Burl Ives

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Burl Ives im Jahr 1955, fotografiert von Carl Van Vechten.

Burl Icle Ivanhoe Ives (* 14. Juni 1909 in Hunt City, Illinois; † 14. April 1995 in Anacortes, Washington) war ein US-amerikanischer Folk-Sänger, Autor und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

In den 1930ern begann Ives, als Musiker durch die Lande zu ziehen. In den 1940ern hatte er eine populäre Radiosendung. 1948 veröffentlichte er sein erstes Buch The Wayfaring Stranger.

1946 spielte Ives den singenden Cowboy im Film Smoky, König der Prärie. Zu den vielen weiteren Filmen, in denen er mitspielte, zählen Jenseits von Eden (1955), Die Katze auf dem heißen Blechdach (1958), Weites Land (1958), wofür er einen Oscar als bester männlicher Nebendarsteller gewann, sowie Unser Mann in Havanna (1959) nach dem Roman von Graham Greene.

In den 1940ern hatte er mit einigen alten Folksongs Erfolg, darunter "Lavender Blue“ (sein erster Hit, ein Folksong aus dem 17. Jahrhundert), „Foggy Foggy Dew“ (ein irisches Volkslied), Blue Tail Fly“ (ein Lied aus dem Bürgerkrieg) und „Big Rock Candy Mountain“ (ein alter Hobo-Song).

In den 1950ern kooperierte Ives mit dem Komitee für unamerikanische Umtriebe und denunzierte Pete Seeger und andere als mögliche Kommunisten.

In den 1960ern begann Ives, Country-Titel zu singen. 1962 hatte er drei Top 20 Hits Hits mit „A Little Bitty Tear“, „Call Me Mr In-Between“ und „Funny Way of Laughing“.[1] Ebenfalls 1962 gelang ihm mit Mary Ann Regrets sein letzter Top 40 Hit. Zwar konnte er sich in den folgenden beiden Jahren noch viermal in den Charts platzieren, allerdings lediglich auf den unteren Rängen.

Er machte bei mehreren Fernsehproduktionen mit, u. a. als Erzähler bei dem Puppentrickfilm Rudolf Rotnase (1964), bei Pinocchio (1968) und Roots (1977). In Rudolf Rotnase sang er auch sein erfolgreichstes Stück „Holly Jolly Christmas“.

Burl Ives starb im Alter von 85 Jahren an Krebs.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1946: Der König der Prärie; auch: Smoky, König der Prärie (Smoky)
  • 1948: Gangster der Prärie (Station West)
  • 1949: Ein Champion zum Verlieben (So dear to my Heart)
  • 1950: Sierra
  • 1955: Jenseits von Eden (East of Eden)
  • 1956: Die Macht und ihr Preis (The Power and the Prize)
  • 1958: Die Katze auf dem heißen Blechdach (The Cat on the hot Tin Roof)
  • 1958: Weites Land (The Big Country)
  • 1958: Begierde unter Ulmen (Desire under the Elms)
  • 1958: Sumpf unter den Füßen (Wind across the Everglades)
  • 1959: Unser Mann in Havanna (Our Man in Havana)
  • 1959: Tag der Gesetzlosen (Day of the Outlaw)
  • 1960: Die Saat bricht auf (Let no Man write my Epitaph)
  • 1961: Am schwarzen Fluß (The Spiral Road)
  • 1963: Mein Zimmer wird zum Harem (The Brass Bottle)
  • 1963: Operation Pazifik (Ensign Pulver)
  • 1963: Summer Magic
  • 1967: Tolldreiste Kerle in rasselnden Raketen (Rocket to the Moon)
  • 1970: The McMasters (The McMasters… Tougher than the West itself)
  • 1976: Unsere kleine Farm (Little House on the Prairie) (Fernsehserie)
  • 1976: Bakers Habicht (Baker’s Hawk)
  • 1977: Roots (Fernsehserie)
  • 1978: Endstation Planet Erde (Earth Bound)
  • 1978: Es kam aus der Tiefe (The Bermuda Depths)
  • 1978: The New Adventures of Heidi
  • 1979: Nur du und ich (Just you and me, Kid)
  • 1981: Der weiße Hund von Beverly Hills (White Dog)
  • 1988: Two Moon Junction

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. A Little Bitty Tear erreichte in den US-Singlecharts Platz 9, Funny Way Of Laughing Platz 10 und Call Me Mr. In-Between Platz 19. Whitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 294

Weblinks[Bearbeiten]