † 1. Januar 1984 in Bad Lippspringe), deutscher Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral der Kriegsmarine

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung Band 5. Hildesheim 2005. ISBN 3-8067-8547-3
  • Reiseführer Hildesheimer Land – Wege durch Hildesheim und Umgebung, Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2003 und 2006, ISBN 3-8067-8506-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Betheln – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen der Samtgemeinde Leinebergland - Betheln 1. November 2016, abgerufen am 22. Juni 2017 (pdf; 14 kB).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204.
  3. Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Verlag: Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Neubindung)